Auch in der Konjunkturflaute sparen Unternehmen nicht bei der Digitalisierung / Entscheider sehen deutliche Zeichen konjunktureller Abkühlung

Wenn Unternehmen konjunkturbedingt sparen müssen, bleiben
Digitalprojekte zunächst verschont. Entscheider im deutschsprachigen Raum setzen
im Fall der Fälle lieber an anderer Stelle den Rotstift an. Denn die Manager
haben erkannt: Die digitale Transformation hält das Unternehmen auch künftig in
der Erfolgsspur. Dies sind Ergebnisse der Studie Digital Value 2019, für die
Horváth & Partners 300 Führungskräfte befragt hat.

Sparprogramme zur Kostensenkung und Einstellungsstopps – so begegnet jede vierte
Führungskraft der konjunkturellen Abkühlung. Rund ein Fünftel der befragten
Entscheider kürzt die Investitionen insgesamt oder streicht Projekte allgemein.
Etwas mehr als jedes sechste Unternehmen würde Entlassungen ins Auge fassen. Nur
weniger als jede sechste Führungskraft will Digitalisierungsprojekte einfrieren
oder Investitionen in die Digitalisierung verringern.

Konjunktursorgen weit verbreitet

Die Wirtschaft sieht den Konjunkturknick kommen: Acht von zehn Unternehmen haben
in den vergangenen sechs Monaten Zeichen einer konjunkturellen Abkühlung
wahrgenommen. Knapp ein Drittel erkennt einen erhöhten Preisdruck, ein Viertel
registriert sinkende Auftragseingänge, ebenso viele verzeichnen geringere
Umsätze. Besonders starken Gegenwind spüren die Autoindustrie, die Branchen
Chemie, Öl, Pharma sowie die Medien- und Telekommunikationsbranche. Hier spüren
knapp neun von zehn Entscheidern die Auswirkungen einer rückläufigen Konjunktur.

Unter dem Eindruck der sich eintrübenden Aussichten arbeiten die Unternehmen
bereits an ihrer Strategie, um die konjunkturelle Delle zu überstehen. “Managern
ist bewusst, dass die digitale Transformation für Unternehmen erfolgskritisch
ist. Entsprechend stehen Digitalprojekte für die meisten von ihnen nicht zur
Disposition”, sagt Dr. Michael Kieninger, Sprecher des Vorstands von Horváth &
Partners. “Wer im Abschwung nicht auch noch den Anschluss verpassen will, darf
bei der Digitalisierung nicht lockerlassen.”

Digitaler Umbruch trifft alle

Dem digitalen Wandel kann sich keine Branche entziehen. Die Firmen stellen sich
auf erhebliche Umwälzungen in den kommenden fünf Jahren ein, wie die Studie
belegt. 85 Prozent der befragten Manager rechnen damit, dass sich die Dominanz
der globalen Internet- und Technologiekonzerne auf weitere Bereiche der
Wirtschaft und Gesellschaft ausdehnen wird. Eine ähnlich große Mehrheit
erwartet, dass es weitere größere Marktkonsolidierungen geben wird. Durch den
digitalen Fortschritt werden bisher erfolgreiche Geschäftsmodelle überholt. Dass
klassische Geschäftsfelder massiv beeinflusst oder gar wegbrechen werden, haben
82 Prozent der Firmenlenker erkannt, 76 Prozent sehen sich in ihrer Branche
sogar mit Disruption konfrontiert. “Was gerade noch am Markt funktionierte, wird
plötzlich nicht mehr nachgefragt. Wer sich nicht wandelt, wird verdrängt oder
geht unter. Diesen Realitäten der Digitalisierung stellen sich die Unternehmen
heute – und sind dabei, eine Antwort auf die Veränderungen zu geben”, sagt
Rainer Zierhofer, Partner bei Horváth & Partners und Leiter des
Beratungsbereichs IT Management & Transformation.

Konkrete Erfolge in greifbarer Nähe

Für die Zukunft verbinden viele Manager konkrete Chancen mit dem digitalen
Wandel: Jeweils rund ein Drittel der Entscheider meinen, digitale Lösungen
hätten das Potenzial, die Produktivität und Kosteneffizienz des Unternehmens zu
steigern. 28 Prozent erwarten in den kommenden zwölf Monaten Verbesserungen in
der Prozessqualität z.B. durch weniger Störungen, 27 Prozent eine Beschleunigung
der Prozesszeiten. Angesichts des hohen Stellenwerts der Digitalisierung in den
Unternehmen und der damit verbundenen finanziellen Aufwendungen ist diese
Annahme durchaus realistisch: Im Durchschnitt sind mehr als ein Drittel der
Investitionen mit der Digitalisierung verbunden.

Über die Studie:

Für die Studie “Digital Value 2019: Von digitalen Einzelprojekten zur
ganzheitlichen Transformation” wurden im Auftrag von Horváth & Partners rund 300
Entscheider im April und Mai 2019 online befragt. Die Teilnehmer der Studie
stammen aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern oder mit einem Jahresumsatz von
mindestens 250 Millionen Euro in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die
meisten Unternehmen gehören den Branchen Automotive, Industrie, Banken, Handel
und Technologie an.

Über Horváth & Partners

Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung
mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 900
hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich,
Rumänien, Saudi-Arabien, der Schweiz, Ungarn und den Vereinigten Arabischen
Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beratungsallianz “Cordence
Worldwide” unterstützt die Fähigkeit, Beratungsprojekte in wichtigen
Wirtschaftsregionen mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der
lokalen Gegebenheiten durchzuführen.

Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und
Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die Geschäfts- und
Funktionsbereiche Strategie, Innovation, Organisation, Vertrieb, Operations,
Controlling, Finanzen und IT. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse,
die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine
Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in
Prozessen und Systemen.

Pressekontakt:
Raphaela Reber
Horváth AG
Phoenixbau | Königstraße 5
70173 Stuttgart, Germany
Phone: +49 711 66919 3305
RReber@horvath-partners.com

Original-Content von: Horváth & Partners, übermittelt durch news aktuell

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