Herzlichst Gluckwuensch zu gemutlicher Weihnachtskerze Kauf – Imageschäden durch peinliche Übersetzungsfehler

„Mit sensazionell Modell GWK 9091 Sie bekomen nicht teutonische Gemutlichkeit fuer trautes Heim nur, auch Erfolg als moderner Mensch bei anderes Geschleckt nach Weihnachtsganz aufgegessen und laenger, weil Batterie viel Zeit gut lange.“ Dass es sich hier um die Bedienungsanleitung eines Ansteckers in Weihnachtskerzenform handelt, wird selbst bei mehrmaligem Durchlesen nicht klar. Nicht nur ausländische Firmen leisten sich solche Fauxpas, auch deutschen Exporteuren passieren solche Fehler, wie man auf der Außenhandelsmesse Globalconnect (www.global-connect.de) kürzlich in Diskussionen immer wieder hören konnte. „Kulturelle Unterschiede vor allem in der Art der Verhandlungen werden nicht wahrgenommen. Die Geschäftssprache ist zwar Englisch, die Feinheiten können jedoch nur in der Landessprache ausgedrückt werden“, erläuterten Experten anlässlich dieser Messe (http://cms.messe-stuttgart.de/cms/global11_news0.0.html). Eine misslungene Übersetzung bringt den Kunden zum Lachen – aber eine Hilfe ist sie nicht. Häufen sich derartige Übersetzungsfehler, entsteht dem Unternehmen ein Imageschaden, der schwer wiedergutzumachen ist. Der Kunde wird beim nächsten Mal vermutlich bei einer anderen Firma kaufen – bei einer Firma, die ihre Texte von Profis übersetzen lässt.

Unternehmen sollten daher von vornherein professionelle Übersetzer engagieren. Das gilt nicht nur für große, international tätige Unternehmen, sondern auch für eine wachsende Zahl kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU). Weiten KMU ihren Tätigkeitsbereich nämlich auf das Ausland aus, beispielsweise durch den Export von Produkten, benötigen sie zwei Dinge: sprachliches Know-How und interkulturelle Kompetenz. Interkulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit, sich ohne Vorurteile anderen Kulturen und Ländern zu nähern und eigene Erfahrungen zu ergänzen. Sprachwissen und interkulturelle Kompetenz sind also eng verknüpft und gleichermaßen bedeutsam. Professionelle Übersetzungen signalisieren die Bereitschaft, sich anderen Ländern und ihren Sprachen anzupassen. Für langfristig erfolgreiche Geschäftsbeziehungen sind Kenntnisse in der jeweiligen Landessprache ein entscheidender Vorteil.

Die Qualität des Übersetzungsdienstleisters entscheidet letztendlich über den Eindruck, den Unternehmer bei ihren Geschäftspartnern im Ausland hinterlassen. Die Arbeit des Übersetzers ist jedoch nicht unmittelbar zu kontrollieren, es sei denn, ein Unternehmer verfügt über das entsprechende Sprachwissen. Die Rückmeldung zur Qualität kommt meist direkt vom ausländischen Geschäftspartner. Die Auswahl des Übersetzers ist also von großer Bedeutung. KMU, die sich auf den internationalen Markt wagen, sollten daher ihren Übersetzungsdienstleister anhand folgender Merkmale auswählen:

  1. Übersetzungen sind vor allem eines: Teamwork. Das heißt auch der Auftraggeber muss bereit sein, Rückfragen vom Dienstleister zu beantworten. Gute Texte und eine zufriedenstellende Zusammenarbeit können nur gewährleistet sein, wenn beide von Anfang an bereit sind, Zeit in die Qualitätssicherung zu investieren. Das heißt: Wenn Sie Rückfragen vom Dienstleister erhalten, ist das ein Zeichen für einen hohen Qualitätsanspruch.
  2. Die Übersetzer sind Muttersprachler und leben in dem Land, in dem die Zielsprache gesprochen wird.
  3. Neben dem in der DIN EN 15038 geforderten Korrekturgang sind weitere Kontrollmechanismen zur Qualitätssicherung vorgesehen.
  4. Für qualitativ hochwertige Übersetzungen ist der Einsatz von digitalen Glossaren und Translation-Memory-Technologie ein absolutes Muss. Für eine komfortable Auftragsabwicklung sollte der Übersetzungsdienstleister die Möglichkeit anbieten, Tools in die Unternehmens-IT einzubetten.
  5. Ebenfalls sollte geprüft werden, ob der Dienstleister über die nötige Personalstärke verfügt, um auch bei größeren Auftragsvolumen hochwertige Übersetzungsdienstleistungen erbringen zu können.

 

Damit sind die wichtigsten Kriterien einer professionellen Übersetzung definiert. Im Zweifelsfall sollte Qualität an erster Stelle stehen – nicht der niedrigste Preis. Denn nur so lassen sich peinliche Übersetzungsfehler und ein schlechter Start auf einem neuen Markt ausschließen.

(Autor: Lone Colding Wolf, Geschäftsführerin 24translate GmbH)

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