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BERLINER MORGENPOST: Fairer Umgang statt Kolonialzeit / Kommentar von Joachim Fahrun

Dass im Krieg Beute gemacht wird, war lange völlig
normal. Dass man geraubte Kulturgüter zurückgibt, wenn sich die
Verhältnisse geändert haben, ist zumindest für den Zweiten Weltkrieg
im Grunde unbestritten. Für die Kolonialzeit, diese Epoche
gewaltsamer Inbesitznahme überseeischer Territorien, die in
Deutschland viel kürzer währte als in Frankreich oder Großbritannien,
sieht die Lage komplizierter aus. Gerade deswegen ist es richtig,
über den Umgang mit Kunstgegenständen nachzudenken, die im späten 19.
und frühen 20. Jahrhundert ihren Weg auch in Berliner Museen und
Sammlungen fanden. Zum kritischen Umgang mit unserem kolonialen Erbe
gehört aber auch, aggressive Kolonialisten nicht länger mit Berliner
Straßennamen zu ehren, auch wenn das für Anwohner unbequem sein mag.

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell

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