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IT-Sicherheit: So unterscheiden sich die Branchen / Finanzdienstleister sind Schulungsmeister / Autohersteller sind wachsam im Zulieferer-Screening

Das IT-Sicherheitsmanagement der Unternehmen in
Deutschland unterscheidet sich je nach Branche. Banken und
Versicherer achten stark auf die Mitarbeiterschulung. Öffentliche
Verwaltungen und Energieversorger sind besonders vorsichtig beim
Einführen neuer Technologien, dafür fehlt in diesen Branchen häufig
ein ausgefeiltes Sicherheitsmanagement für Smartphones und Laptops.
Die Automobilbranche ist führend beim Überprüfen von Zulieferern und
Dienstleistern. Das sind Ergebnisse der Studie „Potenzialanalyse
Digital Security“ von Sopra Steria Consulting.

61 Prozent der Unternehmen besitzen branchenübergreifend eine
IT-Sicherheitsstrategie, 32 Prozent arbeiten daran. Bei der Umsetzung
einzelner Konzepte und Maßnahmen sind die einzelnen Branchen im
Durchschnitt unterschiedlich weit oder setzen verschiedene
Schwerpunkte. Differenzen gibt es unter anderem beim
Sicherheitsbaustein Mitarbeiter Awareness. Banken und Versicherer
sind beispielsweise besonders penibel bei der Schulung ihres
Personals. Fast sechs von zehn Finanzdienstleistern führen in
regelmäßigen Abständen Trainings mit allen Mitarbeitern durch. Andere
Branchen gehen hier dosierter vor. Im Durchschnitt beschränken 40
Prozent der Automobilhersteller und Telekommunikationsdienstleister
regelmäßige Trainings auf eine ausgewählte Mitarbeitergruppe. Die
komplette Belegschaft wird punktuell unterwiesen – zu Beispiel beim
Einstieg in das Unternehmen, bei akuten Bedrohungen durch
Cyberkriminelle sowie beim Erkennen neuer Sicherheitslücken durch die
eigene IT-Abteilung.

Unterschiedliche personelle Bedingungen herrschen beim Aufbau von
Kow-how und Kompetenzen in den IT-Abteilungen. Finanzdienstleister
und öffentliche Verwaltungen sind mehr als andere Branchen auf das
Rekrutieren von IT-Sicherheitsspezialisten angewiesen. Jede dritte
Bank oder Versicherung (36 Prozent) sowie Behörde oder Ministerium
(34 Prozent) sucht auf dem Arbeitsmarkt nach Experten für
Cybersecurity. In anderen Branchen setzen die Unternehmen deutlich
häufiger auf interne Weiterbildung. Drei Viertel der verarbeitenden
Industrie, Autohersteller und der Energieversorger qualifizieren ihre
IT-Fach- und Führungskräfte für spezielle IT-Sicherheitsaufgaben, um
künftig schneller auf Angriffe durch Erpressungstrojaner wie WannaCry
und Petya zu reagieren.

„Sicherheit zuerst“ gilt vor allem in drei Branchen

IT-Sicherheit gilt häufig als Bremser der Digitalisierung. Welche
Prioritäten Unternehmen setzen, ist ebenfalls von Branche zu Branche
unterschiedlich. Bei der Einführung neuer Technologien kennen
Automobilhersteller keine Grauzone. 95 Prozent der IT-Entscheider
melden zurück, in ihre Unternehmen wird keine neue digitale
Technologie verbaut, ohne vorherige, genaue Kenntnis der IT-Risiken.
Im Branchendurchschnitt berichtet jeder dritte Entscheider, dass
mitunter Technologien auch dann genutzt werden, auch wenn IT-Risiken
nicht zu 100 Prozent bekannt sind. Zudem ist der Automobilsektor
besonders wachsam bei der Zusammenarbeit mit externen Zulieferern und
Dienstleistern. 80 Prozent fordern von ihren Partnern ein
Sicherheitszertifikat und vereinbaren Mindeststandards. 70 Prozent
führen Lieferantenaudits durch.

