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Hessen zeigt großes Engagement bei Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern

Sozialminister Stefan Grüttner zum:“Initiativen der Landesregierung zeigen Wirkung ? 6.100 Schülerinnen und Schüler an den Fachschulen sind historischer Höchststand

Das Land Hessen setzt bei der Gewinnung zukünftiger Erzieherinnen und Erzieher auf vielfältige Aktivitäten. So begegnet Hessen dem zu erwartenden Mehrbedarf an Fachkräften im Bereich der Kindertageseinrichtungen. Das betonte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner anlässlich der Veröffentlichung des ?Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2012? der Bertelsmann Stiftung. „Das Hessische Sozialministerium hat bereits im Jahr 2011 eine bundesweit modellhafte Untersuchung des Forschungsverbunds Deutsches Jugendinstitut/TU Dortmund gefördert, um so den Bedarf an Fachkräften anhand valider Daten diskutieren zu können“, hob Grüttner hervor. Die Studie „Fachkräftebedarf in Kindertageseinrichtungen in Hessen. Empirische Analysen und Modellrechnungen zum Personalbedarf in Kindertageseinrichtungen in den Jugendamtsbezirken in Hessen“ wurde im Oktober 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt und mit 35.000 Euro durch das Land unterstützt. Sie zeige, dass bis zum Rechtsanspruch für die Betreuung von unter dreijährigen Kindern im Jahr 2013 hessenweit von einem Fehlbedarf von 3.520 Fachkräften auszugehen sei. „Die Untersuchung rückt bundesweit erstmals auch regional zu erwartende Entwicklungen in den Mittelpunkt“, betonte Sozialminister Grüttner.

Die Untersuchung mache vor allem die Unterschiede der regionalen Bedarfe deutlich. Bis zum Rechtsanspruch (aktuell weist Hessen eine Versorgungsquote von 30,2 Prozent auf) im Jahr 2013 werde es in 24 der insgesamt 33 hessischen Jugendamtsbezirke zu einem Personalfehlbedarf kommen. Gleichzeitig sei jedoch zu erwarten, dass neun Jugendamtsbezirke einen leichten Überschuss an Fachkräften aufweisen. Auch über den Rechtsanspruch hinaus würden Unterschiede in den einzelnen Jugendamtsbezirken sichtbar. So sei bis zum Kindergartenjahr 2020/21 unter der Voraussetzung konstant bleibender Betreuungsquoten in 13 Jugendamtsbezirken ein Personalfehlbedarf und in 20 Jugendamtsbezirken ein Personalüberschuss zu erwarten. Demgegenüber sei bis 2020/21 bei einem steigenden Betreuungsbedarf bei 18 Jugendamtsbezirken ein Fehlbedarf aber immer noch bei 15 Jugendamtsbezirken ein Überschuss an Fachkräften zu verzeichnen.

Imagekampagne „GROSSE Zukunft mit kleinen HELDEN ? Werde Erzieherin / Erzieher!“

Zur Deckung des Fachkräftebedarfs in Kindertageseinrichtungen gebe es vielfältige Initiativen der Landesregierung, die teilweise bundesweiten Modellcharakter besitzen, wie die Werbe- und Imagekampagne „GROSSE Zukunft mit kleinen HELDEN ? Werde Erzieherin / Erzieher!“ zur Stärkung der Anerkennung und Werbung für den Erzieherberuf oder die Öffnung der Fachschulen für Sozialpädagogik zur beruflichen Qualifizierung von als arbeitssuchend gemeldeten Personen. Das Hessische Sozialministerium habe den hessischen Fachschulen für Sozialpädagogik zur Förderung von Quereinsteigerinnen und ?einsteigern das Angebot zur Kostenübernahme der Zertifizierung entsprechend der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung gemacht. „Dieses Angebot wurde von der Mehrzahl der Fachschulen angenommen. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Öffnung und Erweiterung des Ausbildungsangebots.“ 21 von insgesamt 33 Fachschulen für Sozialpädagogik in Hessen verfügen über das Zertifikat oder befinden sich im Zertifizierungsprozess. „Damit liegt Hessen bundesweit an der Spitze“, unterstrich Grüttner.

Dass diese Initiativen erfolgreich seien, zeigt sich am gewachsenen Interesse und den Anfragen zur Erzieherausbildung wie auch an den in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegenen Ausbildungszahlen an den sozialpädagogischen Fachschulen in Hessen, von 4.084 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2004/2005 auf über 6.100 im Schuljahr 2011/2012. Grüttner: „Damit liegen wir im letzen Schuljahr auf einem historischen Höchststand an Schülerinnen und Schülern. Von den Auszubildenden werden dem Arbeitsmarkt im Sommer 2012 rund 1.800 und im Sommer 2013 über 2.000 Erzieherinnen und Erzieher zur Verfügung stehen. Dies sind gute Voraussetzungen, um dem Bedarf an Fachkräften gerecht zu werden.“

„Die Sicherung des Fachkräftebedarfs in Kindertageseinrichtungen in Hessen bedarf der allgemeinen Unterstützung aller Beteiligten. Über die Anstrengungen der Landesregierung hinaus gibt es hier weitere Möglichkeiten. Vor dem Hintergrund, dass 66 Prozent der aktuell 38.000 in hessischen Kindertageseinrichtungen Beschäftigten in Teilzeit arbeiten, kann man von einer ?stillen Fachkraftreserve? in den Einrichtungen sprechen“, betonte Grüttner. Dieses Potential gelte es zu aktivieren. Hier seien jedoch vor allem die Träger gefragt. „Ich kann nur alle Träger, die den zu erwartenden Mehrbedarf an Fachkräften ja jeden Tag vor Augen haben, auffordern, diese Möglichkeit zu nutzen“, erklärte der Sozialminister.

Herausstellung Hessens bei Ganztagsbetreuung in Kinderbetreuung

Grüttner lobte außerdem die Herausstellung Hessens bei der Ganztagsbetreuung in der Kinderbetreuung durch den „Ländermonitor Frühkindliche Bildung 2012“ der Bertelsmannstiftung: „Die Strategie, gezielt Förderanreize statt rechtlicher Regelungen zu setzen, hat sich in Hessen beim Ausbau der Ganztagsbetreuung bei der Kindertagesbetreuung bewährt. So konnten wir erreichen, dass Hessen auf dem Spitzenplatz der westdeutschen Flächenländer sowie im gesamtdeutschen Vergleich im oberen Mittelfeld liegt.“

Im Rahmen der Kindergartenförderung erhalten die Träger in Hessen für längere Öffnungszeiten zusätzliche Betriebskostenzuschüsse. So zahlt das Land zusätzliche Pauschalen für Kinder, die über sechs Stunden beziehungsweise über acht Stunden täglich betreut werden. Wurden die längeren Betreuungszeiten 2007 vom Land noch mit rund 25 Millionen Euro bezuschusst, stieg bis 2011 die Fördersumme auf rund 33 Millionen Euro an. Insgesamt haben sich die Landesmittel für Frühkindliche Bildung von 2006 (101 Millionen Euro) bis 2012 (355 Millionen Euro) mehr als verdreifacht.

Die Studie steht auch im Internet unter www.hsm.hessen.de

Pressestelle: Hessisches Sozialministerium
Pressesprecherin: Susanne Andriessens, Dostojewskistr. 4, D-65187 Wiesbaden
Telefon: (0611) 817 34 08, Fax: (0611) 89 0 84 – 666
E-Mail: presse@hsm.hessen.de

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