Von konjunktureller Seite sind heute zunächst die ersten Schätzungen der europäischen Einkaufsmanagerindizes des laufenden Monats von Interesse. Es wird mit leichten Verbesserungen gerechnet, sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor. Positive Vorgaben liefern die Sentix- und ZEW-Umfragen, während der leicht vorlaufende ISM-Index dafür spricht, dass die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden sollten. Positives Überraschungspotenzial gegenüber den jeweiligen Konsensschätzungen machen wir daher nicht aus. Dennoch würden steigende PMIs dafür sprechen, dass auch die nationalen Geschäftsklimaindizes Verbesserungen aufweisen. Das belgische Unternehmensvertrauen liefert ebenfalls eine Indikation für den ifo- Geschäftsklimaindex, der Anfang kommender Woche zur Veröffentlichung ansteht. In Übereinstimmung mit den allgemein vermuteten Stimmungsaufhellungen wird der belgische Indikator ebenfalls etwas höher erwartet. Bis jetzt stehen die Chancen gut, dass auch der ifo-Index sein hohes Niveau halten oder noch weiter ausbauen kann. In diesem Fall würden sich Vermutungen verdichten, dass Deutschland in den kommenden sechs Monaten keine Rezession durchlaufen wird. Vielmehr zeichnet sich eine konjunkturelle Belebung ab. Auch in den USA lassen die zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten auf eine fortgesetzte Erholung hoffen. Heute steht der Index der Frühindikatoren auf dem Programm. Er dürfte das fünfte Mal in Folge zulegen und damit zeigen, dass die US-Wirtschaft auf Wachstumskurs ist. Positiv entwickeln sich derzeit auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Der Vierwochendurchschnitt liegt mit Werten um 355 Tsd. auf einem Niveau, das zuletzt vor vier Jahre zu beobachten war. Er lässt auf einen fortgesetzten Rückgang der Arbeitslosigkeit schließen.
EUR-USD: Da der Euro daran gescheitert ist, die Widerstände im Bereich 1,3291/94 zu überwinden, hat sich zunächst eine leichtere Tendenz durchgesetzt. Zwar bleibt die technische Situation konstruktiv, da wir aber davon ausgehen, dass weder die europäischen PMIs noch die anstehenden US-Zahlen klare Impulse liefern, halten wir eine Konsolidierung für wahrscheinlich. Widerstände jenseits von 1,3291/94 sind bei 1,3333 und um 1,3360 anzutreffen, Unterstützungen lokalisieren wir bei 1,3170 und 1,3140. Trading-Range: 1,3170 – 1,3333.
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