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Die junge Generation tickt anders: Wie sich Unternehmen auf die Generation Z einstellen können

– Für 74 Prozent der Generation Z ist Zufriedenheit das Wichtigste
im Job
– Die Generation Z erwartet einen schnelleren, einfacheren
und faireren Bewerbungsprozess im Vergleich zu anderen
Altersgruppen
– Bei aller Offenheit gegenüber der Digitalisierung
erkennt die Generation Z auch Risiken und Hürden der
digitalisierten Arbeitswelt
– Sechs von zehn Kandidaten bevorzugen es, per E-Mail von Unternehmen
angesprochen zu werden

Bei der Rekrutierung der Generation Z fühlen sich viele Unternehmen bisher nicht
besonders gut aufgestellt. Das belegt die 18. „Recruiting Trends“* Studie des
Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg
und Erlangen-Nürnberg sowie des Karriereportals Monster. Die Studie zeigt, wie
die junge Generation, die in wenigen Jahren den Großteil der Arbeitnehmerschaft
ausmachen wird, tickt und was sie zum Glücklichsein braucht – und dass
Arbeitgeber ihr Recruiting mehr auf die Wünsche der Gen Z ausrichten müssen.

Was sich die Generation Z von Arbeitgebern wünscht

Ob Studierende, Auszubildende oder Schüler – am wichtigsten ist der Generation Z
im Job Zufriedenheit. Für Schüler und Studierende folgen an zweiter Stelle
Sorgenfreiheit und Sicherheit, bei den Azubis ist es die Anerkennung. Kandidaten
der Generation Z sind mehr als jede andere Generation bereit, für ihren Job
alles zu geben: Im Vergleich mit allen Generationen geben Angehörige der
Generation Z doppelt so häufig an, für die Arbeit zu leben.

Allerdings achten die jungen Talente sehr darauf, wo sie arbeiten. Die
Möglichkeit auf Home-Office spielt für sie eine entscheidende Rolle und ist für
Arbeitgeber ein Must-have. Ohne die Möglichkeit, von zu Hause aus arbeiten zu
können, würden vier von zehn – und damit ein größerer Teil als in jeder anderen
Generation – einen Job nicht annehmen. Auf eine Work-Life-Balance hingegen legt
die Generation Z bei der Jobsuche weniger Wert als ältere Generationen. Über 15
Prozentpunkte höher liegt der Anteil der Baby Boomer, denen Work-Life-Balance
wichtig ist.

Schneller, einfacher, fairer: Der perfekte Bewerbungsprozess

Nicht nur bei der Jobsuche, auch bei dem Bewerbungsprozess haben junge Talente
unterschiedliche Erwartungen: Deutlich häufiger als andere Altersgruppen
erwartet die Generation Z, dass der Bewerbungsprozess durch die Digitalisierung
schneller, einfacher und fairer ist. 53,5 Prozent präferieren eine Bewerbung per
Smartphone, recherchieren auch von unterwegs mit dem mobilen Endgerät (60,5
Prozent) oder nutzen Chatbots für kurzfristige Antworten (23,4 Prozent).
Überkomplexe und undurchsichtige Vorgänge sind für die jungen Kandidaten
abschreckend. Hier ist Vorsicht geboten, denn was abschreckt, wird gerne in der
Öffentlichkeit kundgetan: Fünf von zehn Kandidaten der Generation Z erzählen
schlechte Erfahrungen von Freunden weiter und zwei Drittel bewerben sich erst
gar nicht, wenn sie von schlechten Erfahrungen im Bewerbungsprozess von Freunden
gehört haben. Doch auch positive Erlebnisse verbreiten sich: Ein Viertel der
Kandidaten teilt positive wie negative Erfahrungen über Social Media.

„Die Generation Z hat nie Wartezeiten auf die Briefpost kennengelernt und hält
Echtzeit-Reaktionen für normal. Das bedeutet, dass Unternehmen, die sich nicht
auf Dialoge und schnelle Antworten einstellen, Kontakte verlieren – sowohl zu
Kandidaten, die man warten lässt, als auch teils zu deren Freunden und
Kontakten“, kommentiert Prof. Dr. Tim Weitzel, Studienleiter und Professor am
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Informationssysteme in
Dienstleistungsbereichen, der Universität Bamberg. „Es gibt aber auch
überraschende Unterschiede bei den Jüngeren. Trotz größerer Techniknähe fühlen
sie sich leichter als andere überfordert, wenn zum Beispiel beim Upload der
Bewerbung einmal etwas nicht klappt. Und die Jüngeren klagen am meisten, dass
ihre Jobs irrelevant seien.“