Öffentliche Verwaltungen und Energieversorger ziehen eine ähnlich
strikte Sicher-zuerst-Strategie durch. „Alle drei Branchen haben dazu
guten Grund: Kein Hersteller kann es sich erlauben, dass vernetzte
Fahrzeuge zum Sicherheitsrisiko werden“, sagt Gerald Spiegel, Senior
Manager Information Security Solutions bei Sopra Steria Consulting.
„Zudem gelten IT-Systeme öffentlicher Verwaltungen und
Energieunternehmen als kritische Infrastrukturen (KRITIS) und müssen
durch das IT-Sicherheitsgesetz besondere Auflagen erfüllen“, so
Spiegel.

Lücken beim Schutz mobiler Endgeräte

Einige Branchen organisieren ihr IT-Sicherheitsmanagement noch zu
aufwändig. Beim Umgang mit mobilen Endgeräten werden vorhandene
Instrumente häufig nicht genutzt. 77 Prozent der Energieversorger
besitzen zwar eine Mobile Security Policy, und 92 Prozent überprüfen
die Einhaltung der Regelwerke regelmäßig. Nur 54 Prozent nutzen
allerdings ein systematisches Mobile Device Management (MDM), das für
die nötige Transparenz sorgt und damit Kontrollen signifikant
erleichtert. Im Durchschnitt aller befragten IT-Entscheider meldeten
zwei von drei zurück, in ihrem Unternehmen ein MDM einzusetzen.

Links:
Potenzialanalyse Digital Security: https://goo.gl/i5uSjc
Managementkompass Cyber Security: https://goo.gl/Vu4j15
Infografik Cyber Security: https://goo.gl/cXLcWa

Über die Studie:

Für die „Potenzialanalyse Digital Security“ wurden im Auftrag von
Sopra Steria Consulting im April 2017 mehr als 200 (n=205)
IT-Entscheider aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern aus den Branchen
Banken, Versicherungen, sonstige Finanzdienstleister,
Energieversorger, Automotive, sonstiges Verarbeitendes Gewerbe,
Telekommunikation und Medien, Öffentliche Verwaltung befragt.
Explizit ausgeschlossen wurden Beratungsunternehmen und Anbieter von
IT-Lösungen.

Über Sopra Steria Consulting (www.soprasteria.de)

Sopra Steria Consulting zählt heute zu den Top Business
Transformation Partnern in Deutschland. Als ein führender
europäischer Anbieter für digitale Transformation bietet Sopra Steria
eines der umfassendsten Angebotsportfolios für End-to-End-Services am
Markt: Beratung, Systemintegration, Softwareentwicklung,
Infrastrukturmanagement und Business Process Services.

Unternehmen und Behörden vertrauen auf die Expertise von Sopra
Steria, komplexe Transformationsvorhaben, die geschäftskritische
Herausforderungen adressieren, erfolgreich umzusetzen. Im
Zusammenspiel von Qualität, Leistung, Mehrwert und Innovation
befähigt Sopra Steria seine Kunden, Informationstechnologien optimal
zu nutzen. Mit mehr als 40.000 Mitarbeitern in über 20 Ländern
erzielte Sopra Steria 2016 einen Umsatz in Höhe von 3,7 Mrd. Euro.

Die Sopra Steria Group (SOP) ist notiert an der NYSE Euronext
Paris (Compartment A) – ISIN: FR0000050809.

Weitere Informationen finden sich unter
www.soprasteria.de/newsroom

Kontakt

Sopra Steria Consulting:
Nils Ritter
Tel.: +49 (0) 40 22703-8801
E-Mail: nils.ritter@soprasteria.com

Faktor 3:
Eva Klein
Tel.: +49 (0) 40 679446-6174
E-Mail: e.klein@faktor3.de

Original-Content von: Sopra Steria GmbH, übermittelt durch news aktuell

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