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„Die Fahrzeuge werden noch individueller!“ – BILD

– Prognose: Vier von fünf Fahrzeugen
mit spezifischen Komponenten – Konstruktionszeiten stiegen in wenigen
Jahren deutlich an – Produktionsoptimierung durch Sequenzierung

Fast zwei Drittel der Nutzfahrzeuge, die die Schwarzmüller Gruppe
jährlich erzeugt, sind individuell konstruiert und gebaut. Das macht
im Jahr 2016 rund 5.500 Fahrzeuge aus. Das betonte der CEO der
Schwarzmüller Gruppe, Roland Hartwig, bei einer Pressekonferenz im
Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge 2016, heute, Donnerstag, 22. September,
in Hannover. Der österreichische Premiumhersteller präsentiert unter
dem Motto „Maßgefertigt“ auch auf seinem Messestand diese
Kernkompetenz, Fahrzeuge nach spezifischen Anforderungen seiner
Kunden herzustellen. Er rechnet damit, dass dieser Anteil rasch auf
80 Prozent steigen wird. „In allen entwickelten Märkten steigen die
Anforderungen, die nur noch über Individualisierung abgebildet werden
können. Wir sind dafür optimal gerüstet, weil wir heute schon die
dabei entstehende Komplexität beherrschen.“

„Individuell“ beginnt bei Schwarzmüller jenseits der
Ausstattungsliste, also mit Eigenschaften, die aus den speziellen
Anforderungen des Nutzers resultieren und einen zusätzlichen
Konstruktionsaufwand hervorrufen. Schon im Bereich der
Standardfahrzeuge umfasst das Komplettangebot von Schwarzmüller acht
Produktgruppen mit 135 verschiedenen Fahrzeugtypen. Erst dann beginnt
der Bereich der individuellen Fahrzeuge. Sie reichen in ganz
unterschiedliche Konstruktionstiefen von Fahrzeugvarianten bis zu
Prototypen, die für und mit einem Kunden entwickelt werden. Den
Ausschlag gibt für Roland Hartwig die Produktivität des Fahrzeugs.
„Die Individualität der Fahrzeuge ist kein schmückendes Beiwerk. Sie
ist der Zugang zu höherer Wirtschaftlichkeit, weil die Fahrzeuge für
den speziellen Einsatz optimiert werden“, betonte der CEO der
Schwarzmüller Gruppe.

Zwtl.: Konstruktionsarbeit pro Fahrzeug um 30 Prozent gestiegen

Hartwig untermauerte diesen Trend zu immer mehr Individualität in
seinem Unternehmen auch mit Zahlen. Im Zeitraum zwischen 2013 und
2015 stieg der Anteil der individuellen Fahrzeuge an der
Gesamtproduktion von 50 auf 60 Prozent. Auf Produktebene betrachtet
ergibt sich das gleiche Bild. Benötigte ein Kipper vor fünf Jahren 15
Stunden an Konstruktionsarbeit, so stieg der Wert aktuell auf 20
Stunden. Das ist eine Steigerung von über 30 Prozent. Noch deutlicher
ist der Anstieg im Fahrzeugbau, z. B. bei Plateaufahrzeugen und
Tiefladern: Sie werden derzeit nicht mehr in 15 Stunden, sondern in
durchschnittlich 25 Stunden konstruiert, was eine Zunahme von mehr
als 60 Prozent pro Fahrzeug bedeutet. Auch eine andere Kennzahl aus
der Produktion beleuchtet die Entwicklung hin zu individuellen
Fahrzeugen: Die durchschnittliche Losgröße pro Auftrag beträgt in der
Schwarzmüller Gruppe 1,5 Fahrzeuge.

Zwtl.: Vom Prototyp zur Produktinnovation

Als Beispiel nannte Hartwig einen ausziehbaren Tieflader, der 2014
als Prototyp in enger Abstimmung mit und für den Kunden hergestellt
und anschließend auf der IAA präsentiert wurde. Mittlerweile wurde
aus diesem Prototyp eine Fahrzeugvariante, die in den vergangenen
zwei Jahren regelmäßig nachgefragt und verkauft worden ist.

In einem aktuellen Projekt geht man den umgekehrten Weg: Aus der
Standard-Thermomulde wird eine individuell angepasste Variante für
den speziellen Einsatz eines Kunden entwickelt. Dieses Fahrzeug fügt
sich perfekt in die geschlossenen Abläufe des Kunden im Straßenneubau
ein. So entstehen weniger Schäden und ein geringerer Materialverlust
im Vergleich zu Serienfahrzeugen.

Zwtl.: Prognose: Vier von fünf Fahrzeugen Einzelstücke

Der CEO ist davon überzeugt, dass in der Schwarzmüller Gruppe der
Anteil der individuellen Fahrzeuge weiter deutlich steigen wird, weil
die Märkte dies verlangen. Hartwig erwartet bis zum Ende der
aktuellen Strategieperiode 2020 einen Anstieg von 60 auf 80 Prozent.

