BAP Job-Navigator 11/2019:»Top 5 gesuchte Berufe« / Die meistgesuchten Berufsprofile im Bereich Gesundheit, Medizin und Soziales, Bauwesen und Handwerk und bei den technischen Berufen

Welche Fachkräfte werden in Deutschland am stärksten nachgefragt
und haben damit die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Der BAP Job-Navigator
hat die im Oktober veröffentlichten Stellenangebote (1.106.912 Jobs) in den drei
Berufsgruppen Gesundheit, Medizin und Soziales, Bauwesen und Handwerk sowie
technische Berufe genauer betrachtet und ein Ranking der Top 5 gesuchten Berufe
erstellt.

Altenpfleger werden nach wie vor händeringend gesucht

In der Berufsgruppe Gesundheit, Medizin und Soziales wird das Ranking von
Altenpflegern und Altenpflegehelfern mit 22.536 Jobs angeführt. Mit geringem
Abstand auf Platz zwei liegen mit 20.506 Jobs Gesundheits- und Krankenpfleger.
Examinierten Pflegekräften standen rund 13.260 Jobs zur Verfügung. Ebenfalls
gefragt sind Erzieher mit 11.776 Jobs, gefolgt von pädagogischen Fachkräften und
Sozialpädagogen mit 10.370 Jobs.

Insgesamt nimmt der Bedarf an Pflegekräften und Betreuern immer mehr zu. Um aber
in diesem Bereich erfolgreich Personal rekrutieren zu können, mussten die
Arbeitgeber bereits mit Anreizen reagieren: Der Anteil der unbefristeten Stellen
ist in der Berufsgruppe besonders hoch. Somit gelten diese Berufe als sicherer
Arbeitsplatz, was Arbeitnehmer eine gewisse Planungssicherheit verspricht. 93,5
Prozent aller Stellenanzeigen für Altenpfleger und Altenpflegehelfer sind
unbefristet; bei den Gesundheits- und Krankenpflegern liegt der Anteil sogar bei
fast 97 Prozent. Damit werden Arbeitnehmern in den Gesundheitsberufen
überdurchschnittlich oft unbefristete Arbeitsverträge angeboten, denn insgesamt
lag der Anteil aller unbefristeten Stellenanzeigen in Deutschland im Oktober bei
82,8 Prozent.

Trotz Konjunkturschwankungen weiterhin viele Produktionshelfer und -mitarbeiter
gesucht

Im Oktober wurden insgesamt 234.218 Jobs in der Berufsgruppe Bauwesen und
Handwerk ausgeschrieben, dies entspricht 21 Prozent am Gesamtmarkt. Trotz der
zunehmenden Automatisierung richteten sich die meisten Jobs an Produktionshelfer
und -mitarbeiter (16.496 Jobs). Von der Annahme, dass diese Arbeitnehmer in
Zukunft von Maschinen und Robotern ersetzt werden, ist also auf dem Arbeitsmarkt
bisher wenig zu spüren. Für nicht-automatisierte Arbeitsschritte werden
weiterhin Menschen benötigt.

Auf den folgenden Plätzen rangieren klassische Ausbildungsberufe: Für
Elektroniker wurden 9.970 Jobs veröffentlicht. Ebenfalls erfolgsversprechende
Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben Lackierer und Maler mit rund 8.608
Jobs, Schweißer mit 6.277 Jobs sowie Schreiner und Tischler mit 5.525 Jobs.

Auch die meistgesuchten technischen Berufe werden von Nicht-Akademikern
angeführt

Innerhalb der technischen Berufe wurden am meisten Industriemechaniker (10.595
Jobs) gesucht. Die hohe Nachfrage liegt voraussichtlich daran, dass der Beruf
vielseitige Einsatzmöglichkeiten im verarbeitenden Gewerbe bietet.

Ein verwandter Beruf, der Anlagenmechaniker, folgt mit rund 7.313 Jobangeboten.
Im Gegensatz zu Industriemechanikern wird er verstärkt am Bau und in der
Gebäudetechnik benötigt. Mechatroniker sind am dritthäufigsten gefragt, hier
wurden im Oktober 6.900 Jobs vergeben. Den größten Bedarf an Ingenieuren gibt es
in den Bereichen Bau (6.549 Jobs) und Elektro (5.767 Jobs). Grund dafür ist
unter anderem die Digitalisierung: Die Produktion von Maschinen, Fahrzeugen und
anderen Geräten wird immer weiter automatisiert und erfordert zunehmend digitale
Programmier- und Konstruktionsabläufe. Insgesamt wurden im Oktober 200.118
technische Berufe ausgeschrieben.

Immer mehr Unternehmen setzen auf Personaldienstleister

Die Auswertung der drei Berufsgruppen spiegelt deutlich den akuten
Fachkräftemangel wider. Immer mehr Unternehmen bauen deshalb auf die
professionelle Unterstützung von Personaldienstleistern und Zeitarbeitsfirmen.
Zum Beispiel wurden allein 87,4 Prozent der Stellen für Produktionshelfer und
-mitarbeiter über Personaldienstleister ausgeschrieben. Ähnlich hoch lag der
Anteil bei den Industriemechanikern (73,9 Prozent).

“Immer mehr Unternehmen erkennen, dass sie die Mitarbeitergewinnung nicht mehr
alleine bewältigen können und suchen sich Unterstützung bei den
Personaldienstleistern”, so Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des
Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister e.V. (BAP). “Es sieht auch
derzeit nicht danach aus, dass sich die Arbeitsmarktsituation insbesondere in
diesem Bereich mittelfristig entspannt.”

Grafik zur Meldung: https://bit.ly/2CDZH7V

Über den BAP Job-Navigator

Der BAP Job-Navigator wertet monatlich die Stellenangebote aus 194 Printmedien,
164 Online-Jobbörsen, mehr als 30.000 Firmenwebsites und der Jobbörse der
Bundesagentur für Arbeit aus. Im Zeitraum Oktober 2019 wurden insgesamt
1.106.912 Stellenanzeigen von 161.562 Unternehmen analysiert. Wenn mehrere
Anzeigen für eine Stelle geschaltet wurden, wurden diese zusammengefasst und
nicht mehrfach gezählt.

Über den BAP

Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e. V. (BAP) ist die
führende Interessenvertretung der Personaldienstleistungs- und
Zeitarbeitsbranche in Deutschland. Im BAP sind ca. 2.000 Mitglieder mit über
4.600 Personaldienstleistungsbetrieben organisiert. Informationen zum Verband
finden Sie unter www.personaldienstleister.de.

Pressekontakt:
Tobias Hintersatz
Abteilung Presse
Marketing | Öffentlichkeitsarbeit

Bundesarbeitgeberverband der
Personaldienstleister e.V. (BAP)
Universitätsstr. 2-3a
10117 Berlin

Telefon: +49 30 206098 – 30
Telefax: +49 30 206098 – 70

E-Mail: presse@personaldienstleister.de
Internet: www.personaldienstleister.de

Original-Content von: Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP), übermittelt durch news aktuell

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