Altmaier: “Wir stellen rund 750 Milliarden Euro zur Verfügung”

Der Konjunktureinbruch durch die Corona-Krise wird nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) etwas tiefer sein als in der Finanzkrise 2009. “Ich halte einen Überbietungswettbewerb mit schlechten Prognosen nicht für sinnvoll. Im Augenblick gehen die meisten Prognosen davon aus, dass der Wachstumseinbruch etwas schwerer sein wird als in der Finanzkrise”, sagte Altmaier der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Mittwoch). “Wir stecken jetzt schon viel mehr Geld in die Wirtschaft als während der Finanzkrise”, sagte Altmaier. “Allein mit Nachtragshaushalt und Wirtschaftsstabilisierungsfonds stellen wir rund 750 Milliarden zur Verfügung”, so der Minister. “Notwendige Maßnahmen dürfen nicht am Geld scheitern”, betonte er. “Die Einschnitte werden in den Monaten März, April, Mai sehr deutlich spürbar sein”, sagte Altmaier. “Im zweiten Halbjahr haben wir immer noch die Chance für Aufhol- und Nachholeffekte”, erklärte er. Das sei aber noch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. “Denn die Corona-Krise trifft zum Beispiel die USA, einen unserer wichtigsten Handelspartner, viel stärker als bisher angenommen”, sagte der Minister. “Es ist klar, dass wir die Konjunktur nach der Krise mit einem großen Programm ankurbeln müssen”, sagte Altmaier. “Das werden aber nicht klassische Konjunkturprogramme mit Strohfeuern sein, sondern kluge strukturelle Anreize für Investitionen und Innovationen”, sagte der CDU-Politiker.

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