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Branchenzahlen 2014: Factoringumsätze steigen weiter

Die Umsätze der Mitglieder des Deutschen
Factoring-Verbandes e.V. stiegen in 2014 um 10,8 Prozent auf 189,8
Mrd. Euro an. Auf Kundenseite wird Factoring immer beliebter: 18.900
Kunden nutzen bereits die Vorteile des Factorings. Die
Factoring-Quote ist auf mittlerweile 6,5 Prozent angestiegen.

Factoring konnte in 2014 an das erfreuliche Ergebnis des Vorjahres
anknüpfen und den Zuwachs von 8,8 Prozent nochmals um weitere zwei
Prozent steigern. In 2014 stieg das Factoring-Volumen somit insgesamt
um 10,8 Prozent auf eine neue Bestmarke von 189,8 Mrd. Euro an. „Das
Forderungsankaufsvolumen der Mitglieder des Verbandes knackt damit
fast die 190 Mrd. Euro-Grenze, die 200 Mrd.-Marke liegt greifbar
nah“, erwartet Joachim Secker, Sprecher des Vorstandes des Deutschen
Factoring-Verbandes e.V. Gerade weil die deutsche Wirtschaft in 2014
„nur“ um 1,6 Prozent wuchs, offenbart der stolze Zuwachs von fast 11
Prozent im Factoring die Bedeutung, die Factoring als
Finanzdienstleistung zwischenzeitlich erreicht hat.

Aufgrund des erfreulichen Umsatzwachstums stieg auch die
Factoring-Quote, also das Verhältnis zwischen dem angekauften
Forderungsvolumen (gemessen alleine am Umsatz der
Mitgliedsunternehmen des Deutschen Factoring-Verbandes e.V.) und dem
Bruttoinlandsprodukt (BIP), im Ergebnis auf 6,5 Prozent an. Der
Umsatz der 24 Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes e.V.
bedient mittlerweile also über sechs Prozent des gesamten deutschen
Bruttoinlandsproduktes! Die Mitglieder des Verbandes stehen dabei für
rund 90 Prozent des gesamten deutschen Factoring-Marktes.

Auch auf Kundenseite wird Factoring immer beliebter, gerade aus
dem Mittelstand nutzen immer mehr Kunden Factoring als Teil Ihres
Finanzierungsmixes. In 2014 stieg die Kundenanzahl auf 18.900 und
somit um knapp sieben Prozent.

Internationales Factoring

Besonders im Export-Factoring boomte das Geschäft (plus 19,6
Prozent auf 44,8 Mrd. Euro), wofür nicht nur der niedrige Euro-Kurs
verantwortlich war. Das Importgeschäft wuchs um 4,8 Prozent auf
nunmehr 3,3 Mrd. Euro.

Die Finanzmarktkrise ist im europäischen Markt nach wie vor
praktisch relevant, dies zeigen auch die in Teilen geänderten
Rankings der wichtigsten Partnerländer im Factoring: In den
traditionell wichtigsten Partnerregionen (Osteuropa, Benelux aber
erfreulicherweise auch Frankreich) gab es zwar keine Veränderungen,
Spanien ist allerdings um zwei Positionen gesunken (nun Platz zehn),
und Griechenland ist auf die vorletzte Position abgefallen.
Skandinavien konnte sich weiter um zwei Plätze nach vorne verbessern
und liegt nun auf Platz sieben. Am auffälligsten hat sich Asien
entwickelt – diese Region ist gleich um sieben Positionen gestiegen
(nun an vierter Stelle im Länderranking des Deutschen
Factoring-Verbandes).

Factoring-Branchen und Volumen

Die Top 5 der wichtigsten Schwerpunktbranchen im Factoring blieben
weitgehend unverändert: Es dominieren weiterhin
Handel/Handelsvermittlung, Herstellung von
Metallerzeugnissen/Maschinenbau, Dienstleistungen, Fahrzeugbau und
das Ernährungsgewerbe. Die Herstellung von chemischen Erzeugnissen
hat sich um stolze vier Positionen (nun Platz acht) verbessert. Dies
ist ein Beleg für die in 2014 expandierende Exportindustrie „Made in
Germany“.

Bezogen auf das Umsatzvolumen nahm in 2014 der Anteil des
Full-Service-Factorings zu, und zwar um 2,5 Prozentpunkte auf 18,6
Prozent. Die Inhouse-Variante des Factoring-Geschäfts nahm um 2,4
Prozentpunkte auf 75,6 Prozent ab, fast reziprok zur Zunahme im
Fullservice-Sektor. Möglicher Hintergrund ist die verstärkte Öffnung
zugunsten des mittelständischen Factorings. Praktisch unverändert
(minus 0,1 Prozentpunkte) war das Fälligkeits-Factoring mit nun 5,8
Prozent.

Ausblick

Für 2015 ist davon auszugehen, dass der Prozess der
Marktkonsolidierung und Anbieterbereinigung anhalten wird. Dennoch
dürften die grundsätzlichen Aussichten für die führenden Anbieter im
Factoring für die mittelfristige Zukunft positiv ausfallen. Die
Mitglieder des Verbandes gehen so auch hinsichtlich der künftigen
Entwicklung im Wesentlichen mit verhaltenem Optimismus ins Jahr 2015:
50 Prozent der Mitglieder sehen eine „gute “ Entwicklung, weitere
knapp 41 Prozent sehen eine jedenfalls „befriedigende“
Geschäftsentwicklung voraus. In 2013 waren es allerdings noch 64
Prozent der Mitgliedsunternehmen, die von einer „guten“ Entwicklung
ausgingen. Für die deutsche Factoring-Branche dürfte 2015 damit ein
eher anspruchsvolleres Jahr werden. Factoring bleibt ein stabiler
Anker in der deutschen Mittelstandsfinanzierung.

Pressekontakt:
Deutscher Factoring-Verband e.V.
RA Dr. jur. Alexander M. Moseschus, Verbandsgeschäftsführer
Behrenstr. 73, 10117 Berlin
Telefon: 030-20 654 654, Fax: 030-20 654 656
E-Mail: kontakt@factoring.de

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