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BERLINER MORGENPOST: Zahltag bei der Sparkasse – Kommentar von Jürgen Stüber

Die neue Gebührenstruktur der Berliner Sparkasse
bestraft alle Kunden, die Dienstleistungen einer Filiale
beanspruchen. Sei es, dass die Kunden das Onlinebanking ablehnen oder
damit überfordert sind, es zu erlernen. Sei es, dass sie
vordergründig kostenfreie Hilfe und Ansprache eines Kundenberaters
bei ihren Bankgeschäften benötigen oder komplexe Anforderungen
stellen. Diese Kundengruppe wird knallhart abkassiert – mit sieben
Euro pro Monat beziehungsweise 84 Euro im Jahr.

Ein Kalkül hierbei ist die Trägheit der Kunden. Auch wenn Banken
neuerdings den Kontowechsel erleichtern müssen, werden viele Kunden
alles beim Alten belassen und grummelnd die Gebühren zahlen: Denn der
Kontowechsel setzt voraus, dass der Kunde den Markt analysiert. Und
das ist nicht einfach.

Dahinter steht ein weiteres Kalkül: der Versuch, die Kunden zum
Onlinebanking zu bewegen. Aber auch das kostet bei der Sparkasse drei
Euro pro Monat. Direktbanken und eingeschränkt auch die Commerzbank
bieten das kostenfrei an. Andererseits ist dabei aber die Dichte des
kostenfrei nutzbaren Geldautomatennetzes der Sparkassenorganisation
ein Komfortfaktor. Bankdienstleistungen gibt es eben nicht zum
Nulltarif.

Der ganze Kommentar im Internet unter: www.morgenpost.de/208277347

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

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