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elumeo SE: Thailändische Mitarbeiter der PWK empört über falsche Aussagen des Berliner Managements / Staatsanwalt ermittelt gegen elumeo-Chef Wolfgang Boyé wegen Betrugs (FOTO)


 


Das Berliner Schmuckhandelsunternehmen elumeo SE hat im
Zusammenhang mit der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen ein
Statement zur Situation seines ehemaligen Schmuckherstellers und
Lieferanten PWK Jewelry Company Limited (Thailand) abgegeben. Dieses
Statement stieß bei den Geschäftsführern und Mitarbeitern des
inzwischen zahlungsunfähigen Unternehmens auf großes Befremden. Der
Schmuckhersteller PWK wurde zahlungsunfähig, weil elumeo SE über ihre
Tochtergesellschaft Silverline Distribution Ltd. Waren im Wert von
über 30 Mio Euro bestellt hatte und nur einen kleinen Teil davon
bezahlte. In der Folge konnte PWK Jewelry Company Limited weder
Gehälter und gesetzlich festgeschriebenen Abfindungen noch Gläubiger
und Kredite begleichen. Über 600 Mitarbeiter verloren daraufhin ihre
Arbeit und protestierten wütend in Bangkok und Chanthaburi.

Wolfgang Boyé, Verwaltungsratsvorsitzender der Muttergesellschaft
elumeo SE behauptete gegenüber der Zeitung „Handelsblatt“
fälschlicherweise, dass der PWK genügend Mittel zur Verfügung
gestanden hätten, um die Arbeiter abzufinden und Schulden zu
begleichen.

Taralatp Vrasarinnop Vertreter der PWK-Geschäftsführer: „Das
Management der elumeo versucht sein kriminelles Vorgehen mit einem
Netz von Falschdarstellungen, geänderten Informationen und einfachen
Lügen zu decken. In einem verzweifelten Versuch, die Zerstörung eines
Unternehmens und des Lebens von über 600 Menschen zu rechtfertigen,
verbreitet das Management von elumeo falsche Behauptungen und falsche
Fakten.“

Und weiter: „Wolfgang Boyes Behauptung, dass ihm das Schicksal der
ehemaligen Mitarbeiter von PWK am Herzen liege, ist nichts anderes
als eine zynische, menschenverachtende Behauptung. Wie Hunderte von
E-Mails und Mitteilungen belegen, wurden die letzten Gehälter auf
Drängen und unter dem ständigen Druck der PWK-Vorstände gezahlt. Die
Elumeo SE hat die Geschäftsführer von PWK schriftlich aufgefordert,
einen Weg zu finden, um die Arbeitnehmer aus dem Unternehmen zu
drängen ohne dass ihnen ihre gesetzlich zustehende Abfindung bezahlt
werden muss.“

Wolfgang Boyé, unter dessen Führung die börsennotierte elumeo SE
zu einer rasanten wirtschaftlichen Talfahrt ansetzte, wiederholt in
der Zeitung „Handelsblatt“ seine objektiv falschen Behauptung, dass
die PWK über genügend Mittel verfügt habe, die die Arbeiter und
Gläubiger zu bezahlen. Hier die Tatsachen:

1. Gegen das Management der elumeo SE (Wolfgang Boye, Bernd
Fischer und Tomas Jarmuske) ermittelt die Staatsanwaltschaft in
Deutschland (Aktenzeichen 242 540/19) die Polizeibehörden in
Thailand u.a. wegen Betruges. Die wirtschaftliche Schieflage der PWK
Jewelry Limited hat die elumeo SE aktiv herbeigeführt, indem sie
Lieferungen der PWK Jewelry Limited nicht bezahlte

2. Elumeo SE bedient ihre Verbindlichkeiten gegenüber der PWK
Jewelry Limited nicht, obwohl bei der elumeo SE bzw. deren Tochter
Juwelo Deutschland GmbH unbezahlter Schmuck im Wert von mehreren
Millionen Euro lagert, der nachweislich von der PWK Jewelry Company
Limited geliefert wurde.

