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Allg. Zeitung Mainz: Lieber aussteigen / Zur Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen

Wer allein in einem Zugabteil sitzt oder auf einem
leeren Bahnsteig steht und Angst hat, wird diese nicht verlieren,
wenn er Statistiken liest, die davon berichten, dass Gewalt in Zügen
und Bahnhöfen hierzulande gemessen an der Zahl der Fahrgäste
prozentual kaum messbar ist. Seine Angst weicht erst dann, wenn er
Polizisten oder Sicherheitsmitarbeiter sieht, Menschen also, die sich
im Notfall zwischen ihn als Opfer und den oder die Täter stellen. Und
deshalb hilft die zweifelsfrei positive Sicherheitsbilanz, die die
Deutsche Bahn für das vergangene Jahr vorgelegt hat, dem Furchtsamen
nicht wirklich dabei, seine Ängste abzulegen. 2013 kam es in Bahnen
und auf Bahnhöfen zu 14600 Körperverletzungen, 1200 Mal wurden
Bahnmitarbeiter angegriffen. Es sind diese Zahlen, die man wahrnimmt
und nicht die Tatsache, dass fast alle der über 2,4 Milliarden
Fahrgäste, die die Bahn pro Jahr transportiert, völlig unbeschadet da
ankommen, wo sie hinwollen. Was also ist zu tun? Mehr Polizei, mehr
Kameras, mehr grelles Licht, das jeden Winkel ausleuchtet? Dem
Furchtsamen wird das im Zweifelsfall seine Angst nicht nehmen. Ihm
hilft auf Dauer einzig und allein zu lernen, sich so zu verhalten,
dass er gar nicht erst zum Opfer wird. Die Nähe anderer Fahrgäste
suchen, sich auf keine Diskussionen oder gar Streit einlassen.
Abstand wahren, wenn nötig das Abteil wechseln oder auch aussteigen.
Den Bahnsteig verlassen, auch auf die Gefahr hin, den Zug zu
verpassen. Weglaufen, das lehrt die Erfahrung, ist in den
allermeisten Fällen möglich – und es ist nicht feige, sondern
schlicht und einfach vernünftig.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Isabell Steinbach
Newsmanager
Telefon: 06131/485925
desk-zentral@vrm.de

Weitere Informationen unter:
http://


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