Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Rentnerarmut

Die Frankfurter Rundschau kommentiert die
Statistik zu Armut bei Rentnern:

Armut ist kein beliebtes Wort. Schon gar nicht in der Politik.
Allenfalls in Verbindung mit dem Wort “drohend” nehmen die
Regierenden den Begriff gern in den Mund, verbunden mit dem
Versprechen, gegen die “drohende” Armut etwas zu tun. Diese Scheu
schlägt offenbar bis in die offiziellen Statistiken durch. Es mussten
erst ein engagierter Forscher und ein Politiker der Linken kommen,
damit die tatsächliche Zahl der Armutsgefährdeten in dieser Gruppe
bekannt wurde. Dass niemand sich seine Armut ansehen lassen will, ist
absolut verständlich. Wenn aber Armut in der öffentlichen Debatte
unsichtbar gemacht wird, ist das blamabel für ein reiches Land.
Natürlich muss darüber geredet werden. Oder wollen wir Armut als
quasi-natürlichen Preis für den steigenden Wohlstand der
Besserverdienenden hinnehmen?

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3989

Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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