3. Die Geschäftsführer der PWK Jewelry Limited werden in Thailand
persönlich für die von der PWK Jewelry Limited aufgenommenen
Bankkredite in Anspruch genommen, weil die elumeo SE ihre
Verbindlichkeiten gegenüber der PKW Jewelry Limited nicht begleicht.
Außerdem drohen ihnen auch strafrechtliche Konsequenzen (Gefängnis)
wegen der nicht bezahlten Gehälter und Abfindungen der Arbeiter.

4. Am 31. August 2018 erteilte die elumeo SE über ihre
Tochtergesellschaft Silverline Distribution Ltd. (Hongkong)
schriftlich die Weisung keine „Veräußerung, Übertragung oder sonstige
Veräußerung von Vermögenswerten der Gesellschaft“ vorzunehmen. So
konnte das PWK Management, im Gegensatz zur Behauptung von Wolfgang
Boyé und seinem CFO Bernd Fischer gar keine Assets der PWK verkaufen,
um Liquidität zu beschaffen.

5. Ungefähr im gleichen Zeitraum stellte die elumeo Zahlungen an
die PWK Jewelry Limited ein.

6. Wolfgang Boye und sein CFO Bernd Fischer behaupten gegenüber
der Zeitung „Handelsblatt“ am 20.8.2019, dass die PWK über
Vermögenswerte in Höhe von 4,5 Millionen EUR verfüge, die man zur
Begleichung der Schulden hätte liquidieren können. Tatsache
allerdings ist: PWK Jewelry Limited verfügte über keine
Vermögenswerte, um die aufgelaufenen Schulden zu begleichen, was
elumeo SE auch wusste. Das Anlage- und Umlaufvermögen der PWK Jewelry
Limited unterliegt einem Pfandrecht der Siam Commercial Bank. Die
Siam Commercial Bank hat dadurch ein Darlehen besichert, das sie der
PWK Jewelry Limited ausgereicht hat und dass diese noch nicht
zurückgezahlt hat. Die Höhe des Darlehens übersteigt den Wert des der
PWK Jewelry Limited deutlich. Folglich hätte eine Veräußerung des
Umlaufvermögens auch unabhängig von der Weisung der elumeo SE nicht
für eine Bezahlung der Arbeitnehmer genügt.

7. Eine Mehrwertsteuerrückerstattung in Höhe von 1,1 Mio. EUR kann
die PWK Jewelry Limited frühestens in drei bis fünf Jahren erwarten.
So lange dauert das Verfahren bei dem thailändischen Finanzamt, was
der elumeo SE ebenfalls bekannt ist. Auch darauf konnte man nicht
zählen.

8. Die Geschäftsführung der PWK Jewelry Limited hat mehrfach
Vorschläge für eine Restrukturierung und Kostensenkung im Einklang
mit thailändischem Recht vorgelegt. Sämtliche Vorschläge wurden durch
das Management der elumeo SE ignoriert.

9. Die Geschäftsführer der PWK wurden vom Management der elumeo SE
durch Vorstandsbeschluss bewusst als persönliche Bürgen für die von
der PWK Jewelry Limited in Thailand aufgenommenen Bankkredite
benutzt, mit der klaren Aussage, dass keine andere
Tochtergesellschaft von elumeo oder deren Management entsprechende
Garantien übernehmen soll, sondern nur (Zitat) „Einzelgarantien von
Direktoren der PWK. Es gibt keine weitere Beteiligung oder
Exponierung wie persönliche Garantien oder Patronatserklärungen eines
anderen Unternehmens der elumeo Gruppe sowie keine Sicherheiten in
anderen Vermögenswerten von PWK (z.B. Lager, Fertigwaren)“.

Alle oben genannten Fakten sind vollständig dokumentiert und
werden derzeit von der Polizei in Thailand und der Staatsanwaltschaft
in Deutschland untersucht.

Pressekontakt:
Rechtsanwalt Roderich Schaetze
SWM Treuhand AG
Schäfflerstraße 8, 80333 München
phone: +49 89 2040026-20
e-mail: schaetze@schaetze.com

Original-Content von: Roderich Schätze, übermittelt durch news aktuell

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