Nur wenig Kommunikation für Unfallversicherung

Marketing-Mix-Analyse Unfallversicherung 2018
 

Esslingen am Neckar, 04. Oktober 2018 – Die Portfolios von zehn analysierten Unfallversicherern umfassen zwischen zwei und drei Tarifvarianten, die mehrheitlich in Basis-, Komfort- und/oder Premiumversion strukturiert sind. Die 27 analysierten Tarife beinhalten zwischen zwei und zehn der insgesamt 15 Kernleistungen. Die Invaliditätsleistung ist dabei in allen Produkten enthalten. Zahlreiche weitere – auch wichtige – Leistungen werden nur lückenhaft angeboten. Zusätzlich zu den Kernleistungen bieten die Versicherer eine Fülle von durchschnittlich 8,2 Beratungs- und Hilfeleistungen. Hier offerieren Versicherer neben juristischer Erstberatung gar eine Pflegeplatzgarantie.

Zehn Nutzerprofile machen die Konditionen der Versicherer vergleichbar. Danach liegt der teuerste Beitrag im Durchschnitt um das 3,2-fache über dem günstigsten. Vier der zehn untersuchten Versicherer sind in mindestens einem Nutzerprofil günstigster Anbieter. Ammerländer und Häger bieten am häufigsten den niedrigsten Beitrag.

In Vergleichsportalen ist nur die Hälfte der zehn Unfallversicherer präsent, darunter ein Großteil der Direktversicherer. Für einige Anbieter scheint die Präsenz in Vergleichsportalen oder Suchmaschinen nachrangig. So finden sich nur wenige der zehn analysierten Versicherer in Suchmaschinen auf den ersten Suchergebnisseiten. In Suchmaschinen punkten vor allem ADAC, Allianz und CosmosDirekt mit einer Kombination aus Anzeigen und Suchtreffern. Weitere Kommunikationsmaßnahmen werden häufig vernachlässigt oder allenfalls sporadisch eingesetzt. Mit einer Summe von 360.000 Euro an Werbeausgaben ist bei den Versicherern noch reichlich Luft nach oben. Mittels durchschnittlich 2,8 unfallversicherungsrelevanten Postings in den Social Media und 0,4 Pressemitteilungen pro Anbieter innerhalb von zwölf Monaten fällt die PR-Präsenz insgesamt recht dürftig aus.

Über die Studie:
Die “Marketing-Mix-Analyse Unfallversicherung 2018“ von research tools gibt auf 295 Seiten Einblick in das Marketingverhalten der zehn berücksichtigten Anbieter ADAC, Allianz, Ammerländer, Baden-Badener, CosmosDirekt, Ergo, Häger, HanseMerkur, HDI, LBN. Analysiert wurden die vier Marketing-Ps Product, Price, Place, Promotion. Stärken-Schwächen-Analyse und Marketing-Ranking führen sämtliche Ergebnisse zusammen und eine statistische Marketing-Positionierung visualisiert die Ergebnisse.

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