Rheinische Post: Vergiftetes Angebot





Ein Kommentar von Detlev Hüwel:

Die Behauptung, die NRW-CDU wolle sich bei der Vergabe von Posten
mit der Linkspartei arrangieren, klingt geradezu aberwitzig. Aber sie
ist listig erfunden: Auf diese Weise kann Rot-Grün davon ablenken,
dass Hannelore Kraft demnächst mit den Stimmen der Linkspartei das
Amt der Ministerpräsidentin übernimmt und ihre Minderheitsregierung
in hohem Maße vom Wohlverhalten der Linken abhängig bleiben wird.
Dass sich Politiker im Landtag nicht völlig aus dem Weg gehen können
und natürlich miteinander über alles Mögliche reden, besagt noch gar
nichts. Etwas anderes wäre es, wenn sich Unionspolitiker, die zur
ersten und nicht zur dritten Reihe gehören, um eine Vereinbarung mit
der Linken bemühen würden. Aber das glaubt wohl niemand ernsthaft.
Zudem haben die Linken gerade gestern erst angekündigt, den
CDU-Kandidaten Eckhard Uhlenberg als neuen Landtagspräsidenten
mitzuwählen – und zwar ganz ohne Gegenforderung. Doch die scheinbar
großzügige Offertet ist vergiftet: Die Linke weiß, dass sie die CDU
damit in große Schwierigkeiten bringt. Denn die Union kann das
Angebot gar nicht ablehnen – die Wahl ist geheim. Doch warten wir ab,
wie am Ende das Stimmenergebnis aussieht.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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veröffentlicht von am 24. Jun 2010. gespeichert unter Politik. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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