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Der Arbeitsmarkt im Juli 2017: Arbeitslosigkeit nimmt aus jahreszeitlichen Gründen zu // BA-Presseinfo Nr. 18

„Die Nachrichten vom Arbeitsmarkt sind positiv:
Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat im Juli aus jahreszeitlichen
Gründen zwar zugenommen, saisonbereinigt gab es aber einen Rückgang.
Die Beschäftigung ist erneut kräftig gewachsen und die Nachfrage der
Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigt auf hohem Niveau weiter an.“,
sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA),
Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in
Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juli: +45.000 auf 2.518.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -143.000

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,6
Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von Juni auf Juli um 45.000
auf 2.518.000 zugenommen. Bereinigt um die jahreszeitlich üblichen
Einflüsse ist die Arbeitslosigkeit um 9.000 im Vergleich zum Vormonat
gesunken. Gegenüber dem Vorjahr waren 143.000 weniger Menschen
arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden
arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger
Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt mit einem Rückgang
von 8.000 in ähnlichem Umfang gesunken wie die Arbeitslosigkeit.
Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Juli 2017 auf
3.508.000 Personen. Das waren 53.000 weniger als vor einem Jahr.
Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als
die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik
insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr
ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt
ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Juni auf 1,56 Millionen
und die Erwerbslosenquote auf 3,6 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach
Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen
(nach dem Inlandskonzept) im Juni saisonbereinigt gegenüber dem
Vormonat um 46.000 gestiegen. Mit 44,38 Millionen Personen fiel sie
im Vergleich zum Vorjahr um 670.000 höher aus. Der Anstieg geht vor
allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück.
Diese hat nach der Hochrechnung der BA von April auf Mai
saisonbereinigt um 75.000 zugenommen. Insgesamt waren im Mai nach
hochgerechneten Angaben 32,14 Millionen Menschen
sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 744.000 mehr als
ein Jahr zuvor.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst auf hohem Niveau
dynamisch weiter. Im Juli waren 750.000 Arbeitsstellen bei der BA
gemeldet, 76.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich
die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 11.000 erhöht. Der
Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für
die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Juli 2017
um 3 Punkte auf einen neuen Höchstwert von 238 Punkten. Der
Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 21 Punkten weiterhin sehr
deutlich aus.

Geldleistungen

Insgesamt 728.000 Personen erhielten im Juli 2017
Arbeitslosengeld, 33.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der
erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für
Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juli bei 4.409.000. Gegenüber Juli
2016 war dies ein Anstieg von 97.000 Personen. 8,1 Prozent der in
Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit
hilfebedürftig.

Ausbildungsmarkt

Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich im Beratungsjahr 2016/17
stabil. Von Oktober 2016 bis Juli 2017 meldeten sich 512.000 Bewerber
für eine Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im
Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden ebenfalls 512.000
Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr als vor einem Jahr.
Bundesweit zeigen sich damit zwar Ausbildungsstellen- und
Bewerberzahl rechnerisch ausgeglichen. Wie in den Vorjahren treten
aber Disparitäten zu Tage, die den Ausgleich von Angebot und
Nachfrage erheblich erschweren. Die Chancen auf einen
Ausbildungsplatz hängen neben Region oder Qualifikation sehr vom
Berufswunsch ab. Deutschlandweit waren im Juli 2017 die meisten noch
unbesetzten Ausbildungsstellen gemeldet für angehende Kaufleute im
Einzelhandel (13.000 Ausbildungsangebote), Verkäufer (11.000) und
Köche (6.000). Insgesamt standen im Juli 2017 bundesweit 179.000
unbesetzten Ausbildungsstellen 151.000 noch unversorgte Bewerber
gegenüber. Bezieht man die Zahl der „Bewerber mit Alternative“, die
zusätzlich zu den unversorgten Bewerbern im Juli 2017 noch eine
Ausbildung suchten, mit ein, waren 16.200 mehr gemeldete Bewerber auf
Ausbildungssuche als unbesetzte Ausbildungsstellen gemeldet waren.
Aktuell ist der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung. Bis September
werden erfahrungsgemäß noch viele bislang unversorgte Bewerber eine
Ausbildung oder eine Alternative finden und Ausbildungsstellen noch
besetzt werden.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter
http://statistik.arbeitsagentur.de.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

Folgen Sie der Bundesagentur für Arbeit auf Twitter
www.twitter.com/bundesagentur

Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

Original-Content von: Bundesagentur f?r Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

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