„nd.DerTag“: Kein Interesse an Kompromissen – Kommentar zum Konflikt zwischen Syriens Machthabern und der kurdischen Minderheit

„nd.DerTag“: Kein Interesse an Kompromissen – Kommentar zum Konflikt zwischen Syriens Machthabern und der kurdischen Minderheit

Die Einigung zwischen der syrischen Übergangsregierung und den Syrisch-Demokratischen Kräften (SDF) vom März 2025 ist praktisch tot. Damals unterzeichneten der syrische Übergangspräsident Ahmed Al-Scharaa und der SDF-Kommandeur Mazlum Abdi ein Papier, aufgrund dessen die Strukturen der kurdisch dominierten Selbstverwaltung Nord- und Nordostsyriens, insbesondere die SDF-Kämpfer, in den neu entstehenden syrischen Staat integriert werden sollten. Damals machte sich Hof

Brandenburger Bruchlandung zum Schaden der Demokratie

Brandenburger Bruchlandung zum Schaden der Demokratie

In einem Punkt hat Sahra Wagenknecht freilich recht. Politische Bruchlandungen wie das Scheitern der rot-lila Koalition in Brandenburg tragen dazu bei, dass Menschen das Vertrauen in die Demokratie verlieren. Was die BSW-Namensgeberin nicht sagt: Für das Aus der gemeinsamen Landesregierung mit der SPD tragen vor allem ihre Partei und maßgeblich sie selbst die Verantwortung. Weil das Bild des zuverlässigen Koalitionspartners nicht zum Image der Anti-Establishment-Bewegung passen w

Sachsen-Anhalts Verfassungsschutz warnt vor russischer Einflussnahme vor Landtagswahl

Sachsen-Anhalts Verfassungsschutz warnt vor russischer Einflussnahme vor Landtagswahl

Sachsen-Anhalts Verfassungsschutz warnt vor der Landtagswahl im September vor Einflusskampagnen aus Russland und anderen Staaten. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Samstagausgabe). "Im Verfassungsschutzverbund rechnet man damit, dass es im Kontext und zeitlichen Umfeld der Landtagswahlen zu Desinformationskampagnen kommen könnte", erklärte Sachsen-Anhalts Innenministerium auf MZ-Anfrage. Im Blick seien insbesondere staatliche und nichtstaatliche

Keine Angst vor dem Wandel / Raimund Neuß zu den Protesten im Iran

Keine Angst vor dem Wandel / Raimund Neuß zu den Protesten im Iran

Trusting Khomeini, Chomeini vertrauen – so hieß ein Artikel des US-Juristen Richard Falk 1979 in der "New York Times", kurz nach der Rückkehr des Revolutionsführers in den Iran. Selten lagen Analysten so daneben wie Falk mit seiner Prognose eines religiös duldsamen und politisch recht offenen Systems. Brutale Repression nach innen, unter anderem mit der Vertreibung fast aller Juden, und der Export von Terror nach außen – das ist nach knapp fünf Jahrzehnt

„nd.DerTag“: Offenbarungseid der EU – Kommentar zur Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten zum Mercosur-Freihandelsabkommen

„nd.DerTag“: Offenbarungseid der EU – Kommentar zur Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten zum Mercosur-Freihandelsabkommen

Die Europäische Union bleibt sich treu: Im Ausland Märkte zu öffnen, um für die Konzerne aus der EU Profite zu sichern, ist Richtschnur der realen Politik. Umwelt und soziale Belange stehen bei Freihandelsabkommen maximal mit unverbindlichen Klauseln auf dem Papier. Was für das im Jahr 2000 mit Mexiko geschlossene Freihandelsabkommen gilt, in dem zum ersten Mal überhaupt in einem Handelsvertrag eine Menschenrechtsklausel verankert wurde, gilt auch für das Freih

Fehler der CDU in Sachsen-Anhalt können bittere Folgen haben

Fehler der CDU in Sachsen-Anhalt können bittere Folgen haben

Bis vor einem halben Jahr führte die CDU in Sachsen-Anhalt in Umfragen klar vor der AfD. Seit bekannt ist, dass Haseloff nicht wieder kandidiert, liegt sie deutlich hinten. Nun bietet Haseloff doch an, vorzeitig zurückzutreten, um Spitzenkandidaten Sven Schulze wenigstens ein halbes Jahr Amtsbonus mitzugeben. Die CDU korrigiert einen taktischen Fehler, schleppt aber ein anderes Problem weiter mit – den Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber den Linken. Es ist ziemlich wahrscheinlich,

Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert Deregulierung nach argentinischem Vorbild

Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert Deregulierung nach argentinischem Vorbild

Korrektur des Namens: Sturzenegger statt Sturzenberger

Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat zu einer Deregulierung der deutschen Wirtschaftspolitik nach Vorbild Argentiniens aufgerufen. "In Argentinien wurde der aktuelle Deregulierungskurs nicht improvisiert, sondern über Jahre fachlich vorbereitet: Der heutige Deregulierungsminister Federico Sturzenegger hatte die Agenda lange vor dem Amstantritt von Javie

Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert Deregulierung nach argentinischem Vorbild

Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert Deregulierung nach argentinischem Vorbild

Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat zu einer Deregulierung der deutschen Wirtschaftspolitik nach Vorbild Argentiniens aufgerufen. "In Argentinien wurde der aktuelle Deregulierungskurs nicht improvisiert, sondern über Jahre fachlich vorbereitet: Der heutige Deregulierungsminister Federico Sturzenberger hatte die Agenda lange vor dem Amstantritt von Javier Milei ausgearbeitet und priorisiert", sagte die

Der Ödipus-Komplex, der Elektra-Komplex und die Auflösung der übernatürlichen, kulturbedingten Angst

Der Ödipus-Komplex, der Elektra-Komplex und die Auflösung der übernatürlichen, kulturbedingten Angst

Wir finden innerhalb der griechischen Mythologie den vielen modernen Menschen bekannten Ödipus-Komplex, durch den ein Junge zur psychologischen Partnerin der Mutter wird und gegen den Vater Stellung bezieht. Als Gegenstück dazu hat der griechische sogenannte Elektra-Komplex eine regelrechte Vater-Tochter Beziehungsverstrickung zum Gegenstand. Der Elektra-Komplex ist wie der Ödipus-Komplex zu einer „normalen“ Folgeerscheinung der traditionellen Familienkonstitution und

Lebensarbeitszeit muss steigen / Brossardt: „Status Quo einfrieren ist keine Option für den Erhalt unseres Wohlstands“

Lebensarbeitszeit muss steigen / Brossardt: „Status Quo einfrieren ist keine Option für den Erhalt unseres Wohlstands“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bekräftigt die Notwendigkeit über eine längere Lebensarbeitszeit zu diskutieren. "Wer wie die SPD an der Rente mit 63 festhält und wie der DGB die Diskussion über eine längere Lebensarbeitszeit ablehnt, verschließt die Augen vor den immensen Problemen, die wir am Wirtschaftsstandort Deutschland haben. Der demografische Wandel und seine Folgen dürfen nicht länger ignoriert werden, denn unsere