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Deutscher Mittelstand nutzt Gewinne nicht optimal / Deloitte-Studie analysiert das „Erfolgsmodell Mittelstand“ und offenbart ungenutztes Potenzial

Die aktuelle Deloitte-Studie „Optimale
Gewinnverwendung im Mittelstand“ zeigt: Mittelständische Unternehmen
setzen auf Wachstum und lassen Optimierungspotenziale ungenutzt. Die
meisten Firmen sind mit ihren Gewinnen zufrieden, die
Verwendungskonzepte variieren jedoch stark. Erfolgreiche Betriebe
zeichnen sich durch hohe Professionalität bei Planung und Controlling
sowie größere thesaurierte Gewinnanteile aus. Trotz hoher
Investitionen im Personalbereich zahlen Mittelständler ihrem
Management geringere variable Vergütungsbestandteile als große
Firmen.

„Klare Regelungen zur Verwendung von Unternehmensgewinnen können
den Grundstein für sinnvolle und zukunftssichernde Investitionen
bilden. Neben Wachstum sollten auch Investitionen für Personal und
Führungskräfte bedacht werden, um Mitarbeiter langfristig zu binden
und die Unternehmensnachfolge zu sichern“, erklärt Lutz Meyer,
Partner Mittelstand bei Deloitte.

Großteil des Gewinns wird einbehalten

Knapp ein Drittel der Gewinne (30%) wird für Entnahmen und
Ausschüttungen verwendet, während die restlichen 70 Prozent
thesauriert werden. Die Aufteilung zwischen diesen beiden Posten ist
im Gesellschaftsvertrag meistens fest geregelt,
Unternehmensinteressen haben dabei Vorrang gegenüber denen der
Eigentümer. Dennoch offenbart die Gewinnverwendung ungenutzte
Potenziale – häufig aufgrund unzulänglicher Regelungen der
Unternehmensverfassung und fehlenden Controllings.

Wachstum im Fokus

Neben Markt- und Umsatzzielen verfolgen Mittelständler auch
Erfolgs- und Gewinnziele – Spitzenreiter ist das Thema Wachstum
(97%). Ökologische und soziale Ziele spielen hingegen eine
untergeordnete Rolle – nur wirtschaftlich sehr erfolgreiche
Unternehmen verfolgen diese.

Keine Einigkeit bei Gewinnverwendung

Unternehmen beteiligen Eigentümer im Schnitt mit 60 Prozent an den
geschaffenen Werten, Führungskräfte mit zehn Prozent. Der Staat
erhält die restlichen 30 Prozent durch Steuerzahlungen. Für
Eigentümer kollidieren Unternehmens- und Familieninteressen, dennoch
sieht mehr als die Hälfte der Befragten das Verhältnis von
thesauriertem und ausgeschüttetem Gewinn als angemessen an.
Regelungen im Gesellschaftsvertrag können solche Konflikte verhindern
oder beilegen.

Zufriedenheit mit Gewinnerzielung

69 Prozent der befragten Unternehmen erzielen einen Gewinn von bis
zu 20 Millionen Euro, während nur wenige Mittelständler einen
Jahresfehlbetrag ausweisen. Rund die Hälfte von ihnen ist mit dem
erzielten Gewinn zufrieden oder sehr zufrieden, 23 Prozent
unzufrieden oder sehr unzufrieden. Als größte Erfolgsfaktoren gelten
Managementleistung (82%), Strategie (80%) und Produkte (76%).

Nachholbedarf bei variabler Vergütung

Die absolute Vergütung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern
ist zwar konkurrenzfähig, variable Vergütungsbestandteile zeigen sich
hingegen kaum zeitgemäß und erschweren die Akquise von
Führungskräften. Investitionen fließen vorrangig ins Personal (83%),
gefolgt von Technologie (64%) und Produkten (59%). Forschung und
Entwicklung werden nachrangig behandelt.

Erfolgsfaktor Professionalität

Unternehmen mit höherem Gewinn heben sich durch gesteigerte
Professionalität bei Planung und Controlling von Investitionen und
Geschäftsprozessen ab. Zudem zeichnen sie sich durch höheren Einfluss
der Eigentümer am Gewinn aus, Fremdkapitalgeber stehen hier selten im
Fokus. Das Verhältnis von Thesaurierung zu Ausschüttung und Entnahme
liegt bei Unternehmen mit hohem Gewinn durchschnittlich bei 75 zu 25
Prozent. Bei niedrigerem Gewinn ist der thesaurierte Anteil ebenfalls
deutlich niedriger.

„Im Investitionsverhalten und im meist noch nicht
professionalisierten Investitionscontrolling kann der deutsche
Mittelstand Steigerungspotenziale ausschöpfen“, so Lutz Meyer. „Bei
einigen erfolgreichen Unternehmen hat es sich bewährt, Investitionen
vorzusehen und nach oben zu deckeln. Eine Möglichkeit ist, in Höhe
der jährlichen Abschreibungen zu investieren, um bezüglich Erfolgs-
und Liquiditätssituation abgesichert zu sein.“

Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/VBVFG zum
Download.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance
für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen;
Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit
einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150
Ländern und Gebieten verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit
erstklassigen Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung
ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. Making
an impact that matters – für mehr als 210.000 Mitarbeiter von
Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch
zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur
verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: absolute Integrität,
erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung und kulturelle
Vielfalt. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben
und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder
Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen
von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited
(„DTTL“), eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft
mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von
Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes
ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und
unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst
keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere
Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf
www.deloitte.com/de/UeberUns.

© 2015 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Pressekontakt:
Isabel Milojevic
Leiterin Presse
Tel: +49 (0)89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de

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