Bayern wieder häufiger krank – Arbeitsunfähigkeit nach Region, Wirtschaftsbranche und Diagnose

Die krankheitsbedingten Fehltage in Bayern nehmen zu. Im zurückliegenden Jahr fehlte in Bayern ein beschäftigtes Mitglied der Betriebskrankenkassen (BKK) durchschnittlich an 16,6 Tagen; der Krankenstand lag bei 4,54 Prozent (Basis: 365 Tage). Bundesweit liegen die Krankentage um zwei Kalendertage darüber (18,4 Tage). Nach Baden-Württemberg und Hamburg fällt Bayern damit vom zweiten auf den dritten Platz im bundesweiten Vergleich der Arbeitsunfähigkeitsstatistik (AU-Statistik). Auch innerhalb Bayerns gibt es große regionale Unterschiede. Vielfältig ist das Krankheitsgeschehen zudem hinsichtlich der Diagnosen und der betroffenen Wirtschaftsgruppen. Der BKK Landesverband Bayern hat die AU-Statistik des Gesamtjahrs 2019 auf verschiedenen Ebenen analysiert.

Bayern zeigt Nord-Süd-Gefälle beim Krankenstand

Im Norden des Freistaats sind die Krankheitstage traditionell höher. Mit 19,3 Kalendertagen führt der Bezirk Oberfranken die Statistik an, gefolgt von Unterfranken (19 Tage), Oberpfalz (17,5 Tage), Niederbayern (17,1 Tage), Mittelfranken und Schwaben (16,9 Tage). Oberbayern liegt mit weitem Abstand bei durchschnittlich 14,6 Kalendertagen im Jahr.

Auf Kreisebene betrachtet stellt der Landkreis Coburg mit 23 Kalendertagen die Hochburg in der diesjährigen AU-Auswertung dar. Die wenigsten Krankheitszeiten verzeichnen die Starnberger mit 11,6 Tagen im Kalenderjahr. Eine Gesamtübersicht der regionalen AU-Statistik der beschäftigten BKK-Mitglieder findet sich im Grafik- und Tabellenanhang zur Presseinformation.

Hohe Fehltage bei besonders belastenden Berufen

Berufsgruppen, die bei Wind und Wetter auf Bayerns Straßen aktiv sind, gelten als besonders belastet. Zu Recht: Im Bereich der Briefzustellung, der Abfallentsorgung und im Überlandverkehr sind die Krankmeldungen überdurchschnittlich hoch. Postbotinnen und Paketboten führen dabei die Statistik mit 24,5 Krankheitstagen im Jahr an. Gleich dahinter folgen Kraftfahrer und -fahrerinnen mit 23,4 Tagen sowie Beschäftigte im Bereich Abfallentsorgung und Recycling mit 23,3 Tagen.

Vergleichsweise wenige Krankentage verzeichnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Informationsdienstleistungen (9,6 Tage), Verlage und Medien (10,3 Tage) sowie Dienstleistungsberufe im freiberuflich wissenschaftlichen und technischen Bereich (10,6 Tage).

Erkrankungen mit psychischer Diagnose steigen an

Nach Diagnosegruppen betrachtet spielen auch in Bayern Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems die bedeutendste Rolle. Von den durchschnittlich 16,6 Arbeitsunfähigkeitstagen, welche die in Bayern lebenden beschäftigten BKK-Mitglieder verzeichnen, entfallen auf Rücken und Co. ein knappes Viertel. Seit Jahren nimmt jedoch die Bedeutung psychischer Erkrankungen zu. Diese rangieren inzwischen an zweiter Stelle und tragen mit 2,7 Tagen einen großen Anteil in der Gesamtstatistik. Psychische Erkrankungen zählen inzwischen zu den langwierigsten Erkrankungen: 38,2 Tage fallen im Durchschnitt bei einer psychischen Störung an; Frauen sind weitaus häufiger betroffen, als ihre männlichen Kollegen.

Einen hohen Anteil am Krankheitsgeschehen haben auch im Jahr vor Covid-19 Atemwegserkrankungen. Sie sind fallmäßig die häufigste Krankheitsart, aber von jeweils vergleichsweiser kurzer Dauer. Insgesamt fallen somit 2,4 Krankheitstage im Durchschnitt je beschäftigtes Mitglied auf Husten, Schnupfen und andere Atemwegserkrankungen.

Gesund bleiben, gesund werden: Unterstützung der Betriebskrankenkassen

Die Betriebskrankenkassen in Bayern unterstützen ihre Versicherten dabei, gesund zu bleiben und im Krankheitsfall gesund zu werden. Informationen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung, zu Präventionsangeboten in den Lebenswelten und zu innovativen Versorgungsangeboten sind auf http://www.bkk-bayern.de zu finden.

Hintergrund zu den Daten:

Die Betriebskrankenkassen analysieren seit über vierzig Jahren die krankheitsbedingten Fehlzeiten in Deutschland. In die repräsentative Auswertung der 2019er-Zahlen flossen die Daten von rund 40 Prozent der 2,4 Millionen BKK-Versicherten in Bayern ein.

Krankenstand ist der prozentuale Anteil der Krankgeschriebenen je Kalendertag. Für den betrachteten Zeitraum (2019) berechnet sich dieser in Bayern bei den beschäftigten Mitgliedern so: 16,6 Krankheitstage gemessen an 365 Kalendertagen entsprechen einem Krankenstand von 4,54 Prozent.

Weiteres Zahlenmaterial auf den Presseseiten unter http://www.bkk-bayern.de .

Pressekontakt:

Ansprechpartnerin:

Manuela Osterloh
Pressesprecherin
Leiterin Kommunikation und Prävention

Tel.: +49 89 74579-421| Mobil: 0151 1516 2172
E-Mail: mailto:osterloh@bkk-lv-bayern.de | http://www.bkk-bayern.de
E-Mail: mailto:presse@bkk-lv-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/77668/4780730
OTS: BKK Landesverband Bayern

Original-Content von: BKK Landesverband Bayern, übermittelt durch news aktuell

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