ÖDP entsetzt: Rhein als Müllautobahn

ÖDP entsetzt: Rhein als Müllautobahn
Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Region Düsseldorf und Niederrhein
 

(Düsseldorf/Neuss/Viersen/Mönchengladbach) – „Hast Du den alten Vater Rhein mit seinem Müll geseh‘n“, so die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) aus Düsseldorf und vom Niederrhein. 4700 Tonnen Abfall pro Jahr transportiere der Rhein ins Meer. Hier bestünde dringender Handlungsbedarf, so die ÖDP.

„Man muss schon genau hinschauen. Das zeigt die Untersuchung der Biologin Leandra Hamann von der Uni Bonn.“ Die ÖDP sei der Wissenschaftlerin dafür dankbar, das Müllproblem im Rhein untersucht zu haben. Das Ergebnis sei ein Alarmsignal. Bisher sei man von 100 Kilogramm pro Tag an Müllfracht ausgegangen. Jetzt zeige sich, dass der Strom 130 mal mehr transportiere als angenommen.

Erschreckend sei, so die ÖDP, dass laut der Untersuchung auf das Sylvester Feuerwerk ca.10 Prozent des gesamten Mülls zurückzuführen sei. Die ÖDP wird durch diese Untersuchung darin bestärkt, ihr Volksbegehren „Böllerverbot“ zu dessen Regulierung weiter voranzutreiben.

Besonders kritisch sieht die ÖDP die geplante Einleitung von Rheinwasser zur Flutung der Tagebaue im rheinischen Revier. „Mit Chemikalien belastetes Wasser, dazu massiv mit Müll belastet, ungeklärt in Tagebaue ohne ausreichenden Zu- bzw. Abfluss einzuleiten ist keine gute Idee“ so die ÖDP. In dem Tagebaugewässer würden sich neben schädlichen Chemikalien somit auch Müll anreichern. Eine vergiftete und vermüllte Kloake sei vorprogrammiert, wenn diese Planung in der vorliegenden form ungesetzt würde. Die ÖDP fordert daher eine Überarbeitung der Pläne vor dem Hintergrund des Klimawandels, der extreme Auswirkungen auf die Wassermenge des Rheins haben dürfte, und der Kontaminierung des Rheinwassers.

Insgesamt müsse die Landesregierung NRW jetzt ein Sofortprogramm aufsetzen, das sowohl die Einbringung von Müll in den Strom verringere, als auch den vorhandenen Müll wieder entnehme.