BERLINER MORGENPOST: Grütters macht den Weg frei / Kommentar von Christine Richter zu Monika Grütters

Kurzform: Die Berliner CDU muss in Berlin Profil
zeigen. Und deutlich machen, was sie anders und besser machen will
als die rot-rot-grüne Koalition. Kai Wegner, der von vielen
Kreisverbänden unterstützt wird, ist sicher nicht so sehr am roten
Teppich zu Hause wie Monika Grütters. Aber dort gewinnt man auch
keine Abgeordnetenhauswahl, die gewinnt man nur, wenn man mit der
Arbeit vor Ort überzeugt hat. An der Basis kennt sich Wegner aus. Und
er kennt seine Stärken und Schwächen, wird wohl sicherlich – auch
wenn er anderes sagt – nicht als Spitzenkandidat bei der Berlin-Wahl
2021 antreten. Friedrich Merz, über den in den letzten Tagen
spekuliert wurde, auch nicht. Nun ist es Zeit, die CDU in Berlin
wieder zu einen – und den richtigen Mann oder die richtige Frau für
2021 zu suchen.

Der vollständige Kommentar: Das ging schnell: Monika Grütters,
seit zweieinhalb Jahren CDU-Landesvorsitzende in Berlin, macht den
Weg frei für ihren Herausforderer Kai Wegner. Wegner,
Bundestagsabgeordneter aus Spandau und ehemaliger Generalsekretär,
hatte erst vor einer Woche erklärt, dass auch er am 18. Mai für den
Landesvorsitz antreten werde. Nun sind die Fronten schon bereinigt,
die CDU vermeidet einen anstrengenden Machtkampf. Grütters Rückzug
geht mit der Einsicht daher, dass sie am 18. Mai wohl abgewählt
worden wäre. Denn sie ist zwar eine sehr gute Kulturstaatsministerin,
in der Berliner CDU aber nahm sie ihre Führungsrolle nicht an. In den
zweieinhalb Jahren interessierte sie sich zu wenig für die Berliner
Probleme, war in der Auseinandersetzung mit dem rot-rot-grünen Senat
nicht präsent, sondern vermittelte den CDU-Funktionären und
Mitgliedern meist den Eindruck, dass sie gar nicht ins Rote Rathaus
will. Das Kanzleramt, dort, wo sie als Staatsministerin wirken kann,
das ist der Ort, an dem sich Grütters wohlfühlt. Die Berliner CDU
aber muss in Berlin Profil zeigen. Und deutlich machen, was sie
anders und besser machen will als die rot-rot-grüne Koalition. Kai
Wegner, der von vielen Kreisverbänden unterstützt wird, ist sicher
nicht so sehr am roten Teppich zu Hause wie Monika Grütters. Aber
dort gewinnt man auch keine Abgeordnetenhauswahl, die gewinnt man
nur, wenn man mit der Arbeit vor Ort überzeugt hat. An der Basis
kennt sich Wegner aus. Und er kennt seine Stärken und Schwächen, wird
wohl sicherlich – auch wenn er anderes sagt – nicht als
Spitzenkandidat bei der Berlin-Wahl 2021 antreten. Friedrich Merz,
über den in den letzten Tagen spekuliert wurde, auch nicht. Nun ist
es Zeit, die CDU in Berlin wieder zu einen – und den richtigen Mann
oder die richtige Frau für 2021 zu suchen.

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