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Apotheker brechen Verhandlungen mit Kassen ab

Der Deutsche Apothekerverband hat am Mittwoch die Verhandlungen mit den Krankenkassen über eine Besserstellung von Schmerzpatienten abgebrochen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) in ihrer Donnerstagsausgabe. Damit müssen auch Schmerzpatienten weiterhin akzeptieren, dass ihnen in der Apotheke nicht der vom Arzt verordnete, sondern ein preiswerterer Wirkstoff ausgereicht wird. Krankenkassen und Apotheker konnten sich in monatelangen Verhandlungen nicht auf Ausnahmen einigen, die Politiker aller Fraktionen bis zum 1. August verlangt hatten. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) bedauerte den Abbruch der Gespräche. „Es ist ein Armutszeugnis, wenn sich Krankenkassen und Apotheker nicht einigen können und am Ende eine Lösung von der Schiedsstelle gefunden werden muss“, sagte er der F.A.Z. Ein Dreivierteljahr nach der gesetzlichen Regelung hätte er ein Ergebnis erwartet. „Leidtragende sind nun Patientinnen und Patienten, die länger auf eine für sie wichtige Regelung warten müssen.“ Auch der gesundheitspolitische Sprecher der Union Jens Spahn (CDU) reagierte verärgert: Wenn die Selbstverwaltung nicht Willens oder in der Lage sei, gesetzliche Aufträge umzusetzen, führe sie sich selbst ad absurdum. „Wir sollten das nach der Wahl schnell gesetzlich regeln, denn so lange das nicht geregelt ist, werden Patienten und Ärzte unnötig verunsichert“, sagte Spahn der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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