Stuttgarter Nachrichten: zu Karstadt-Schließung:

Nicolas Berggruen versucht, die Welt zu retten,
ist aber schon bei Karstadt gescheitert. Unter dem Ex-Eigentümer hat
der Warenhauskonzern viel Zeit verloren. In der Zwischenzeit sind in
Stuttgart mit dem Milaneo und dem Gerber riesige Konkurrenten auf den
Markt getreten – von Amazon & Co. ganz zu schweigen. Als die
Konkurrenz aufrüstete, herrschte bei Karstadt Stillstand. Und in
den Markt drängen nun auch Firmen, die noch gar nicht präsent sind.
Möglich, das

Weser-Kurier: Kommentar von Andreas Kölling zum Konsumklima

Da waren selbst die Konsumforscher überrascht: So
leicht lassen sich die deutschen Verbraucher offenbar nicht ins
Bockshorn jagen. Die heimische Wirtschaft verliert an Dynamik,
internationale Krisen rütteln am fragilen Aufschwung, Südeuropa ist
längst noch nicht über den Berg und Chinas Wachstum schwächelt –
trotzdem wird Geld ausgeben, wie nix. Und das soll auch so
weitergehen, mindestens bis Weihnachten, sagen die Forscher –
ziemlich ratlos über die Gr

Rheinische Post: Rot-Rot-Grün ist riskant

Es geht nicht um Dämonisierung. Die Linkspartei
ist zwar eine weit links stehende Partei, aber in den ostdeutschen
Bundesländern steht sie durchaus für eine pragmatische Politik.
Trotzdem käme es für die SPD einer Selbstaufgabe gleich, würden die
Sozialdemokraten in ihrem Entstehungsland Thüringen den ersten
Ministerpräsidenten der SED-Nachfolgepartei mittragen. Bernd Ramelow
mag noch so entgegenkommend sein, die DDR als Unrechtsstaat
brandmarken und

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar EU-Klimapolitik Großer Schritt Hannes Koch

Retten wir die Welt! So lautet der Auftrag, dem
sich die Europäische Union in der Klimapolitik verpflichtet fühlt. Um
40 Prozent soll der Kohlendioxidausstoß bis 2030 sinken, hat der
EU-Rat beschlossen. Das ist kein schwarzer Tag für den Klimaschutz,
wie manche Umweltaktivisten meinen, sondern ein großer Fortschritt.
Fände er weltweit Nachahmer, wäre viel gewonnen. Vielleicht schafft
es Europa – nach China und den USA drittgrößter CO2-Verschmu

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Streiks bei Bahn und Lufthansa Zeit ist reif für eine Schlichtung Bernhard Hänel

Erst streiken die Lokführer, dann die Piloten
und dann wieder die Lokführer. Unverständnis, ja Zorn wachsen
angesichts dieser abgestimmten Taktik. Manche Reisende fühlen sich
schon in Geiselhaft genommen. Sind diese Streiks also
unverhältnismäßig? Wie immer im Leben gilt es zu differenzieren.
Selbstverständlich darf ein Berufspendler genervt reagieren, wenn er
gezwungen ist, erheblich mehr Zeit aufzuwenden, um an seinen
Arbeitsplatz zu gelangen. Ei

Rheinische Post: Minimaler Klimakonsens

Das Positive soll nicht unterschlagen werden:
Vor dem EU-Klimagipfel war nicht klar, ob man sich überhaupt einigen
würde. Zu verschieden schienen die Interessen von
Energiewende-Deutschland, Atomstrom-Großbritannien und Kohle-Polen.
Und ein bescheidenes Ergebnis ist für den Kampf gegen den Klimawandel
besser als keines. Gemessen an der Größe des Problems jedoch ist der
kleinste gemeinsame Nenner zu klein. Es geht darum, den globalen
Temperaturanstieg zu begr

Rheinische Post: Ebola: Schutz durch Isolierung

Die Ebola-Epidemie in Afrika produziert viel
Leid, aber wenig Statistik. Die dürre Datenlage sorgt bei deutschen
Virologen für erstaunliche Auskunftsvielfalt. Einige behaupten, dass
das Virus erst ab dem Tag der Erkrankung nachweisbar sei. Andere
sagen, manchmal zeige es sich sogar noch später. Wieder andere
glauben, schon kurz vor dem Ausbruch müsse die Viruslast messbar hoch
sein. Die beiden Referenzlabore in Hamburg und Marburg sind uneins.
Beruhigend ist das nicht.

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu EU-Klimagipfel

Die beiden wichtigsten Fragen zu den Klimazielen
der EU bleiben auch nach dem Gipfel in Brüssel unbeantwortet: Wer
kontrolliert, wie und ob die Vorgaben erreicht werden? Und was
passiert eigentlich, wenn ein Land die Zielmarke reißt? Viele Staaten
bedeuten viele Zugeständnisse.

Polen und Großbritannien haben die anderen Nationen vor sich
hergetrieben. Deutschland und Frankreich kämpfen um einen Kompromiss
und verkaufen diesen später als Erfolg. Am Ende kan

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Ebola in New York

Ein tödlicher Virus im Herzen einer
Millionen-Metropole – das ist der Stoff, aus dem Weltuntergangs-Filme
gemacht werden. Oder, wie jetzt nach dem ersten Ebola-Fall in New
York, Schlagzeilen, die für reißenden Absatz von Boulevard-Blättern
sorgen. Mit der Angst vor der Seuche lassen sich Einschaltquoten
hochtreiben, Stimmen im Wahlkampf fangen und gute Geschäfte machen.

Wie eine vernünftige Reaktion aussieht, zeigt der New Yorker
Bürgermeister de Blas

Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung kommentiert das Koalitionsklima:

Es wird klar, dass die Schwarzen den Roten
gern die Verantwortung für den abflauenden Aufschwung zuschieben
würden, während die SPD dem Finanzminister von der CDU die "schwarze
Null" missgönnt. Hinter diesen aufflackernden Konflikten verbirgt
sich auf beiden Seiten die Unsicherheit darüber, ob der bisherige
Regierungskurs in der Wirtschafts- und Sozialpolitik dauerhaft
erfolgreich ist und vor allem welchen Nutzen die Koalitionspartner
jeweils daraus zieh