Das Office nach Corona – ein Paradigmenwechsel der Arbeitsplatzkultur

Nicht nur der aktuelle Lockdown macht deutlich: Das Homeoffice wird ein Teil unserer künftigen Arbeitswelt. Doch wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? Wie werden wir die Zusammenarbeit künftig gestalten? Und wie kann das Büro für die Mitarbeitenden zur „Kulturtankstelle“ werden und zur Mitarbeiterbindung beitragen?

Das Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work? und der Hausacher Bürodienstleister Streit Service & Solution geben mit einem integrativen Prozessmodell Antworten auf diese Fragen. Für Unternehmen werden vier Kernbereiche in den Fokus rücken: Kultur, Führung, Raum und Technik!

Die Begriffe Home und Office waren in früheren Zeiten nicht nur semantischer voneinander getrennt, vielmehr definierten sie eine Grenze zwischen zwei Lebensbereichen der Menschen.

Mit Beginn der Coronakrise hat sich all dies verändert, wurde die Pandemie notgedrungen zum Treiber alternativer Arbeitsformen, wurde der heimische Küchentisch zum Arbeitsplatz, die Kaffeepause digital. Mitarbeitende wie Unternehmen wurden damit vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Aktuelle Umfragen und zahlreiche Studien belegen nun, dass es nicht nur vielen Unternehmen gelungen ist, die diversen Hürden bei der Organisation und Umsetzung hybrider Arbeitsweisen erst einmal zu meistern, sondern immer mehr Mitarbeitende die Vorteile des Arbeitens von Zuhause zu schätzen wissen. Laut einer Studie der Universität Konstanz, bei der 699 Personen befragt wurden, wünschen sich 92 % der Befragten auch nach der Coronakrise weitere Homeoffice Möglichkeiten; 42 % könnten sich hier sogar 2 bis 3 Tage in der Woche vorstellen.

Auch wenn einige Großunternehmen hybride Arbeitsweisen schon lange erfolgreich praktizieren, fehlt es der Mehrzahl der Unternehmen jedoch an Strategien und Know-how für den Einstieg in die Arbeitswelt der Zukunft. Aber wie sieht diese Arbeitswelt nach Corona aus? Wie werden wir die Zusammenarbeit künftig gestalten? Welchen Raumbedarf werden wir überhaupt noch haben, wenn ein Teil der Mitarbeitenden aus dem Homeoffice arbeitet und vor allem, wie muss dieser gestaltet sein? Welche Bedeutung hat Raum, wenn er zum identitätsstiftenden Moment im Sinne einer Gemeinschaft von Mitarbeitenden werden soll?

Hier setzt das Kooperationsprojekt von Great Place to Work? und Streit Service & Solution an. Ende Juli veranstalteten sie einen gemeinsamen Experten Roundtable zur Frage, wie sich die Arbeitswelt verändern wird. Bereits kurz nach Veröffentlichung war die Online-Veranstaltung mit über 100 Teilnehmenden ausgebucht. Ein Zeichen dafür, dass viele Unternehmen verstanden haben, dass sie neue Wege gehen müssen und dringenden Beratungs- und Handlungsbedarf haben. Hierfür haben nun die beiden Unternehmen ein integratives Prozessmodell entwickelt.

Anstelle von Präsenzkultur tritt Vertrauenskultur

„Wir können die Krise als Chance nutzen, um uns für neue Arbeitsmodelle zu öffnen und uns für die Zukunft vorbereiten. Dafür werden wir aber eine neue, veränderte Unternehmenskultur in den Unternehmen benötigen. Sie macht agiles Arbeiten erst möglich. Das schönste Büro wird zur leeren Hülle, wenn die Kultur dazu nicht stimmt,“ erläutert Andreas Schubert, geschäftsführender Gesellschafter von Great Place to Work? Deutschland. „Anstelle von Präsenzkultur tritt Vertrauenskultur. Die Führung durch Kontrolle wird in der neuen dezentralen Struktur nicht mehr funktionieren. Unternehmen müssen Führungskräfte unterstützen, eine neue Kultur zu etablieren, die Mitarbeitende für eine höhere Eigenverantwortung, -steuerung und -entscheidung unterstützt.“

Bereits im Zeitraum von März bis Mai 2020 hat Great Place to Work? Deutschland eine Pulsbefragung mit 31 Unternehmen und insgesamt 4.444 Befragungsteilnehmer/innen durchgeführt. Mithilfe der Plattform „Emprising“, einer neuen innovativen „Software-as-a-Service“, ist es möglich, zu jedem Zeitpunkt Mitarbeiter-, Führungskräfte-, und Zielgruppenbefragungen durchzuführen, Stimmungsbarometer und Feedbacks einzuholen. Die meisten der befragten Unternehmen wurden bereits für ihre exzellente Arbeitsplatzkultur ausgezeichnet. Über 85 % der Befragten fanden, dass ihr Unternehmen die Krise gut meistert, direkte Führungskräfte gut erreichbar sind und ein „normales Arbeiten“ möglich ist.

