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Berliner Politiker gegen Verkauf der Commerzbank

Im Bundestag gibt es derzeit wohl keine Mehrheit für einen Ausstieg des Bundes bei der Commerzbank: „Wir sollten unsere Anteile nicht verscherbeln, die Restrukturierung des Instituts braucht Zeit“, sagte FDP-Fraktionsvize Florian Toncar dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. Auch Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick fordert: „Es muss eine Lösung geben, die dem langfristigen Interesse der Steuerzahler entspricht. Es geht nicht um ein paar Monate mehr oder weniger, sondern um den strategisch besten Zeitpunkt für einen Ausstieg.“ Ähnlich äußert sich SPD-Chefhaushälter Carsten Schneider: „Wir sollten die Bank weiter konsolidieren, Hauruck-Aktionen bringen nur Verunsicherung.“ In der vergangenen Woche machten Spekulationen die Runde, der Bund wolle sich von seinem 17-Prozent-Anteil an der Commerzbank trennen. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe bereits bei der Schweizer Großbank UBS vorgefühlt, hieß es. Ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt wäre allerdings ein schlechtes Geschäft: Das Aktienpaket an der zweitgrößten deutschen Bank ist nur noch rund 1,2 Milliarden Euro wert. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise hatte der Bund mehr als fünf Milliarden Euro in das Institut gepumpt.

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