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demowanda.de informiertüber demografischen Wandel in der Arbeitswelt / Gemeinsames Internetportal der Ressortforschung jetzt online (FOTO)


 


Schon heute lässt der demografische Wandel die Erwerbsbevölkerung
älter werden. In Zukunft wird auch die Zahl der Arbeitskräfte
abnehmen. Um darzustellen, welche demografischen und
gesellschaftlichen Entwicklungen die Arbeitswelt von morgen
beeinflussen, entwickelte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin (BAuA) mit fünf anderen Ressortforschungseinrichtungen
das gemeinsame Internetportal demowanda.de. Im Auftrag des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) bündeln die
Forschungseinrichtungen ressortübergreifend ihr Fachwissen und
ermöglichen so einen umfassenden Blick auf Entwicklungen in
Deutschland, die für eine alters- und alternsgerechte Gestaltung der
Arbeitswelt relevant sind.

Der wachsende Anteil der Älteren in den Belegschaften ist nur ein
Aspekt des demografischen Wandels. Ein weiterer Aspekt ist die Frage
der Qualifikation. Laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit verfügten
im Jahr 2015 zwölf Prozent der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten über keinen Berufsabschluss. Nach Berechnungen des
Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) lag in den Jahren 2011 bis
2014 die Quote der Ungelernten im Alter von 20 bis 34 zwischen 13 und
14 Prozent. Untersuchungen des BIBB und des Instituts für
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) deuten darauf hin, dass
gerade im Bereich Gesundheit, aber auch im Bereich der Be- und
Verarbeitung von Holz und Kunststoffen sowie in den Bauberufen
zukünftig nicht genug qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung
stehen werden. Zudem verändern neue Technik und Praktiken die
Arbeitswelt stetig und erfordern geeignete Weiterbildungsmaßnahmen.
Laut Studien des BIBB haben 2013 jedoch nur rund 70 Prozent der
Betriebe in Deutschland Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt. Darüber
hinaus steigt nach Ergebnissen des Deutschen Alterssurveys der Anteil
an Personen, die im Ruhestand erwerbstätig sind. Waren es im Jahr
2002 etwa 6,3 Prozent, kletterte ihr Anteil auf 11,6 Prozent im Jahr
2014.

Mit ressortübergreifenden Fachinformationen gibt demowanda.de
einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in verschiedenen
Lebensbereichen, die die Arbeitswelt beeinflussen. Gemeinsam mit dem
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), dem Bundesinstitut
für Berufsbildung (BIBB), dem Deutschen Zentrum für Altersfragen
(DZA), dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und
dem Robert Koch-Institut (RKI) entwickelte die BAuA das
Internetportal. Damit bündelt die erste Initiative für eine
fachübergreifende Berichterstattung über die Arbeitswelt Fachwissen
aus verschiedenen Bundesministerien. Dazu gehören das
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das
Bundesministerium für Inneres (BMI), das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie das Bundesministerium für
Gesundheit (BMG). So macht das Portal empirisch gesichertes Wissen
verschiedener Forschungsgebiete im Themenfeld „Demografischer Wandel
und Arbeitswelt“ leicht zugänglich.

Das Portal demowanda.de gliedert sich in die sechs Themenbereiche
„Bevölkerung“, „Bildung“, „Arbeitsmarkt“, „Arbeitsbedingungen“,
„Gesundheit“ und „Arbeit im Alter“. Sie sollen den
arbeitsweltbezogenen Kontext des demografischen Wandels in seiner
Komplexität deutlich machen. Wissenschaftler, Journalisten, Vertreter
der Politik und alle weiteren Interessierten finden hier neben
aktuellen und übersichtlich aufbereiteten Informationen
weiterführende Literaturhinweise, Grafiken und Kontaktadressen. Damit
bietet demowanda.de Akteuren aus Politik und Praxis differenzierte
Hintergrundinformationen, um die Rahmenbedingungen gesunder und
produktiver Arbeit anzupassen und weiterzuentwickeln. Im Rahmen einer
gemeinsamen Arbeitsweltberichterstattung soll das Portal der Politik
als Beratungsinstrument dienen.

Das Portal „demowanda. Demografischer Wandel in der Arbeitswelt –
ein fachübergreifendes Monitoring“ gibt es im Internet unter der
Adresse www.demowanda.de.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen
Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt
für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im
Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den
Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt
hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit
und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine
Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte
arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in
der Außenstelle Chemnitz.

www.baua.de

Pressekontakt:
Jörg Feldmann
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Gruppe 6.1, Pressearbeit
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel.: 0231 9071-2330
Fax: 0231 9071-2299
E-Mail: presse@baua.bund.de
www.baua.de

Original-Content von: Bundesanstalt f?r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, übermittelt durch news aktuell

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