Brüssel – Die Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ, Gudrun Kopp, hat am Montag in Brüssel bei einer Veranstaltung zum Thema „Europe–s Run-up to Rio+20. Joining Forces for Sustainable Energy“ die große Bedeutung des Themenfelds nachhaltige Entwicklung bei der anstehenden VN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung in Rio betont. „Rio+20 ist keine Umweltkonferenz! Rio+20 ist eine Nachhaltigkeits- und Zukunftskonferenz. Dabei sind Fragen von Wasser-, Energie- und Nahrungssicherheit untrennbar miteinander verbunden. Nachhaltige Entwicklung ist seit der ersten Rio-Konferenz 1992 immer auch ein Entwicklungsthema. Darum wird die deutsche Bundesregierung in Rio auch gemeinsam von Bundesumweltministerium und Bundesentwicklungsministerium vertreten. Rio 2012 ist eine Zukunftskonferenz für unseren Planeten und für die kommenden Generationen weltweit“, unterstrich Kopp bei der gemeinsamen Konferenz von BMZ, Deutscher Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und KfW, die zum gemeinsamen Jahresthema der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, „Zukunftsentwickler“, abgehalten wurde.
Gudrun Kopp betonte zudem: „Zugang zu nachhaltiger Energie ist ein wesentlicher Faktor, um die Millennium Development Goals zu erreichen.“ Zur von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen „Initiative Nachhaltige Energie für alle“ kündigte sie an: „Wir werden unsere Partnerländer dabei unterstützen, dass zusätzlichen 100 Millionen Menschen der Zugang zu Energie bis zum Jahre 2030 ermöglicht werden kann. Um dies zu erreichen, planen wir den Anteil der deutschen ODA-Leistung im Bereich Erneuerbare Energie und Energieeffizienz stufenweise bis 2030 auf 3,6 Milliarden Euro zu verdoppeln.“ Weiterhin lobte Frau Kopp auch die aktive Rolle der EU im Energiebereich, welche sich in der Afrika-EU Energiepartnerschaft oder auch der globalen SE4All-Initiative äußert. Kopp mahnte zugleich: „Beim Thema Energie ist es allerdings auch wichtig, über den Tellerrand hinaus zu schauen: In einer komplexen Welt gibt es immer wechselseitige Abhängigkeiten mit anderen Sektoren. Um nachhaltig den Energiezugang zu ermöglichen und zu verbessern, dürfen Wasser- und Landfragen nicht außer Acht gelassen werden.“
Ziel des gemeinsamen Jahresthemas ist eine bessere Verzahnung entwicklungspolitischer Akteure und Themen. Es soll als Instrument dienen, um die internationale entwicklungspolitische Agenda zu gestalten und gleichzeitig die nationale entwicklungspolitische Debatte in Deutschland anzuregen.
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