Aufwind für den Südwesten: Neue Industrie- und Gewerbeflächen am Flughafenareal Lahr

Aufwind für den Südwesten: Neue Industrie- und Gewerbeflächen am Flughafenareal Lahr
 

An der Grenze zu Frankreich, wo früher kanadische Soldaten stationiert waren, entsteht jetzt eines der größten und attraktivsten Entwicklungsprojekte in Süddeutschland – ohne neue Flächen zu verschlingen.

Direkt am ehemaligen kanadischen Flughafen Lahr gelegen und ideal an die Autobahn A5 angebunden: In der Oberrheinregion entwickelt der Zweckverband IGP zurzeit rund 80 Hektar für große Industrie- und Gewerbeflächen. Ab Anfang 2028 sollen sich Unternehmen dort niederlassen. Damit das möglich wird, unterstützt das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE den Zweckverband IGP dabei, das Projekt in verkehrsgünstiger Lage voranzutreiben.

Vom Militärstützpunkt zum Wirtschaftsstandort

Seit rund 30 Jahren hat der Flughafen Lahr als Militärstandort ausgedient. Nachdem die kanadischen Truppen 1994 abzogen, haben die Stadt Lahr und die umliegenden Kommunen in Form eines interkommunalen Zweckverbands das Gelände für zivile und wirtschaftliche Zwecke entwickelt – inklusive aktiv betriebenem Flughafen. Im 600 Hektar großen Gebiet, dem startkLahr Airport & Business Park Raum Lahr, haben sich seither über 140 Industrie- und Gewerbebetriebe niedergelassen. „Diese Flächen haben wir in den letzten Jahren weitgehend entwickelt und aufgesiedelt“, erklärt Daniel Halter, Geschäftsführer der Bewirtschaftungsgesellschaft startkLahr/IGZ GmbH und Verbandsdirektor des Zweckverbands. „Um auch in Zukunft Anfragen von nationalen und internationalen Unternehmen bedienen zu können, muss der Zweckverband sich weiter nachhaltig ausrichten. Das Gebiet zu entwickeln ist eine Mehrgenerationenaufgabe“, verdeutlicht er. Deshalb erschließt der Zweckverband weitere Flächen im Norden des Areals zwischen der Autobahn A5 und der Start- und Landebahn.

Zusammenhängende Flächen ermöglichen große Unternehmensstandorte

Bevor der Bebauungsplan aufgestellt wurde, haben sich Grundstückseigentümer und Planer damit auseinandergesetzt, wie das Gebiet künftig strukturiert und gegliedert werden soll. Die daraus entstandene planerische Grundlage zeigt auf, wie es sich verkehrlich und städtebaulich in die Umgebung einbinden lässt. Dabei besteht die Hauptaufgabe darin, die Flächen ökonomisch und ökologisch nachhaltig zu entwickeln, und gleichzeitig eine klare Strategie zu verfolgen: „Im Zweckverbandsareal schaffen wir vorrangig Flächen für größere Unternehmen, die sich in der Region ansonsten nur schwer integrieren lassen“, sagt Daniel Halter. Die für sie vorgesehenen Grundstücksgrößen liegen zwischen zwei und drei Hektar. Es sollen sich Produktionsunternehmen verschiedener Branchen ansiedeln.

Das neue Areal im Überblick

Im Norden grenzt das Plangebiet an die Landesstraße 118, im Osten an das Flugfeld des Flughafens Lahr, und im Süden an den Logistikstandort von Zalando. Westlich schließt es über die Autobahnzufahrt Lahr/Schwarzwald an die Bundesautobahn A5 an. Zurzeit befinden sich im Plangebiet noch ehemalige Militärgebäude und befestigte Fahrbahnen des früheren Militärflughafens. „Der Zweckverband IGP hat schon damit begonnen, diese Gebäude rückzubauen; bereits 2024 haben die Arbeiten an den ehemaligen Flugzeugbunkern gestartet“, so Lukas Hach, Projektleiter und Experte für Flächenentwicklung bei Drees & Sommer, der das Projekt seit vier Jahren begleitet. Das in großer Menge anfallende Material, das hauptsächlich Beton beinhaltet, soll im Plangebiet bei den Erschließungsarbeiten weiterverwendet werden.

Ein Projekt mit Schubkraft

Um die Flächen zu entwickeln, investiert der Zweckverband in den nächsten Jahren rund 29 Millionen Euro. Dass sich das lohnen wird, ist sich Daniel Halter sicher: „Mit den neuen Industrie- und Gewerbeflächen schaffen wir die Grundlage dafür, dass Unternehmen sich hier ansiedeln können und dadurch in der Region viele Arbeitsplätze entstehen.“ Die neuen Flächen leisten so einen Beitrag für die lokale Wirtschaft, sichern langfristige Steuereinnahmen und können zusätzliche Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Mobilität ermöglichen.

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