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Das Parlament des Handwerks der Region tagte in Mannheim: Hauptgeschäftsführer Dieter Müller bilanziert das Jahr 2011

Die Zahl der Handwerksbetriebe in der Region ist leicht gestiegen. Darauf hat der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, Dieter Müller, die Delegierten der Vollversammlung, dem „Parlament des Handwerks“ der Region hingewiesen, als er die Zahlen des Jahres 2011 im Rahmen der 109. Vollversammlung vorlegte und erläuterte. Insgesamt 152 Betriebe mehr als 2010 seien in die Handwerksrolle eingetragen worden, wobei sich das Plus auf den Stadtkreis Mannheim (+109), den Rhein-Neckar-Kreis (+53) sowie den Stadtkreis Heidelberg (+6) verteilte. Der Rückgang im Neckar-Odenwald-Kreis (- 10) hielte sich „in Grenzen“, so Müller. Die Zahl der Beschäftigten blieb in 2011 stabil (+400), der Umsatz hingegen verzeichnete in 2011 einen Anstieg um 6,6 Prozent auf nunmehr 5,82 Milliarden Euro. Daraus schlussfolgerte Müller: „Die Wirtschaftskrise hat das Handwerk in erstaunlich stabiler Weise überstanden und ist gestärkt in das Jahr 2012 gegangen“.
In der Einzelanalyse konnte Müller bei den Betrieben der Anlage A der Handwerksordnung, die eine Meisterprüfung zwingend vorschreiben, ein Minus von vier Betrieben (-0,05 Prozent) feststellen. Demgegenüber haben die zulassungsfreien Handwerke der Anlage B 1 mit einem Plus von 5,2 Prozent (141 Betriebe) deutlich zugelegt. Auch die Eintragungszahlen der handwerksähnlichen Gewerbe haben um 0,9 Prozent (21 Betriebe) zugenommen. „Mit diesen Zahlen ist das Handwerk in der Region für die Zukunft gut aufgestellt“, machte Müller angesichts der vorgelegten Zahlen deutlich.
In seiner Auswertung skizzierte Müller, dass noch immer die Betriebe der Anlage A mit 59,3 Prozent das Gros der Betriebe stelle. 22,2 Prozent seien in der Anlage B 1 der zulassungsfreien Handwerke eingeschrieben und 18,5 Prozent als handwerksähnliche Betriebe eingetragen.
Demgegenüber musste Müller ein deutliches Minus von 6,3 Prozent bei den Lehrlingszahlen vermelden. „Die demographische Entwicklung ist bereits im Handwerk angekommen“, so der Hauptgeschäftsführer weiter. Denn angesichts von mehr als 350 freien Ausbildungsplätzen, die Ende 2011 aus der Lehrstellenbörse herausgenommen werden mussten, werde deutlich, dass das Handwerk bereits große Anstrengungen unternommen habe, seine Fachkräfte von morgen zu finden. 5.217 junge Menschen lernen derzeit im Kammergebiet ein Handwerk, davon 1.274 junge Frauen, also 24,4 Prozent. Weiterhin rangiert der Kraftfahrzeugmechatroniker in der Hitliste ganz vorn: 641 junge Menschen haben diesen Beruf gewählt, gefolgt von 412 Friseuren, eine weibliche Domäne mit einem Anteil von 86,4 Prozent. Auffallend sei, erläuterte Müller weiter, dass die beiden „Spitzenreiter“ handwerklicher Ausbildung deutliche Rückgänge verzeichnen mussten. „Sowohl das Kfz-Handwerk mit – 40 und das Friseurhandwerk mit einem Rückgang von 98 Lehrlingen habe den Mangel besonders deutlich zu spüren bekommen.
Dagegen sei der Anteil der Lehrlinge mit Migrationshintergrund auf nunmehr 708 Lehrlinge (13,6 Prozent) gestiegen sei. Die meisten Lehrlinge kommen aus dem Rhein-Neckar-Kreis (818) gefolgt von Mannheim (713) und – in etwa gleich – der Stadt Heidelberg (279) und dem Neckar-Odenwald-Kreis (273).
Im Hinblick auf die Zukunft des Handwerks berichtete Müller von einer stabilen Situation bei den Meisterprüfungen. Denn mit 519 erfolgreichen Meistern seien zwar 66 Prüflinge weniger erfolgreich gewesen als 2010, aber angesichts des überall spürbaren Rückgangs sei diese Zahl noch mit „gut“ zu bewerten. Insgesamt 143 hatten 2011 ihre Meisterprüfung im Friseurhandwerk erfolgreich abgeschlossen, 68 im Kfz-Techniker-Handwerk und 42 als Hörgeräteakkustiker.
Bei der Zahl der Weiterbildungslehrgänge musste Müller einen Rückgang der Kurse von 160 auf 151 in 2011 feststellen. Damit liegen sie allerdings noch immer deutlich höher als noch in der Mitte des letzten Jahrzehnts (damals 88 in 2006 und 115 in 2007). Auch die Zahl der Teilnehmer entspreche diesen Zahlen, die mit 1.374 ein Minus von knapp 9 Prozent ausmachten.
„Das Handwerk der Region Rhein-Neckar-Odenwald befindet sich in einer stabilen Verfassung. Gerade die vorgelegten Zahlen verdeutlichen, dass die –Wirtschaftsmacht von nebenan– wie sich das Handwerk gern bezeichnet, nach einem Jahr der Konsolidierung sich wieder stabilisiert habe. Das Handwerk ist gestärkt aus der Krise hervorgegangen und in unserer Region gut aufgestellt. Damit kann es sich den Herausforderungen der Zukunft stellen und sie hervorragend meistern“, ist sich Müller abschließend sicher.

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