Das Homeoffice wird „New Normal“

Andreas Schubert ist vom Ergebnis der Umfrage nicht überrascht: „Dort wo eine gute Arbeitsplatzkultur gelebt wird, ist die Bindung der Mitarbeitenden und das Engagement, auch in Krisenzeiten, sehr hoch. Nun müssen aber die Weichen gestellt werden. Interimslösungen werden auf Dauer nicht funktionieren. Das Homeoffice wird in Zukunft zum „New Normal“. Für Unternehmen werden vier Kernbereiche in den Fokus rücken: Kultur, Führung, Raum und Technik! Das gemeinsame Prozessmodell von Great Place to Work? und Streit Service & Solution zeigt hierfür Lösungen auf.“

Das Büro muss zur „Kulturtankstelle“ werden, wo Unternehmenswerte durch gute Interaktion erlebbar werden

„Wir brauchen unsere Büros als Kulturtankstelle und soziale Heimat der Arbeitnehmer, als Ort der sozialen Kontakte und kollegialem Austausch,“ erläutert Clemens Imberi, Leiter der Business Unit Streit inhouse. „Durch die zunehmende Flexibilisierung, Etablierung von agilen Arbeitsweisen und erforderlicher Kreativität müssen auch die Raumkonzepte den Anforderungen gewachsen sein. Unternehmenskultur muss im Raum spürbar sein – durch Architektur, Möblierung, Arbeitsplatzgestaltung, Raumangebote, die Bilderwelt. Wir sehen die Zukunft in Multispace-Büros“, so Clemens Imberi weiter, „vom workflowbasiertem Dokumentenmanagement bis hin zu digitalen Raumbuchungssystemen und Collaboration-Tools müssen die Arbeitswelten der Zukunft digital gestärkt werden.“

Und Andreas Schubert ergänzt: „Die zukünftigen Arbeitsräume müssen die Unternehmens- und Arbeitskultur widerspiegeln und die Beziehungsqualität unterstützen. Sie werden zur –Dockingstation–, zur Basis, in der die gemeinsamen Unternehmensziele definiert und umgesetzt werden. Begegnung und Austausch, aber auch Raum für ein vertrauliches Gespräch, sind essenziell für die Mitarbeitenden.“

Abgestimmte digitale Tools und Infrastruktur sind Voraussetzung

Clemens Imberi betont, dass allein die Gestaltung der Büroräume nicht ausreicht. Das Thema Digitalisierung ist zwingend für ein stimmiges Gesamtkonzept erforderlich. Angefangen von einer perfekten WLAN-Ausleuchtung im gesamten Raum über Datensicherheitskonzepten und workflowbasiertem Dokumentenmanagement bis hin zu digitalen Raumbuchungssystemen und Collaboration-Tools müssen die Arbeitswelten der Zukunft digital gestärkt werden.

Bereitschaft zur Veränderung und Partizipation sind der Schlüssel

Das Angebot von Great Place to Work? und Streit Service & Solution bietet eine Roadmap, die Unternehmen durch einen integrativen, mehrstufigen Prozess führt, der all diese Faktoren berücksichtigt. Von der Befragung der Mitarbeitenden, über die Bedarfsanalyse zu Raum und Technik, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bis zur Strategieentwicklung und deren Umsetzung.

Einen Punkt machen beide Experten deutlich: Die unausweichliche Veränderung der Arbeitswelt impliziert vor allem eine Veränderung im Verständnis, der Akzeptanz und Bereitschaft der Unternehmen neu zu denken. Der Prozess muss auf der Entscheiderebene beginnen. New Work funktioniert, wenn neue Raumkonzepte mit der Entwicklung der Unternehmenskultur einhergehen. Parallel zur Konzeption neuer Räume muss auch die Kultur systematisch entwickelt werden. Mitarbeitende müssen hier eingebunden werden. Partizipation ist ein wesentlicher Faktor zum Erfolg.

„Erfolg wird sich nicht nur in Kultur und Gestaltung ausdrücken,“ betont Andreas Schubert. „Ein fehlendes Homeoffice-Angebot kann in der Zukunft ein Wettbewerbsnachteil am Arbeitsmarkt sein. Wird eine mitarbeiterorientierte Kultur gelebt, wird agiles Arbeiten ermöglicht, wächst die Bereitschaft, sich einzubringen, zu engagieren und somit das Unternehmen nachhaltig zu stärken.“

Über Great Place to Work?

Great Place to Work? ist ein internationales Forschungs- und Beratungsinstitut, das in rund 60 Ländern Unternehmen dabei unterstützt, ihre Unternehmens- und Arbeitsplatzkultur zu entwickeln. Eine vertrauensorientierte und leistungsstarke Kultur sorgt nicht nur für Motivation und Bindung auf Seiten der Mitarbeitenden, sondern stärkt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Sie trägt wesentlich dazu bei, Veränderungsprozesse wie die Digitale Transformation oder den Demographischen Wandel erfolgreich zu bewältigen. Great Place to Work? zertifiziert die Arbeitsplatzkultur von Unternehmen auf Grundlage anonymer Mitarbeiterbefragungen und der Analyse der Personalmaßnahmen. Jedes Jahr werden besonders exzellente Arbeitgeber für ihre Leistung international, national, regional und branchenspezifisch ausgezeichnet. Das deutsche Institut mit Firmensitz in Köln wurde 2002 gegründet und beschäftigt derzeit rund 90 Mitarbeitende. Weitere Informationen: http://www.greatplacetowork.de

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Great Place to Work? Deutschland
Andreas Schubert
Geschäftsführer
Telefon: +49 221 933 35 – 120
E-Mail: mailto:aschubert@greatplacetowork.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/69829/4797295
OTS: Great Place to Work? Institut Deutschland

Original-Content von: Great Place to Work? Institut Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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