Rheinische Post: Der Rest der Ukraine Kommentar Von Doris Heimann

Die neu gewählte Werchowna Rada, das
ukrainische Parlament, wird nur noch einen Rumpfteil des Landes
repräsentieren. 27 der 450 Abgeordnetensessel bleiben leer – die der
Parlamentarier von der Krim und aus dem Osten des Landes. Diese Teile
werden sich in Zukunft anders entwickeln als der Rest der Ukraine.
Die Entscheidungen in Kiew haben keinen Einfluss mehr auf sie. Damit
hat Wladimir Putin Fakten geschaffen. Die Ukraine als territorial
einheitlicher Staat ist zerstört. Ihr

Rheinische Post: Gabriel und die Linke Kommentar Von Michael Bröcker

Erst Erfurt, dann Berlin? Dass die SPD im Bund
den Genossen in Thüringen freie Hand lässt, ist eine Entscheidung von
Sigmar Gabriel. Der SPD-Chef will Rot-Rot-Grün unbedingt in einem
Flächenland ausprobieren. Vor der Bundestagswahl 2017. Nicht aus
inhaltlichen Gründen, Gabriel ist kein Linker. Er weiß, dass der
Wohlstand, mit dem dieses Land Milliarden-Transfers für Bedürftige
finanziert, von engagierten Arbeitnehmern, Mittelständlern,
Selbstst

Rheinische Post: Banken-Welt ist sicherer, aber keineswegs sicher Kommentar Von Antje Höning

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Ernst
gemacht: Sie ließ 25 von 130 Banken durch den Stresstest fallen.
Ihnen würde bei Rezession und Immobilien-Crash ein Zusammenbruch
drohen – höchste Zeit zum Nacharbeiten. Allein neun Sitzenbleiber
kommen aus Italien: Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone
hatte 2012 den Rettungsschirm gerade noch vermeiden können. Dass
Italiens Geldhäuser aber doch maroder sind, als Rom gern behauptet,
ist nun amtli

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Stresstest für europäische Banken Erzieherische Wirkung Knut Pries, Brüssel

Das Wichtigste an der großen
Tauglichkeitsprüfung für Europas Top-Banken ist die Glaubwürdigkeit.
Die hatte bei einer ersten Auflage des Verfahrens vor drei Jahren
Schaden genommen. Damals hatte man einen Stresstest ohne wirklichen
Stress inszeniert. Banken und Aufsicht waren Teil ein und desselben
Geschäfts, kritische Kontrolle wurde nur vorgetäuscht. So erwies sich
anschießend rasch, dass die massiven Mängel in den Bilanzen
keineswegs aufgedeckt

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Vorwurf der Islamhetze gegen Dieter Nuhr Satire darf das Stefan Brams

Das Grundgesetz stellt die
Religionsgemeinschaften in Deutschland unter einen besonderen Schutz
und verbietet deren Verunglimpfung. Das heißt aber nicht, dass sie
nicht kritisiert werden dürfen. Und das heißt auch nicht, dass sie
nicht sogar scharf und überzeichnet angegangen werden dürfen zum
Beispiel mit dem Mittel der Satire, die laut Kurt Tucholsky ja alles
darf. Der Kabarettist Dieter Nuhr hat eben dies getan. In seinem
aktuellen Programm setzt er sich auch

Börsen-Zeitung: Europas (Ohn-)Macht, Kommentar zur Bankenprüfung von Bernd Wittkowski

Europa hat am Sonntag an Macht gewonnen. Die
großflächige Bankenprüfung unter Regie der Europäischen Zentralbank
(EZB) schafft 22 Jahre nach Einführung des Binnenmarktes und fast 16
Jahre nach Etablierung der Währungsunion die Voraussetzungen für die
in acht Tagen mit der gemeinsamen Aufsicht startende Bankenunion. Der
Schritt kommt eineinhalb Jahrzehnte zu spät, denn eine Bankenunion
mit einheitlichen Regeln, gemeinsamer Aufsicht und
länder&uu

Weser-Kurier: Kommentar von Doris Heimann zur Wahl in der Ukraine

Die neu gewählte Werchowna Rada wird nur noch einen
Rumpfteil des Landes repräsentieren. 27 der 450 Abgeordnetensessel
bleiben leer – die der Parlamentarier von der Krim und aus dem Osten
des Landes. Das bedeutet zwangsläufig: Diese Teile der Ukraine werden
sich in Zukunft anders entwickeln als der Rest. Denn die
Entscheidungen des Parlaments in Kiew haben keinen Einfluss mehr auf
sie. Auf der Krim gelten ohnehin schon russische Verordnungen und
russischen Recht. Und in der O

Weser-Kurier: Kommentar von Peter Hanuschke zum Banken-Stresstest

Beim Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB)
sind 25 der 130 untersuchten Institute im Euroraum durchgefallen –
ist das eine gute oder eine schlechte Quote? Egal, denn dieses
Ergebnis ist ja eh nur vorläufig – die "angeschlagenen" Häuser haben
nämlich die Möglichkeit, die geforderte Kapitaldecke innerhalb von
neun Monaten aufzubringen. Vorausgesetzt, sie schaffen es – sind dann
die 130 Banken, die 85 Prozent des europäischen Bankensektors
abdec

Stuttgarter Nachrichten: Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Banken-Stresstest.

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat
jetzt amtlich, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht und sich einen
ausreichenden Eigenkapital-Stoßdämpfer zugelegt hat. Einen gut Teil
dieses Stoßdämpfers hat allerdings der Steuerzahler durch
Kapitalspritzen und Ausfallgarantien bezahlt.

Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

WAZ: Die Wirtschaft braucht Impulse. Kommentar von Hannes Koch zum Banken-Stresstest

Wer hätte gedacht, dass die Finanzkrise so
hartnäckig ist? Nach sechs Jahren sind die Aufräumarbeiten noch nicht
bewältigt. Die Europäische Zentralbank hat mit dem Stresstest einen
weiteren Schritt getan. Doch mit einer schnellen Besserung der
wirtschaftlichen Lage ist noch nicht zu rechnen. Die EZB greift zu
den Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen. Sie verbessert die
Bankenaufsicht, zwingt die Banken zum solideren Wirtschaften und
stellt den Instituten gro&