Erst das Schaf, dann der Affe und schließlich der
Mensch? Die Erfolgsmeldung der chinesischen Forscher, die Affen
geklont haben, alarmiert. Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu
sehen, dass der Schritt vom Java-Äffchen zum Menschenaffen und weiter
zum Menschen nicht weit ist. Und es ist kein Geheimnis, dass es
genügend ehrgeizige wie skrupellose Forscher gibt, die auf ethische
Bedenken pfeifen. Angst ist kein guter Ratgeber, heißt es. In diesem
Fall aber trifft das nicht zu: Die Angst vor unkontrollierbaren
Folgen der Forschung am menschlichen Erbgut, vor dem Ende der
Wertewelt, wie wir sie kennen – diese Angst hat schon oft dazu
geführt, dass die Gesellschaft Stoppschilder aufgestellt hat: Bis
hierhin und nicht weiter. Und zwar nicht aus dem Bauch heraus,
sondern nach intensiver ethischer Debatte.
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