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Haferflocken-Hersteller Kölln will Geschäft in Asien und Afrika ausbauen / Der neue Unternehmenschef und Ex-Politiker Christian von Boetticher hält Ausschau nach zusätzlichen Marken

Der Elmshorner Haferflocken- und Müslihersteller
Kölln will sein Geschäft in Japan, Indonesien und Südafrika ausbauen.
Das sagten der neue Unternehmenschef Christian von Boetticher (44)
und sein Vorgänger und Unternehmenseigner Hans Heinrich Driftmann
(67) dem am Freitag erscheinenden deutschen Wirtschaftsmagazin
BILANZ. Kölln sei laut Driftmann „im Moment“ deutscher Marktführer im
Müsli-Geschäft und konkurriert mit Firmen wie Oetker, Nestlé und
Kellogg. Das Unternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr
einen Umsatz von 125 Millionen Euro (Vorjahr: 98 Millionen) –
Driftmann erklärt den Anstieg durch die gestiegene Nachfrage nach
Müsli, durch den Erfolg neuer Produkte und durch die Übernahme der
umsatzstarken Marke „Mazola“ Anfang dieses Jahres.

Der CDU-Politiker Boetticher war im Jahr 2011 nach einer Affäre
mit einer 16-Jährigen von seinen politischen Ämtern in
Schleswig-Holstein zurückgetreten. Zuletzt arbeitete er als
Rechtsanwalt in Hamburg. Bei Kölln hat er einen Zehn-Jahres-Vertrag
erhalten. Boetticher will jetzt nach Zukäufen Ausschau halten. In den
vergangenen Jahren hatte Kölln neben „Mazola“ bereits Marken wie
„Palmin“, „Biskin“ und „Livio“ erworben. Boetticher sagte im
BILANZ-Gespräch, die Politik fehle ihm „jeden Tag ein Stück weniger“.

Pressekontakt:
Redaktion BILANZ
Volker ter Haseborg
Tel.: 040 347-26535

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