Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu EU und Flüchtlingen

Die Frankfurter Rundschau schreibt zur Debatte
über Flüchtlingsverteilung

Vielleicht schaffen sie es ja noch, die sogenannten Willigen in
Sachen Flüchtlingsverteilung. Allerdings: Die Lösung, so
begrüßenswert sie wäre, bliebe weit hinter der Dimension des Problems
zurück. Zum einen ist eine Einigung ja überhaupt nur denkbar, weil
Europa die Zuwanderung weitgehend ausgelagert hat an die Türkei oder
afrikanische Länder. Für die Bootsflüchtlinge einen
Verteilmechanismus zu finden, ist angesichts der geringeren Zahlen
viel leichter geworden. Die Reform des Dublin-Systems, das die
Geflüchteten den Staaten mit EU-Außengrenzen überlässt, ist damit
erst recht noch nicht erreicht. Gerade Deutschland hat dieses System
viel zu lange verteidigt. Angela Merkels Erkenntnis, dass es “eine
Reihe von Fragen aufwirft”, kommt spät. Vielleicht zu spät.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3989

Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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