Gemeinsame Presseerklärung – Gründungsoffensive: KfW und Bund starten Venture Debt-Finanzierung für innovative Unternehmen in der Wachstumsphase

– Neues Kreditprogramm zur Fremdfinanzierung von jungen
technologieorientierten Wachstumsunternehmen
– KfW stellt jährlich insgesamt 50 Mio. EUR für gemeinsame
Finanzierungen mit privaten Kreditgebern bereit
– Der Bund übernimmt in den ersten fünf Jahren eine 95%ige
Absicherung der hieraus resultierenden Risiken

Die KfW und der Bund erweitern im Rahmen der “Tech Growth
Fund-Initiative” das Angebot von Wachstumsfinanzierung in Deutschland
mit einem neuen Finanzierungsinstrument: Das KfW-Programm Venture
Tech Growth Financing bietet nun technologisch innovativen und
schnell wachsenden Unternehmen, die über ein belastbares und
aussichtsreiches Geschäftsmodell verfügen, Kredite zur Finanzierung
des weiteren Wachstums an. In dem auf mindestens fünf Jahre
angelegten Programm stellt die KfW jährlich insgesamt 50 Mio. EUR
bereit. In den ersten fünf Jahren werden 95% der hieraus
resultierenden Risiken durch den Bundeshaushalt abgesichert. Als
fester Bestandteil der Gründungsoffensive, ergänzt das neue
Kreditprogramm das auf Fonds-Investments ausgerichtete
Eigenkapitalgeschäft der im Herbst 2018 gegründeten
Tochtergesellschaft KfW Capital.

Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie: “Innovative Wachstumsunternehmen machen mit
ihren Produkten und Dienstleistungen den Wirtschaftsstandort
Deutschland stark und die Soziale Marktwirtschaft zukunftsfähig. Als
ein Bestandteil der Gründungsoffensive hat Bundesminister Altmaier
angekündigt, mehr Wagniskapital für Start-ups bereitzustellen. Das
passiert nun mit dem Start des KfW-Programms “Venture Tech Growth
Financing”. Wir erhoffen uns davon einen wichtigen Impuls für die
Belebung des in Deutschland noch sehr schwach entwickelten
Venture-Debt-Marktes. Dieses Marktsegment stellt einen wichtigen
Baustein eines funktionierenden Wagniskapitalmarktes dar und
gewährleistet, dass in allen Phasen der Unternehmensentwicklung
innovativer Unternehmen ausreichend Finanzierungsmittel zur Verfügung
stehen.”

Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen:
Junge innovative Unternehmen, die erfolgreich wachsen können, tragen
zum Erhalt unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Sicherung
hochqualitativer Arbeitsplätze in Deutschland bei. Unser Ziel ist es,
dass ihnen in allen Phasen ihrer Entwicklung ausreichend Kapital zur
Verfügung steht. Die Bundesregierung hat bereits durch zahlreiche
Maßnahmen zur Stärkung des Wagniskapitalmarktes beigetragen. Es fehlt
jedoch in Deutschland noch an ausreichendem Finanzierungskapital vor
allem in der Wachstumsphase. Hierzu zählt auch Venture Debt – einem
Bindeglied zwischen Wagniskapitalfinanzierung und klassischer
Bankenfinanzierung, das an Bedeutung gewinnt. Mit dem neuen Venture
Tech Growth Financing Programm werden wir zusammen mit privaten
Investoren diesen erfolgversprechenden Nischenmarkt in Deutschland
weiter entwickeln.

Ingrid Hengster, die für das inländische Fördergeschäft der KfW
verantwortliche Vorständin der KfW sagt: “Innovative, wachstumsstarke
Technologieunternehmen finden in Deutschland immer noch ein zu
geringes Angebot an Wachstumskapital. Das gilt nicht nur für
Beteiligungskapital, sondern auch für ein spezifisches Kreditangebot,
mit dem Unternehmen die letzte Stufe ihres Wachstums vor Break Even
zünden können und das wir jetzt mit dem neuen Programm stärken
wollen. Wir freuen uns darauf, den Bund mit unserem
Finanzierungs-Know-how dabei zu unterstützen, die
Finanzierungspalette für Wachstumsfinanzierung in Deutschland zu
komplettieren. Mit unserem neuen Programm setzen wir auch ein Signal
an private Kapitalgeber, um gemeinsam den Venture Debt-Markt in
Deutschland mit Direktinvestitionen in die Unternehmen zu
entwickeln.”

Voraussetzung für eine Finanzierung aus dem KfW-Programm Venture
Tech Growth Financing ist die Einbindung eines privaten Kreditgebers
als Finanzierungspartner mit einem Finanzierungsanteil von in der
Regel 50 % zu gleichen Bedingungen (“pari passu”). Zudem müssen
bereits private Risikokapitalgeber (Venture Capital) am Unternehmen
beteiligt sein. Die Mittel werden zu Marktkonditionen direkt dem
Unternehmen bereitgestellt. In Abgrenzung zu dem neuen
KfW-Kreditprogramm fokussiert sich die Tochtergesellschaft KfW
Capital auf die Eigenkapitalbeteiligung in Venture Capital- und
Venture Debt-Fonds.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Scharnhorststraße 34-37
10115 Berlin
www.bmwi.de Pressestelle
TEL.: +49 30 18615 6121 und 6131
FAX: +49 30 18615 7020
E-MAIL: pressestelle@bmwi.bund.de

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 – 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM),
Wolfram Schweickhardt
Tel. +49 (0)69 7431 1778,
Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Wolfram.Schweickhardt@kfw.de,
Internet: www.kfw.de

Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell

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