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41,6 Millionen Erwerbstätige im Juni 2012

Sperrfrist: 31.07.2012 08:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

WIESBADEN – Im Juni 2012 waren insgesamt 41,6 Millionen Personen
mit einem Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Zahl der Erwerbstätigen
um 492 000 Personen über dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der
Erwerbslosen betrug im Juni 2012 rund 2,19 Millionen Personen, das
waren rund 324 000 weniger als im Juni 2011.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung stieg im
Juni 2012 die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni
2011 um 1,2 %. Damit war die Zuwachsrate etwas geringer als in den
Monaten Februar bis Mai 2012 (+ 1,3 %) und Januar 2012 (+ 1,4 %).
Gegenüber dem Vormonat Mai erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen
im Juni 2012 um 27 000 Personen oder 0,1 %. Saisonbereinigt, das
heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlichen
Schwankungen, ergibt sich ein Zuwachs von 24 000 Personen (+ 0,1 %).

Neben der Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für den
Berichtsmonat Juni 2012 wurden im Rahmen der turnusmäßigen
Überarbeitung der Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnungen auch die vorläufigen monatlichen, vierteljährlichen
und jährlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit ab dem Jahr 2008 neu
berechnet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt
zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen in die
Erwerbstätigenrechnung einbezogen. Aus der Neuberechnung resultierten
für die monatlichen Erwerbstätigenzahlen Vorjahresveränderungsraten,
die maximal um 0,2 Prozentpunkte von den bisher veröffentlichten
Ergebnissen nach oben oder unten abweichen.

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung ging die Zahl der
Erwerbslosen im Juni 2012 gegenüber Juni 2011 um 12,9 % zurück. Sie
sank um 324 000 auf 2,19 Millionen Personen. Gegenüber dem Vormonat
Mai 2012 reduzierte sich die Erwerbslosenzahl um 133 000 Personen
oder 5,8 %. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse
verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat
um 14 600 auf 2,27 Millionen (- 0,9 %). Die bereinigte
Erwerbslosenquote lag im Juni 2012 bei 5,4 %.

Jahresergebnisse, Quartalsergebnisse und weitere monatliche
Ergebnisse können im Internet unter www.destatis.de –> Zahlen&Fakten
–> Gesamtwirtschaft&Umwelt –> Arbeitsmarkt –> Erwerbslosigkeit
beziehungsweise –> Erwerbstätigkeit abgerufen werden.

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der
Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu
Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung stehen unter der
Tabellennummer 13321 (Monate) beziehungsweise 81000-001 (Quartale,
Jahre) und zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der
Arbeitskräfteerhebung unter 13231-0001 (Monate) beziehungsweise
81000-0011 (Jahre) zur Verfügung.

Methodische Hinweise:

Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept
der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die
ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der
registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der
Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wird.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus
der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Diese Abweichungen sind
vor allem auf die unterschiedlichen eingesetzten Methoden und
Verfahren der beiden Statistiken zurückzuführen.

Die Erwerbstätigenrechnung schätzt die Gesamtzahl der
Erwerbstätigen unter Verwendung aller verfügbaren Quellen (derzeit
etwa 60 Quellen). Bei der Arbeitskräfteerhebung handelt es sich um
eine kontinuierliche Haushaltsbefragung (derzeit integriert in den
Mikrozensus), die jährlich bei 1 Prozent der Bevölkerung in
Deutschland mit Auskunftspflicht durchgeführt wird und EU-weit
harmonisiert ist. Die Zahl der Erwerbstätigen in der
Arbeitskräfteerhebung liegt niedriger als in der
Erwerbstätigenrechnung, da es in Haushaltserhebungen erfahrungsgemäß
problematisch ist, auch kleinere Tätigkeiten – zum Beispiel von
Schülern und Studierenden – vollständig zu erfassen. Solche
Tätigkeiten gelten nach internationaler Definition ebenfalls als
Erwerbstätigkeit. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im
Europäischen Statistischen System dennoch einheitlich die Ergebnisse
der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

Zur monatlichen Berichterstattung zur Erwerbslosigkeit finden sich
weitere methodische Hinweise unter www.destatis.de –> Zahlen&Fakten
–> Gesamtwirtschaft&Umwelt –> Arbeitsmarkt –> Erwerbslosigkeit.
Dort sind auch ergänzend die mit dem Berliner Verfahren (BV4.1)
bereinigten Ergebnisse (Trend-Konjunktur-Komponente) zu finden.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabellen sowie weiteren Zusatzinformationen und -funktionen, ist im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Weitere Auskünfte geben:

für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung: Ulf-Karsten Keil,
Telefon: (0611) 75-2633,

für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung: Andreas Grau, Telefon:
(0611) 75-2124,

www.destatis.de/kontakt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de

Weitere Informationen unter:
http://


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