
Dass Menschen in Deutschland Englisch können, gilt als etablierte Annahme. Internationale Vergleichsstudien bestätigen regelmäßig ein hohes formales Sprachniveau. Englischunterricht ist fest im Bildungssystem verankert und begleitet viele Lernende über Jahre hinweg. Aus Sicht von Nicole Tomberg, Inhaberin der Sprachschule Rhine Valley Institute, zeigt sich jedoch im Alltag ein differenzierteres Bild: Englisch ist zwar vorhanden, aber auf sehr unterschiedlichem Niveau.
Englisch Weiterbildung in Deutschland: Können und Qualität
Im Rahmen von Englisch-Weiterbildungen und Fortbildungen für Mitarbeitende beobachtet Nicole Tomberg seit Jahren eine große Spannbreite sprachlicher Qualität. Viele Menschen verfügen über ausreichende Grundkenntnisse, doch nicht alle sind in der Lage, diese souverän anzuwenden. Besonders im beruflichen Kontext wird deutlich, dass Sprachkompetenz ein wichtiger Faktor im internationalen Business ist.
Wenn es einem native speaker unangenehm wird
Ein wiederkehrendes Phänomen sind erhebliche grammatikalische Schwächen, die Gespräche unnötig erschweren. Sätze wie „Yesterday I go to the meeting and we discuss the problem“ oder „He explain me the process“ sind zwar verständlich, wirken jedoch unpräzise und ermüdend. In Meetings, Präsentationen oder im Kundenkontakt kann dies die Gesprächsqualität deutlich beeinträchtigen.
Wirtschaftsenglisch und Sprachblockaden: Wenn Wissen nicht genutzt wird
Gleichzeitig begegnet das Rhine Valley Institute vielen Teilnehmenden, die über solide Kenntnisse verfügen, sich aber nicht trauen, Englisch aktiv zu sprechen. Diese Blockaden entstehen häufig aus Angst vor Fehlern oder aus dem Anspruch, korrekt und fehlerfrei formulieren zu müssen. Das Ergebnis ist Zurückhaltung, Schweigen oder stark vereinfachte Kommunikation – trotz vorhandener Kompetenz.
Gerade in internationalen Teams führt dies dazu, dass fachlich versierte Mitarbeitende sprachlich unterrepräsentiert sind. Englisch wird verstanden, aber nicht als aktives Kommunikationsmittel genutzt. In der Praxis zeigt sich, dass gezielte Englisch-Fortbildungen hier ansetzen können, indem sie Sicherheit im Sprechen und pragmatische Sprachverwendung in den Vordergrund stellen.
Business English im Beruf und Tonfall: Wenn Direktheit unhöflich wirkt
Ein weiterer Schwerpunkt, den das Rhine Valley Institute in seinen Business-English-Fortbildungen regelmäßig thematisiert, ist der Tonfall und Satzstruktur bei der Bitte um etwas. Viele deutschsprachige Lernende übertragen deutsche Satzstrukturen und Direktheit ins Englische – mit unbeabsichtigten Effekten.
So klingt der deutsche Satz „Schicken Sie mir die Unterlagen bis morgen“ in der direkten Übersetzung „Send me the documents by tomorrow“ im Englischen ungewohnt scharf. Üblicher wären Formulierungen wie „Could you please send me the documents by tomorrow?“ oder „I would appreciate it if you could send the documents by tomorrow.“
Auch Aussagen wie „This is wrong“ sind zwar korrekt, wirken jedoch oft unangemessen direkt. Alternativen wie „I m not sure this is correct“ oder „There might be an issue here“ entsprechen eher dem gängigen Kommunikationsstil. Solche pragmatischen Feinheiten sind ein zentraler Bestandteil moderner Business-English-Fortbildungen.
Englisch-Fortbildung für Mitarbeitende: Englischkenntnisse für die Praxis statt Theorie
Aus Sicht des Rhine Valley Institute zeigt sich deutlich, dass klassische Schulkenntnisse für heutige Kommunikationsanforderungen definitiv im Beruf nicht ausreichen. Effektive Englisch-Weiterbildung konzentriert sich weniger auf Regelwissen, sondern auf Anwendbarkeit, Tonfall, Beziehungsaufbau und situationsgerechte Sprache.
Besonders Online-Formate haben sich dabei als zweckmäßig erwiesen. Da viele Teams heute verteilt arbeiten und nicht immer an einem Standort zusammenkommen, ermöglichen Online-Englischkurse, also über Videocall, eine flexible, standortunabhängige Weiterbildung.
Warum jetzt ein günstiger Zeitpunkt für Englisch-Fortbildung ist
Vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Zusammenarbeit, hybrider Arbeitsmodelle und englischsprachiger Geschäftskommunikation ist der Bedarf an funktionalem Englisch aktuell besonders hoch.
Aus Sicht des Rhine Valley Institute ist dies ein günstiger Zeitpunkt, bestehende Englischkenntnisse zu überprüfen und gezielt weiterzuentwickeln – sachliche Reaktion auf veränderte Kommunikationsrealitäten. Denn nicht die Frage, ob Englisch gesprochen wird, entscheidet über erfolgreiche Zusammenarbeit, sondern wie.
Ausserdem verlangen die meisten Mitarbeitenden nach Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln. Dabei muss die Fortbildung praxisnah und möglichst individuell gestaltet sein, so Nicole Tomberg von der Sprachschule Rhine Valley Institute, die deutschlandweit tätig ist. Die Auswahl des passenden Englischtrainers ist dabei sehr wichtig, ebenso die korrekte Einstufung der Vorkenntnisse. So stellen Unternehmen sicher, dass sich die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden langfristig auszahlt.