Die Spiele-Industrie,
die früher jahrelang von Männern dominiert wurde, weist derzeit einen
Frauenanteil von nahezu 46% auf. Dies geht aus den Game Consumer
Insights hervor, die von Newzoo erstellt werden, einem führenden
Anbieter für Marktwissen, der die Märkte Gaming, eSports und Mobile
weltweit abdeckt. Ungeachtet dessen, und trotz ihrer Relevanz in der
Welt der Online-Spiele, gibt die überwiegende Mehrheit der weiblichen
Spieler an, sexuelle Belästigung oder Mobbing beim Online-Gaming
erlebt zu haben, was dazu führt, dass sie häufig ihre Identität
verbergen und mit maskulinen oder neutralen Nicknames in die Comps
gehen, um Angriffe und Belästigungen zu vermeiden.
Die Zahlen sind alarmierend: Laut einer anderen, an der Ohio State
University durchgeführten Studie hat die überwiegende Mehrheit der
Frauen, die mindestens 22 Stunden pro Woche mit Spielen verbringen,
eine Form von Belästigung erfahren.
Mit dem Ziel, diese Ungleichheit aufzuzeigen und einen Wandel zu
bewirken, hat Wonder Women Tech (wonderwomentech.com
(http://www.wonderwomentech.com/)), eine Nichtregierungsorganisation
(NGO), die sich für die Emanzipation von Frauen in aller Welt
einsetzt, ein Projekt namens #MyGameMyName ins Leben gerufen, das auf
diese Form der Unterdrückung aufmerksam macht. In einer exklusiven
Aktion lud die Organisation populäre Gaming YouTubers dazu ein, sich
aus erster Hand einen Eindruck davon zu verschaffen, was Frauen
aushalten müssen, wenn sie online spielen. Zum ersten Mal haben hier
männliche Gamer unter weiblichen Nicknames gespielt – auf der
Anregung der NGO hatten einige dafür den Namen ihrer Mutter oder
Schwester oder den ihrer Freundin gewählt – um zu sehen, wie es sich
anfühlt, als Frau online zu sein. Mit ihrer abgeänderten Identität
haben sie dann während des Spielens ein Video aufgenommen und das
Experiment damit lebendig veranschaulicht. Zu sehen ist dies hier
https://www.facebook.com/WonderWomenTech/videos/904927633027834/ und
auf der Website des Projekts: http://www.mygamemyname.com/en.
Die männlichen Gamer wurden, nachdem sie diese Erfahrung durchlebt
hatten, selbst aktiv und posteten das Video des Experiments unter
#MyGameMyName in ihren sozialen Netzwerken. Es ist eine Botschaft,
die an Millionen von Anhängern geht und zu einer respektvolleren und
egalitären virtuellen Welt aufruft.
Die Kampagne will die Gaming-Industrie, die immerhin doppelt so
groß wie die Filmindustrie in Hollywood ist, erreichen und dazu
bewegen, wirksamere Maßnahmen gegen diese Art von Schikane, unter der
Frauen und Mädchen leiden, zu ergreifen.
„Es ist nicht fair, dass ein Mädchen seine eigene Identität
verstecken muss, bloß weil manche Leute nicht wissen, wie sie sich
verhalten sollen, wenn sie gegen ein Mädchen oder eine Frau spielen.
Wir wollten da in die Tiefe gehen und untersuchen, ob die
Gaming-Industrie Instrumente einsetzen würde, um gegen sexuelle
Belästigung vorzugehen, ähnlich, wie sie sich gegen Betrug und
Piraterie zur Wehr setzt. Große Probleme erfordern große
Anstrengungen. Es ist keine leichte Aufgabe, aber genau deshalb
rekrutieren wir die berühmtesten Gamer und Influencer für unsere
Aktion, die sich uns anschließen, um die Spielregeln neu zu
definieren“, erklärt Lisa Mae Brunson, Begründerin von Wonder Women
Tech.
Gamer-Profile
Laut Game Consumer Insights sind Frauen in etlichen Game-Styles
und Spielemedien präsent. Am PC beispielsweise gibt es fast keinen
Unterschied zwischen den Nutzern: 83% der Frauen spielen gerne am
Computer, bei den Männern sind es 85%. Die Zahlen sind bei den
Spielekonsolen ähnlich: 78% der Gamer sind männlichen, 73% weiblichen
Geschlechts. Im Feld Mobile gibt es mehr Frauen (86%) als Männer
(80%). Die Mehrheit der weiblichen Gamer (14%) findet sich, genau wie
bei den männlichen Gamern (34%), in der Altersgruppe der 25 –
31-jährigen.
Pressekontakt:
Fabiana Antacli
(5511) 3094-9947
hi@mygamemyname.com
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