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Digitale Wertsteigerungspotentiale für Private Equity-Investoren

Digitalisierungsgrad beeinflusst
Ertragsaussichten/ Analyse der Digitalkompetenzen essentieller
Bestandteil einer Due Diligence/ Strategy& fasst die wichtigsten
Prüfkriterien für Private Equity-Manager zusammen und zeigt auf, wie
die digitalen Fähigkeiten der Portfolio-Unternehmen entwickelt werden
sollten

Obwohl die Renditen im Private Equity-Sektor zunehmend unter Druck
geraten, misst ein Großteil der Investoren bei der Prüfung von
Übernahmekandidaten einem wichtigen Aspekt noch immer zu wenig
Bedeutung bei: Nur wenige berücksichtigen den Stand bzw. das
Potential der Digitalisierung bei den jeweiligen Übernahmekandidaten.
Dabei hat der digitale Reifegrad eines Unternehmens direkten Einfluss
auf dessen Erfolgsaussichten, wie mehrere Studien von PwC und
Strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC, belegen. So ergab
die „2015 Global Digital IQ“-Studie, dass das obere Viertel der
Unternehmen mit der fortschrittlichsten Digitalstrategie im Vergleich
zu niedriger eingestuften Unternehmen doppelt so häufig Umsätze und
Gewinne signifikant steigern konnten. Die „2016 Global Industry
4.0″-Studie zeigte zudem gute Entwicklungs- und Ertragsmöglichkeiten
für umfassend digitalisierte Unternehmen auf. So erwarteten die
befragten Unternehmen mit vollständig umgesetzter Digitalstrategie im
Schnitt ein jährliches Umsatzwachstum von 2,9% sowie eine jährliche
Kosteneinsparung von durchschnittlich 3,6% während der nächsten fünf
Jahre.

Die Durchführung einer Digital Due Diligence im Sinne einer
Analyse des Digitalisierungsgrades sowie der Digitalkompetenzen eines
Unternehmens sollte deshalb inzwischen zentraler Bestandteil jeder
Risikoprüfung sein. Um den digitalen Reifegrad schnell und umfassend
einschätzen zu können, hat Strategy& einen Report für Private
Equity-Manager zusammengestellt, mit dessen Hilfe sich der Stand der
Digitalisierungsstrategie in den wichtigsten Unternehmensbereichen
analysieren lässt. „Es genügt dabei nicht mehr, den Blick allein auf
bewährte Parameter wie die Marktposition, Cashflows und
Technologietrends in der jeweiligen Industrie zu richten. Die
Zukunftsfähigkeit der Unternehmen ist heute in immer stärkerem Maße
vom Status ihrer Digitalisierung abhängig“, so Olaf Acker, Partner
und Digital Services Leader bei Strategy& für Europa, Nahost und
Afrika sowie Autor des Reports für Private Equity-Investoren.
„Ausschlaggebend ist vor allem die Frage, ob die Digitalstrategie in
einem Unternehmen definiert ist und umfassend umgesetzt wird, weshalb
wir in unserem Fragenkatalog den Fokus auch auf die
bereichsübergreifende Integration digitaler Techniken lenken.“

Für Private Equity-Investoren ist es zunächst wichtig, ihr
Augenmerk auf das zugrundeliegende Geschäftsmodell, die Produkte und
Dienstleistungen eines Unternehmens, zu richten. Verfügt das
Unternehmen über eine Digitalstrategie und wird diese von einer klar
benannten Führungskraft, beispielsweise von einem Chief Digital
Officer, vorangetrieben? Welche Produkte und Dienstleistungen sind
von der zunehmenden Digitalisierung gefährdet, welche können durch
diese verbessert oder neu geschaffen werden? „Die digitale
Transformation eines Unternehmens scheitert in den seltensten Fällen
an der Technik, sondern vielmehr an zu spät erkannten Chancen, einer
fehlenden Gesamtstrategie und mangelnden Fähigkeiten der
Mitarbeiter“, erläutert Acker.

Auch der Bereich Forschung und Entwicklung bzw. Innovation spielt
bei der Bewertung eine zentrale Rolle. Je digitaler ein Unternehmen
aufgestellt ist, desto flexibler kann es auf sich ändernde
Kundenwünsche reagieren und so das eigene Überleben sichern. Nutzt
das Unternehmen beispielsweise digitale oder 3D-gedruckte Prototypen
und Simulationen, um neue Produkte zu testen? Wie effizient erhebt
und analysiert das Unternehmen Daten bei der Produktentwicklung?

Private Equity-Manager sollten zudem die Prozesse des zu prüfenden
Unternehmens im Bereich Einkauf, Logistik und Produktion genauer
betrachten. Integrierte und mit Zulieferern vernetzte Planungs- und
Prüfsysteme im Lager sowie in der Produktionshalle sparen Zeit und
Geld. Eine modular aufgebaute Produktionskette erlaubt flexible
Anpassungen und die Herstellung individualisierter Produkte. „In der
gesamten Supply Chain ist der Einsatz digitaler Technik ein echter
Werttreiber und kann für Private Equity-Investoren auch höhere Preise
rechtfertigen“, so Steve Roberts, Private Equity Leader bei PwC und
Co-Autor des Reports.

Neben dem Finance-Bereich sind vor allem die IT-Abteilung und das
HR-Management für die Umsetzung der Digitalstrategie eines
Unternehmens zuständig. Idealerweise sind der Chief Information
Officer sowie der Chief Financial Officer direkt am Weg in die
digitale Zukunft des Unternehmens beteiligt. Die Personalabteilung
sorgt dafür, dass die für die Implementierung der Digitalisierung
notwendigen personellen Ressourcen vorhanden sind, und fördert die
digitale Kultur sowie die Digitalkompetenz aller Mitarbeiter durch
regelmäßige Fortbildungen.

Mithilfe des Reports können Private Equity-Manager im digitalen
Zeitalter die Zukunftsaussichten eines Unternehmens genauer
einschätzen und Investitionen folglich besser bewerten. „Die Analyse
des digitalen IQ kann sich sowohl bei den jüngeren Zukäufen als auch
bei Beteiligungen lohnen, die bereits lange im Portfolio sind und
vielleicht sogar bald weiterveräußert werden sollten. Mit einem
fundierten Blick auf den Digitalisierungsgrad können Private
Equity-Manager Verluste vermeiden, ihren Portfolio-Wert maximieren
und sich im Markt den Ruf sichern, Unternehmen für die digitale
Zukunft zu rüsten“, schließt Olaf Acker.

Pressekontakt:
Meike Hegge
Senior Manager Marketing & Communications
PwC Strategy& (Germany) GmbH
meike.hegge@strategyand.pwc.com
T: +49(89) 545 25 644

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