1996 – 2020: Der OECKL. Europa 2020/2021 erscheint in 25. Auflage


 

Europäischer Rat, Kommission und Parlament

Die Europäische Union steht mit der deutschen Ratspräsidentschaft im 2. Halbjahr 2020 vor enormen Herausforderungen und befindet sich in einer entscheidenden Bewährungskrise: der EU-Haushalt für die nächsten 7 Jahre und ein Corona-Hilfspaket müssen noch durch das Gesetzgebungsverfahren (Parlament und Rat). Die Themen ?Green Deal? und Klimakrise, die Digitalisierung und Integration von Flüchtlingen stehen weiterhin ganz oben auf der Agenda. Diese Themen spiegeln sich auch in den Neuaufnahmen des neuen OECKL. Europa wider:

Nach der Wahl zum EU-Parlament vor einem Jahr hatte sich im Herbst/Winter 2019 auch die Europäische Kommission unter der Leitung der deutschen Präsidentin Ursula von der Leyen und der gesamte Mitarbeiterstab neu formiert. Errichtet wurde zudem eine neue Generaldirektion für Verteidigungsindustrie und Weltraum, die unter anderem mit 13,0 Mrd. EUR den ?Europäischen Verteidigungsfonds? (EVF) verwaltet.
Großbritannien hat die EU am 31. Januar 2020 verlassen. Das EU-Parlament wurde dadurch zunächst kleiner, 27 von 73 britischen Parlamentssitzen wurden auf einige Mitgliedsstaaten umverteilt, 46 für die künftige EU-Erweiterung in Reserve gestellt.
Auch die Zusammensetzung der EU-Ausschüsse hat die OECKL.Redaktion nach dem Brexit angepasst.

Wirtschaft und Gesundheit

Im Kapitel ?Wirtschaft? kam das Network of European Regions for Competitive and Sustainable Tourism hinzu; es setzt sich für nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Tourismus auf europäischer Ebene ein. Das Consortium for Battery Innovation Europe ist ein Zusammenschluss aus Industrie und Forschung zur Weiterentwicklung der Batterietechnik. In Wien befasst sich LTER-Europe mit Langzeitökosystemforschung.
Als Einrichtung der Vereinten Nationen hat die Welt-Gesundheits-Organisation WHO in den letzten Monaten häufig Bewertungen zur Entwicklung der Corona-Pandemie veröffentlicht. Nachdem die USA aus der Gesundheitsorganisation austreten wollen, ist am 27. Mai 2020 in der Schweiz/Genf eine WHO-Stiftung gegründet worden. So sollen durch weitere Einnahmen und Spendenfinanzierungen das Ziel, eine Milliarde Menschen bis 2023 vor Gesundheitskatastrophen zu schützen, leichter erreicht werden.

Internet und Medien

Im neuen OECKL. Europa 2020/2021 wurde der Bereich ?Internet? neu strukturiert und ausgebaut: Er beginnt jetzt mit den sog. ?Big Five?, den größten US-Digitalunternehmen (u.a. Apple, Microsoft, Google) und enthält weitere Soziale Netzwerke. In der European Federation for Science Journalism haben sich 2019 Wissenschaftsjournalisten zusammengeschlossen, deutsches Mitglied ist die Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. in Köln.
Ebenfalls vor einem Jahr ist die EU-Urheberrechtslinie verabschiedet worden und muss bis 2021 in nationales Recht umgesetzt werden. Es regelt die Leistungsschutzrechte für Presseverleger und Verlage sowie die Haftung von Onlinediensten für die Urheberrechtsverstöße ihrer Nutzer. In diesem Sinn machen sich für die Rechte ihrer Mitglieder die Society of Audiovisual Authors und die European Grouping of Cocieties of Authors and Composers stark, beides Neuaufnahmen im OECKL Europa 2020/2021.

Europäische Hochschulen und Technische Wissenschaft

Mit der Initiative ?Europäische Hochschulen? will die EU Kommission seit drei Jahren die Exzellenz, Innovation und Inklusion in der Hochschulbildung fördern. Dazu wurden in zwei Pilotausschreibungen jetzt insgesamt 24 ?Europäische Hochschulallianzen? mit einem EU-Fördervolumen von je 5,0 Mio. EUR über drei Jahre gebildet. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse der zweiten Ausschreibung am 9. Juli 2020 sind jetzt 20 deutsche Hochschulen an 18 ausgewählten Allianzen beteiligt. In den OECKL-Medien werden diese Hochschulen jetzt als ?Partner der Hochschulallianzen? und mit dem entsprechenden Themen-Acronym gekennzeichnet. Die nationale Initiative ?Europäische Hochschulnetzwerke EUN? ist beim DAAD angesiedelt und begleitet die deutschen Hochschulen in der Ausgestaltung des Prozesses.

Führende Unternehmen der Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsbranche haben 2018/2019 in Paris die Organisation TIC Council gegründet. Der neue Weltverband mit 90 Mitgliedsunternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Prüf-, Verifizierungs- und Zertifizierungsleistungen unabhängiger Dritter für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu repräsentieren. TIC Council ist aus dem Zusammenschluss der ehemaligen internationalen Branchenverbände IFIA und CEOC hervorgegangen und hat seinen Sitz in Brüssel.

Europa auf einen Blick ? ein Grußwort aus Brüssel

Der deutsch-englische OECKL.Europa 2020/2021 hilft enorm, in allen öffentlichen Bereichen ? von der Politik über die Wirtschaft, Umwelt, Bildung, Wissenschaft bis zur Kultur ? personelle und institutionelle Zusammenhänge zu erkennen, umfangreiche thematische Recherchen durchzuführen und mit den gewünschten Ansprechpartnern ohne zeitraubende Eigenrecherchen schnell Kontakt aufzunehmen.
Auch Katharina Barley, Vizepräsidentin des Europa-Parlaments, wünscht den Lesern und Leserinnen in einem Grußwort eine informative Lektüre und hebt im OECKL.Europa die gelungene Darstellung der Vernetzung europäischer Akteure hervor, die hoffentlich in kritischer Phase Europa entscheidende Impulse zu geben vermöchten.

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