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Aufsichtsrats-Studie: Nach innen und außen ethisch und wertschätzend handelnde Unternehmen sind wirtschaftlich erfolgreicher / Kontrolleure sehen großen Nachholbedarf in Sachen Wertschätzung und Co.

Wertschätzungskultur und ethische Prinzipien
steigern die Profitabilität eines Unternehmens. Davon sind mehr als
neun von zehn Aufsichts- und Beiräten in der DACH-Region überzeugt.
Doch der Geschäftsalltag sieht oft anders aus: Nicht einmal jedes
fünfte Kontrollgremium beschäftigt sich in seinen Sitzungen
regelmäßig mit diesen Themen. Das sind Ergebnisse der aktuellen
Studie „Die Bedeutung von Ethik und Wertschätzungskultur für die
Arbeit von Aufsichts- und Beiräten“, für die im Auftrag der
Personalberatung Rochus Mummert Aufsichts- und Beiräte von
Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt
wurden.

Die Bankenkrise und der Dieselskandal sind prominente Beispiele
für mangelnde Kontrolle innerhalb von Unternehmen – obwohl die
jeweiligen Aufsichtsräte ihre Unternehmensleitungen geprüft und
überwacht haben. Doch während die Sitzungen der meisten
Kontrollgremien im deutschsprachigen Raum von Kennzahlen, der
Geschäftsplanung und gegebenenfalls dem Krisenmanagement geprägt
sind, stehen sogenannte weiche Themen nicht regelmäßig auf der
Agenda. Dabei beeinflussen eine Wertschätzungskultur und gelebte
ethische Prinzipien die wirtschaftliche Entwicklung eines
Unternehmens positiv.

„Unsere Studie zeigt, dass 96 Prozent der Aufsichts- und
Beiratsmitglieder bekräftigen, ein guter Zustand der
Wertschätzungskultur sowie klare und gelebte ethische Prinzipien
erhöhten die Profitabilität und stärkten die Robustheit eines
Unternehmens gegen Krisen“, erläutert Dr. Frank Döring, Studienleiter
und Partner bei der Personalberatung Rochus Mummert. „Aber wider
besseren Wissens der einzelnen Aufseher verkennen ihre Gremien als
Kontroll- und Beratungsorgane diesen wirksamen Hebel systematisch.“
So setzen sich nur 17 Prozent der Aufsichts- und Beiräte mehr oder
weniger regelmäßig mit den weichen Themen auseinander, zu denen eine
offene Kommunikation, ein individuelles, zeitnahes Feedback, eine
angstfreie Firmenkultur und Vertrauen in die Mitarbeiter ebenso
zählen wie die moralischen Grundsätze des jeweiligen Unternehmens.
Klar abgegrenzt wurde in der Studie von Schein-Wertschätzungskultur
mit etwa vordergründigen Wohltaten, „wir haben uns alle lieb-Policy“
oder „keiner wird entlassen“, da darin individuelle Bedürfnisse,
Anerkennung und individuelles Leistungsvermögen sowie klar
verständliche Ehrlichkeit schnell untergehen.

Der Nachholbedarf in den Unternehmen ist also hoch, wie die
Kontrolleure zugeben: Lediglich 19 Prozent der Teilnehmer bejahen
uneingeschränkt die Aussage, die ethischen Grundsätze würden wirklich
gelebt. Dabei belegt der Blick ins Detail den direkten Einfluss auf
den ökonomischen Erfolg: Jedes vierte Unternehmen, das eine höhere
Rendite als der Markt erwirtschaftet, verwirklicht seine ethischen
Prinzipien ohne Wenn und Aber, aber nur drei Prozent der Betriebe mit
einer unterdurchschnittlichen Rendite. Ähnlich sieht es beim Thema
Wertschätzung aus, wie die Rochus-Mummert-Studie beweist. Hier geben
insgesamt 15 Prozent der Befragten zu Protokoll, eine
Wertschätzungskultur werde „wirklich gelebt“. Dies gilt für 21
Prozent der – im Vergleich zum Wettbewerb – erfolgreicheren Betriebe
(Over-Performer) und für drei Prozent der wirtschaftlichen
Under-Performer.

