Digitale Bildung für Jugendliche in Deutschland: KfW finanziert erstes TUMO-Lernzentrum in Berlin

– Übertragung eines innovativen Konzepts aus Armenien nach
Deutschland
– Schüler lernen außerhalb der Schule Animation, Programmierung,
Robotics und mehr
– Kostenloses Bildungsangebot erhöht Chancengleichheit
– Nach Aufbau von Zentren in Beirut und Paris nun erstmals in
Deutschland

Die KfW weitet ihr Engagement zur Förderung von Bildung in Deutschland mit einem
innovativen Leuchtturmprojekt aus: In Berlin entsteht bis zum Herbst 2020 ein
Lernzentrum für digitale Bildung nach dem Modell des in Armenien entwickelten
“TUMO-Center for Creative Technologies”. Wöchentlich etwa 1.200 Jugendliche im
Alter von 12 bis 18 Jahren sollen dort künftig nach der Schule digitale
Techniken und Kompetenzen kostenlos erlernen können. Die feierliche
Unterzeichnung des Franchise- und Lizenzvertrags zwischen KfW und TUMO fand
heute im Beisein von Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt für
Digitalisierung, sowie Ashot Smbatyan, Botschafter der Republik Armenien in
Deutschland, in der KfW-Niederlassung Berlin statt.

Das Lernkonzept TUMO wurde 2011 in Armenien entwickelt und wird dort seitdem
landesweit erfolgreich umgesetzt. Außerhalb Armeniens gibt es bereits in Paris
und Beirut TUMO-Zentren. Durch die Initiative der KfW wird in Deutschland die
erste dieser modernen Lerneinrichtungen für digitale Bildung entstehen, konkret
in Berlin/Charlottenburg-Wilmersdorf. Die KfW finanziert Ausstattung und Betrieb
für die kommenden fünf Jahre.

In den nach dem armenischen Dichter Hovhannes Tumanyan – abgekürzt TUMO –
benannten Lernzentren können sich Jugendliche Fähigkeiten in digitalen
Technologien und kreativen Methoden aneignen, u.a. Animation, Programmierung,
3D-Modellierung und Robotics, aber auch Musik, Film und Fotografie. Die Schüler
begeben sich in Selbstlernsessions und Workshops auf ihre eigene – digital
unterstützte – Lernreise. Das Angebot ist freiwillig und kostenlos. Ziel ist es
Jugendliche zu befähigen, mit den Herausforderungen und Chancen der
Digitalisierung in Gesellschaft und Arbeitsweit umzugehen. Das von der KfW in
Berlin finanzierte TUMO-Zentrum ist in seiner Vielfalt das erste außerschulische
kostenlose Lernangebot zu digitalen Themen in Deutschland. Es soll auch Kindern
aus bildungsfernen Familien offen stehen und somit die Chancengleichheit
erhöhen. Langfristiges Ziel der KfW ist es, weitere Partner zu finden und so
eine Weiterentwicklung zu einem landesweiten Netzwerk von Lernzentren nach
armenischem Vorbild in Deutschland zu fördern.

Dorothee Bär, MdB, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der
Bundesregierung für Digitalisierung: “Bildung ohne digitale Bildung ist nicht
mehr denkbar. Für Kinder und Jugendliche brauchen wir altersgerechte Angebote
in-, aber auch außerhalb der Schule. Ich freue mich daher über die Initiative
der KfW, das erste TUMO-Lernzentrum in Deutschland zu eröffnen. Dass Jugendliche
dort nach der Schule kostenlos technische Fähigkeiten erwerben und digitales
Denken lernen können, ist ein Gewinn – für jeden Schüler individuell, aber auch
für unsere Gesellschaft und Wirtschaft. Wir brauchen digitale Köpfe, die mit
ihren Kompetenzen und Innovationen die Zukunft unseres Landes gestalten. Ich bin
zuversichtlich, dass TUMO in Deutschland eine ähnliche Erfolgsstory werden wird
wie in Armenien”.

Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe: “Bildungsförderung
ist eines der zentralen Anliegen der KfW. Mit TUMO übertragen wir ein
innovatives Projekt zur Förderung der digitalen Bildung von Jugendlichen aus
einem Land, mit dem die KfW auch in der Entwicklungszusammenarbeit kooperiert.
Das ist besonders spannend. Denn auch bei der Digitalisierung gilt: Nur wenn wir
voneinander lernen, können wir die Herausforderungen bewältigen und dabei
richtig erfolgreich sein. Deshalb hoffe ich, dass wir für dieses Projekt viele
Partner in Deutschland finden werden.”

Pegor Papazian, TUMO Mitgeschäftsführer: “Die Eröffnung eines TUMO-Zentrums in
Berlin ist für uns ein Meilenstein, weil Deutschland ein Vorreiter in
Technologie und Ingenieurwesen ist und wir uns besonders freuen, zu diesen
Errungenschaften beitragen zu können.” Die KfW fördert Bildung in Deutschland
bereits gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit
ihrem Studien- und Bildungskredit sowie dem Aufstiegs-BAföG. Als Förderbank des
Bundes und der Länder begleitet sie darüber hinaus den digitalen
Transformationsprozess in Deutschland mit diversen Förderangeboten für
Unternehmen und Kommunen.

Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind auf der Internetseite: www.kfw.de
oder über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 539
9002 erhältlich.

Informationen zu TUMO-Zentren sind hier erhältlich: www.tumo.org

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 – 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Christine Volk
Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Christine.Volk@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/41193/4498124
OTS: KfW

Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell

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