Auch die Gründe liegen für ihn klar auf der Hand: Die
Produktivität steigt durch die Anpassung an individuelle
Einsatzbedingungen. Die Steigerung des Ladegewichts, die Reduktion
der Leerfahrten, aber auch der Engpass bei Fahrern seien dafür
treibende Faktoren. Die Schwarzmüller Fahrzeuge zeichnen sich dabei
durch die Leichtbauweise, eine stärkere Flexibilität bei den
Einsatzmöglichkeiten der Fahrzeuge, höhere Robustheit und mehr
Sicherheit für den Fahrer aus. Das Ziel seines Unternehmens sei die
maximale Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge. Dies werde durch kompetente
Teams in der Produktion, die internationale Kundennähe mit
Direktvertrieb sowie die durch jahrzehntelang gewachsene
Beratungskompetenz sichergestellt. „Wir zielen darauf ab, unseren
Kunden das optimale Einsatzgerät für jede Umgebung zur Verfügung zu
stellen“, fasst Hartwig zusammen.

Zwtl.: Mit Sequenzierung zu kürzeren Durchlaufzeiten

Die Individualität der Fahrzeuge führt auf Seiten von Technik und
Produktion bei Schwarzmüller zu einer hohen Komplexität, die die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz besonders fordert. Deshalb
plant Hartwig als nächstes Projekt die Sequenzierung der
Herstellungsprozesse. Die Arbeitsinhalte der 135 Fahrzeugtypen
variieren von 60 bis 600 Stunden, was die Taktung der Produktion
unmöglich macht. Dennoch will Hartwig die Produktion deutlich
straffen und damit die Durchlaufzeiten bis 2020 um 50 Prozent
verkürzen. „Die Lösung für diese Aufgabenstellung ist die
Sequenzierung. Das ist die anspruchsvollste Art, industriell zu
fertigen, für einen Premiumhersteller wie Schwarzmüller aber die
einzige nachhaltige Möglichkeit“, erläutert Roland Hartwig. Man wird
noch 2016 dieses Projekt starten und 2017 die Umstellung abschließen.
Unter den Nutzfahrzeugherstellern wird Schwarzmüller das einzige
Unternehmen sein, das auf diese Art seine Produktion steuert. Die
Voraussetzung ist für den CEO ein hoch kompetentes Team, das die
parallele Herstellung von zahlreichen verschiedenen Fahrzeugtypen
bewältigt. „Wir beherrschen Komplexität. Das bringt uns klare
Vorteile im internationalen Wettbewerb“, stellt Hartwig fest.

Zwtl.: Geschäftsjahr 2016: Voll auf Kurs

Nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2016 ist klar, dass die
Schwarzmüller Gruppe 2016 ihren Kurs mit zweistelligen Wachstumsraten
fortsetzen wird. Bis Ende September werden 6.600 Fahrzeuge
hergestellt sein, der Umsatz liegt mit 250 Millionen Euro voll im
Plan.

Die Umsatzprognose mit 340 Millionen Euro (gegenüber 310 Millionen
Euro in 2015) wird neuerlich bestätigt. Das Ergebnis wird sich auch
2016 weiter verbessern. Bis 2020 will die Schwarzmüller Gruppe
organisch auf 450 Millionen Euro wachsen.

Die Schwarzmüller Gruppe ist einer der größten europäischen
Komplettanbieter für gezogene Nutzfahrzeuge und in derzeit 19
Ländern, überwiegend in Zentral-, Südost- und Osteuropa, präsent. Das
Unternehmen setzt als Innovations- und Technologieführer die
Benchmarks der Branche und ist aufgrund seiner mehr als 140-jährigen
Kompetenz der Spezialist für individuelle Transportlösungen. Die
wichtigsten Branchen, die Schwarzmüller Nutzfahrzeuge einsetzen, sind
der Fernverkehr, die Bau- und die Mineralölwirtschaft sowie die
Lebensmittel- und die Holzindustrie. Schwarzmüller fertigt jährlich
mehr als 7.800 Nutzfahrzeuge, beschäftigt aktuell 2.200 Mitarbeiter
und erwirtschaftete 310 Millionen Euro (2015). Neben den
Produktionsstandorten Österreich (Hanzing), Tschechien (Zebrak) und
Ungarn (Budapest) bietet das Unternehmen ein europaweites Netz von
knapp 350 Servicestützpunkten.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM /
Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Mag. Michael Prock
Prock+Prock Marktkommunikation GmbH, Pressesprecher
Rochusgasse 4, 5020 Salzburg, Österreich
E-Mail: mp@prock-prock.at, Tel.: +43.662.821155.0

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/15671/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***

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