Generation Z bevorzugt digitale Technologien, fürchtet sie aber auch

Digitalen Technologien im Recruiting-Prozess steht die Generation Z
erwartungsgemäß aufgeschlossener gegenüber und nutzt sie bei der Jobsuche mehr
als alle anderen Generationen: Sie interagiert bereits viermal häufiger mit
HR-Chatbots (23,4 Prozent), während es über alle Generation nur 5,6 Prozent sind
und macht Gebrauch von automatisierten Empfehlungssystemen, die ihnen freie
Stellen vorschlagen. Ein Drittel der Generation Z veröffentlicht zudem gezielt
Informationen in persönlichen Online-Profilen, um von Talent Recommendern, also
Systemen, die Unternehmen automatisiert neue Talente vorschlagen, gefunden zu
werden. Der Anteil der Baby Boomer, der das tut, ist nur halb so hoch. Etwas
mehr als die Hälfte der Generation Z bevorzugt außerdem eine mobile Bewerbung
gegenüber einer traditionellen. Dennoch scheint die Generation Z sich nicht nur
der Chancen, sondern auch der Risiken der Digitalisierung bewusst zu sein. Die
Studie bescheinigt ihr eine überdurchschnittlich hohe Angst davor, durch
Algorithmen oder maschinelle Prozesse ersetzt zu werden. Über alle Generationen
hinweg fürchtet sich fast jeder Vierte vor diesem Szenario, wohingegen mehr als
40 Prozent der Generation Z diese Angst teilen. Darüber hinaus geben sie
häufiger als jede andere Altersgruppe an, der Umgang mit digitalen Technologien
in der Arbeit erschöpfe sie und mache sie weniger leistungsfähig.

Active Sourcing und Direktansprache nach Maß

Beim Active Sourcing und der Direktansprache von Kandidaten der Generation Z,
können Unternehmen sich ebenfalls auf deren Vorlieben einstellen. Gefragt nach
den Kontaktkanälen, über die sie am liebsten von Unternehmen angesprochen wird,
herrscht über die gesamte Generation Z hinweg eine klare Vorliebe für die
E-Mail. Sechs von zehn Kandidaten bevorzugen diese Variante der Kontaktaufnahme,
bei den Schülern sind es sogar knapp 80 Prozent. Für jeden fünften
Auszubildenden steht die telefonische Direktansprache an zweiter Stelle, bei
Schülern ist dieser Kanal eher unbeliebt. Für Studierende wiederum sind
Nachrichten über Karrierenetzwerke nach der E-Mail am zweitbeliebtesten.

Generell bleiben Active Sourcing und Direktansprache auch für das Recruiting der
Generation Z von Bedeutung. „Von einer direkten Ansprache profitieren beide
Seiten“, erläutert Sylvia Edmands, Geschäftsführerin Monster Deutschland.
„Unternehmen machen auf sich aufmerksam und erreichen passive Kandidaten.
Arbeitnehmer entdecken so Stellen, auf die sie sonst nicht aufmerksam geworden
wären. Das belegt auch unsere Studie: Durch eine Direktansprache hat sich ein
Drittel der Generation-Z-Kandidaten bei einem Unternehmen beworben, das sie ohne
nicht auf dem Radar hatten.“

Individuelle Direktansprache schlägt „one size fits all“-Strategie

Beherzigen Unternehmen diese Tipps und gehen individuell auf junge Talente ein,
stehen die Chancen im Recruiting gut. Denn generell blicken Kandidaten der
Generation Z überdurchschnittlich optimistisch in ihre berufliche Zukunft und
schätzen die Arbeitsmarktentwicklung für sich persönlich als positiv ein (55,9
Prozent gegenüber 39,4 Prozent der Baby Boomer). Knapp jeder Zweite der
Generation Z glaubt daran, den Traumjob zu finden. Über alle Teilnehmer hinweg
sind es weniger als jeder Dritte.

„Durch die Studienergebnisse wird klar, dass auch die Generation Z eine
heterogene Gruppe ist, die andere Werte, Präferenzen und Erwartungen als
vorherige Generationen an Unternehmen hat,“ ordnet Edmands die aktuellen Trends
ein. „Wir empfehlen daher statt einer –one size fits all—Strategie eine
–Perfect Fit—Planung. Es geht um mehr Individualität und Authentizität im
Bewerbungsprozess, kombiniert mit der Nutzung neuer digitaler Möglichkeiten, die
von den Kandidaten sehr offen aufgenommen werden.“

*Für die aktuelle Ausgabe der Studienreihe Recruiting Trends 2020 wurden die
Top-1.000 Unternehmen (Rücklaufquote 12,7%) und die 300 größten Unternehmen aus
der IT-Branche (Rücklaufquote 10,7 Prozent) aus Deutschland befragt und die
Ergebnisse mit den Resultaten des Nutzungsverhalten und den Einschätzungen von
über 3.500 Kandidaten verglichen. Die Verteilung der Stichproben der Unternehmen
ist gemäß dem aktuellen Datenbankregister von Bisnode hinsichtlich der Merkmale
Umsatz, Mitarbeiterzahl und Branchenzugehörigkeit in Bezug auf die entsprechende
Grundgesamtheit repräsentativ. Details zur Durchführung der Studie sowie eine
Beschreibung der Studienteilnehmer sind online
(http://www.uni-bamberg.de/isdl/recruitingtrends2020) ab 05.03.2020 verfügbar.

Pressekontakt:

Pressekontakt
Julia Bellinghausen
Oseon GmbH & Co.KG
+49 69-25 73 80 22-20
monster@oseon.com

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/31973/4538249
OTS: Monster Worldwide Deutschland GmbH

Original-Content von: Monster Worldwide Deutschland GmbH, übermittelt durch news aktuell

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