„Bei Under-Performern ist der Zustand der Wertschätzungskultur und
Unternehmensethik deutlich schlechter. Die Aufsichts- und Beiräte
wissen weniger darüber und bringen diese Themen seltener auf die
Agenda ihrer Gremien“, gibt Personalexperte Döring zu bedenken. Dabei
spricht eine gelebte Wertschätzung die menschlichen Urbedürfnisse an,
anerkannt zu werden und den Sinn des eigenen Handelns zu kennen. Das
wiederum stärkt die innere Widerstandskraft des einzelnen
Beschäftigten. Dieser ist dadurch motivierter und erträgt Stress
besser, was sich in einer geringeren Krankheits- und
Fluktuationsquote äußert und letztlich die Profitabilität der Firma
steigert. „Wertschätzung und gelebte Unternehmensethik wandeln den
Mitarbeiter von der anonymen Personal-Nummer – so empfinden es
zumindest die Mitarbeiter – zur beeindruckenden Ressource“, fasst
Rochus-Mummert-Partner Döring zusammen.

Über die Aufsichtsrats-Studie

Die Aufsichtsrats-Studie „Die Bedeutung von Ethik und
Wertschätzungskultur für die Arbeit von Aufsichts- und Beiräten“
beruht auf einer Online-Befragung der Rochus Mummert Executive
Consultants von August bis Oktober 2017. Insgesamt nahmen 130
Gremienmitglieder aus einem breiten Spektrum von Unternehmensgrößen
(100 bis 100.000 Beschäftigte) teil. 48 Prozent der Teilnehmer haben
mindestens zwei Mandate inne. Da neben der persönlichen Einschätzung
der Befragten als Randinformation die Situation in den Mandatsfirmen
bzw. -gremien im Vordergrund standen, wurden letztlich gut 180
Unternehmen betrachtet. Die Mehrfachmandatsträger erleben regelmäßig
die Unterschiede auch in dem Themenfeld der Studie zwischen
profitableren und kritisch arbeitenden Unternehmen. Die befragten
Unternehmen stammen aus den wesentlichen Industriesektoren
Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (DACH-Region).
Studienleiter: Dr. Frank Döring, Partner bei Rochus Mummert Executive
Consultants in Frankfurt (Frank.Doering@RochusMummert.com).

Über Rochus Mummert (www.rochusmummert.com)

Dr. Rochus Mummert gründete vor gut 40 Jahren die heute unter der
Dachmarke Rochus Mummert firmierende Unternehmensberatung, die sich
der Gewinnung und Förderung von Management-Elite verpflichtet hat.
Seitdem wurden mehr als 35.000 Führungskräfte, Gesellschafter und
Unternehmer beraten, mehrere tausend Top-Management-Positionen
erfolgreich besetzt und zahlreiche Management-Potenzial-Analysen
sowie Management- und Gesellschafter-Beratungen durchgeführt. Die
Erfahrung des Hauses erstreckt sich auf alle Wirtschaftszweige,
Funktionen und Unternehmensgrößen – im Inland wie im Ausland, im
mittelständischen Bereich wie auch in Konzernen. Durch die Ergebnisse
der Arbeit zählt Rochus Mummert zu den Marktführern in Deutschland
und hat sich in den Top Ten der Branche etabliert.

Pressekontakt:
Arne Stuhr
corpNEWSmedia
Thöring & Stuhr
Kommunikationsberatung
Tel: +49 (0) 40 207 69 69 8-3
E-Mail: arne.stuhr@corpnewsmedia.de

Original-Content von: Rochus Mummert, übermittelt durch news aktuell

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