Assanges Vater John Shipton bittet Merkel um Hilfe: “Machen Sie das, was Obama bei Chelsea Manning tat”

Der Vater von Wikileaks-Gründer Julian Assange hat Bundeskanzlerin
Angela Merkel gebeten, sich politisch für seinen Sohn einzusetzen. “Angela
Merkel kann die beste Sache der Welt machen, indem sie genau das tut, was Barack
Obama mit Chelsea Manning machte, indem sie hilft, die Strafverfolgung für
meinen Sohn zu beenden”, sagte Assanges Vater John Shipton dem “Kölner
Stadt-Anzeiger” (Freitag-Ausgabe). “Dafür hätte sie ewig meine Dankbarkeit.”
Assange sitzt in Großbritannien derzeit wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen
eine Haftstrafe ab. In den USA ist er wegen der Veröffentlichung geheimer
Dokumente und Verstößen gegen das Anti-Spionage-Gesetz angeklagt, daher gibt es
ein Auslieferungsgesucht seitens der Amerikaner. Vor Gericht machte er zuletzt
einen verwirrten Eindruck. Erst vor wenigen Tagen hatten Mediziner in einem
offenen Brief gewarnt, dass Assange aufgrund der jahrelangen Strafverfolgung
und der Haftbedingungen sterben könnte. Auch UN-Experten beklagen psychische
Folter. Sollte sein Sohn an die USA ausgeliefert werden, wäre “das sein Grab”,
sagte Shipton.

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