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Deutsche Unternehmen vertrauen auf Europa (FOTO)


 


Führungskräfte glauben nicht an existenzielle Bedrohung der Union
Populistische Politik gewinnt für die europäische Wirtschaft an
Bedeutung

Deutsche Unternehmen vertrauen unerschütterlich auf eine gute
Zukunft für Europa sowie auf ein solides Wirtschaftswachstum in der
Eurozone.

Dies ist das Ergebnis des IBR-International Business Report der
führenden internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth &
Klein Grant Thornton, für den 2.400 Unternehmen in 36 Ländern
weltweit befragt wurden.

94,7 % der befragten deutschen Unternehmen sind demnach für den
Verbleib in der Eurozone und nur 2,7 % für den Ausstieg.

Diese Bild entspricht weitgehend auch der Haltung der übrigen
befragten Unternehmen in der Eurozone, die sich mit 92,1 % für den
Verbleib in der EU ausgesprochen haben.

Sorge über wachsenden Populismus nimmt deutlich zu

In die optimistische Stimmung mischen sich aber auch kritische
Töne. Als deutlich beunruhigend empfinden 20,3 % der befragten
Manager in Europa den Aufstieg populistischer Parteien.

Deutschland mit 32 %, Irland mit 44 %, Finnland mit 28 % und die
Niederlande mit 26 % zeigen sich hier besonders besorgt.

Joachim Riese, CEO der Warth & Klein Grant Thornton AG, ist
deshalb nur verhalten optimistisch: „Die Wahlergebnisse in
Österreich, den Niederlanden und Frankreich haben das Vertrauen in
ein gemeinsames Europa zweifellos wieder verstärkt.

Allerdings sehen die Führungskräfte in dem wachsenden Zuspruch zu
rechtspopulistischen Parteien in vielen EU-Ländern politische Risiken
mit möglichem negativem Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung
und Zusammenarbeit in Europa. Auch wenn diese Tendenzen bislang noch
keinen messbaren negativen Einfluss auf den Geschäftsoptimismus Index
haben.“

Dieser liegt in der Eurozone mit 43 % auf dem höchsten Niveau seit
fast zwei Jahren.

In Deutschland steht der Optimismus Index sogar bei 72 %,
besonders getrieben von hohen Erwartungen an die weitere Exportstärke
mit 35 %, dem höchsten Wert in der Eurozone.

Keine Europaangst durch den Brexit

Auch die Entscheidung der Briten für den Brexit hat bei
Unternehmen nicht zu einer Europaangst geführt: Lediglich 7,8 % der
befragten Führungskräfte in Europa und nur 2,7 % der deutschen
Führungskräfte befürchten Auflösungserscheinungen der EU durch den
Austritt Großbritanniens.

32 % der deutschen Unternehmen erwarten keine Veränderungen in der
EU nach dem Vollzug des Brexit. Dagegen prognostizieren 42,7 %, dass
der Brexit zu einem zweistufigen EU-Mitgliedschaftsmodell führen
wird. In der Eurozone teilen immerhin noch 38,4 % diese Auffassung.

Ökonomische Integration vorantreiben

Eine weitere ökonomische Integration der EU-Mitgliedsländer
unterstützen 62,8 % der Unternehmen in der Eurozone, die deutschen
Unternehmen liegen mit 66,7 % leicht darüber.

Ein Indiz für diese Haltung, ist der Wunsch nach einer
einheitlichen europäischen Körperschaftsteuer, für die sich 53,4 %
der Befragten aussprechen.

Die deutschen Unternehmen sind hier deutlich zurückhaltender,
lediglich 41,3 % sprechen sich dafür aus.

Befürworter einer einheitlichen Regelung sind weiterhin Italien
mit 70 %, Frankreich mit 64 % und Spanien mit 66,3 %.

Gleichwohl ist die Meinung der Unternehmen dazu in den einzelnen
EU-Mitgliedsländer uneinheitlich: So sind zum Beispiel die befragten
Unternehmen in Irland mit 94 % deutlich gegen eine europäisch
einheitliche Regelung, was keine besondere Überraschung darstellt.

Ansonsten sind primär wirtschaftlich weniger entwickelte Länder
wie Estland mit 78 % oder Litauen mit 64 % dagegen.

Verwundern kann die Haltung der niederländischen Unternehmen, die
sich mit 66 % ebenfalls deutlich für eine nationale Lösung
aussprechen.

Über Warth & Klein Grant Thornton:

Warth & Klein Grant Thornton gehört zu den zehn größten deutschen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Rund 900 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter betreuen an zehn Standorten in Deutschland neben
börsennotierten Unternehmen den großen Mittelstand. Schwerpunkte der
Arbeit der Gesellschaft sind Wirtschaftsprüfung, Steuer- und
Rechtsberatung sowie Corporate Finance & Advisory Services. Die
Gesellschaft berät weltweit im Netzwerk von Grant Thornton mit rund
47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehr als 700 Standorten
in über 130 Ländern.

Über den IBR:

Der „IBR-International Business Report“ von Warth & Klein Grant
Thornton befragt mittelständische Unternehmen aus allen Branchen und
Industriezweigen. Die Daten für die aktuelle Veröffentlichung
basieren auf Interviews mit 2.400 Vorstandsvorsitzenden,
Geschäftsführern oder anderen Führungskräften aus 36
Volkswirtschaften weltweit.

Pressekontakt:
Ihr Ansprechpartner für Rückfragen:
Karl-Heinz Heuser
Telefon: + 49 221 397 503-50
Email: kh.heuser@heuser-kommunikation.de
für Warth & Klein Grant Thornton
www.wkgt.com

Original-Content von: Warth & Klein Grant Thornton, übermittelt durch news aktuell

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