Widgetized Section

Go to Admin » Appearance » Widgets » and move Gabfire Widget: Social into that MastheadOverlay zone

IT-Tools helfen beim Spagat zwischen Familie und Beruf

Als Veit Mathauer im Jahr 1992 gemeinsam mit Helmut von Stackelberg eine PR-Agentur in Stuttgart gründete, hatte das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf in dem jungen Unternehmen noch keine hohe Priorität. „Doch das hat sich in den letzten Jahren geändert“, so der geschäftsführende Gesellschafter der Sympra GmbH. „Heute sind flexible Arbeitszeiten ein Teil der Sympra-Kultur.“ Eine Entwicklung, die jedoch eine große Herausforderung darstellt. „Auch wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Projektes zu unterschiedlichen Zeiten oder an verschiedenen Orten, beispielsweise im Home Office, arbeiten, muss gewährleistet sein, dass sie ständig über die aktuellen Vorgänge informiert sind“, so der Firmenchef. Vor diesem Hintergrund setzt Mathauer auf moderne IT-Tools wie die VPN (Virtual Private Network)-Anbindung, die vom heimischen Computer oder über mobile Endgeräte eine Verbindung zum Firmennetz ermöglicht. Basis des Informationsflusses im Unternehmen sind der „symblog“, auf dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter austauschen und Wissen zusammentragen können, und die Wissensplattform „symwiki“, die vor allem zur Erstellung von Dokumenten und zur Ideensammlung genutzt wird.
Die Sympra GmbH ist ein Best-Practice-Beispiel für den Einsatz von IT-Tools, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen. Diesem Thema widmet sich das Projekt „kmu4family – Familienfreundlich zum Unternehmenserfolg“ der MFG Innovationsagentur für IT und Medien des Landes Baden-Württemberg, die am 16. Juli gemeinsam mit dem Forum „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Familienfreundliche Arbeitsorganisation – mehr Flexibilität für Ihre Beschäftigten mit Web 2.0 & Co.“ in das Schloss Mannheim eingeladen hatte.
„Eine Unternehmenspolitik, die auf die Kinderbetreuung und die Pflege von Angehörigen Rücksicht nimmt, wird für die baden-württembergische Wirtschaft immer mehr zu einem harten Standortfaktor“, so Dr. Birgit Buschmann, Leiterin des Referats Wirtschaft und Gleichstellung im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg, bei der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 81 Prozent der Firmen im Südwesten räumten dem Thema familienbewusste Personalpolitik einen hohen Stellenwert ein. Fast 96 Prozent bieten Maßnahmen im Bereich Arbeitszeitflexibilisierung und flexible Arbeitsorganisation an.
Vor allem für die sogenannte Generation Y, die in den achtziger Jahren geboren wurde, hat die Work-Life-Balance einen hohen Stellenwert. „Und sie erwarten einen familienfreundlichen Arbeitsplatz, in dem sich auch ihre private Lebenswelt wiederfindet“, weiß Prof. Dr. Joachim Niemeier, Executive Consultant centrestage GmbH. „Sie wollen auch in ihrem Job vernetzt sein wie bei Facebook oder Xing, schnell auf den neuesten Stand gebracht werden wie bei Twitter oder sich problemlos informieren können wie bei Wikipedia.“ Einem Social Workplace, der es ermöglicht, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bekommen, gehöre die Zukunft, so Niemeier. Und da zählen IT-Tools für eine funktionierende Kommunikation wie Instant Messaging, Microblogging sowie Web- und Videokonferenzen ebenso zum Arbeitsalltag wie Kooperations-Tools mit Wiki-Systemen, Blogs oder File-Sharing. Genauso wichtig sind Koordinations-Instrumente wie eine webbasierte Projektmanagement-Software, in denen Teams in einem virtuellen Arbeitszimmer zusammenarbeiten können, ohne am selben Ort zu sein. Mit der Hilfe dieser neuen Technologien können Teile der beruflichen Tätigkeit auch von zu Hause aus erledigt werden – mit dem großen Vorteil, dass Beschäftigte mit kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen erwerbstätig bleiben und ihre Arbeitszeiten besser mit den Schul- und Kindergartenzeiten abstimmen können.
„Mit kmu4family möchten wir kleine und mittlere Unternehmen aus der IT-, Medien- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg zur Einführung von familienfreundlichen Maßnahmen motivieren“, betonen Simone Schuhmacher und Sandra Benz, die das Projekt bei der MFG Baden-Württemberg betreuen. „Eine flexible Gestaltung des Arbeitsorts und flexible Arbeitszeiten, das haben Untersuchungen ergeben, bedeuten auch für die Unternehmen einen Gewinn.“ Höhere Produktivität und Arbeitsleistung, eine verkürzte Elternzeit, aber auch eine gestiegene Mitarbeiterbindung sowie eine erhöhte Zufriedenheit und Motivation der Belegschaft sind nur einige Stichworte, die für diese Win-win-Situation stehen. „Die Voraussetzung für eine orts- und zeitunabhängige Arbeit sind im mobilen Zeitalter mit Internet, Tablets und Smartphones gegeben. Ihr gezielter Einsatz stellt einen reibungslosen Arbeitsablauf sicher und gewährleistet die notwendige Information und Kommunikation“, so die MFG-Expertinnen.
Info:
Die Broschüre „Familienfreundliche Arbeitsorganisation – IT-Tools zur Unterstützung von flexiblen Arbeitsbedingungen“ des Projekts „kmu4family“ kann unter der Telefonnummer: 0711/90715-373, E-Mail: kmu4family@mfg angefordert werden oder steht unter www.kmu4family.de zum Download bereit.
kmu4family wird durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Landesmitteln des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft unterstützt.

Weitere Informationen unter:
http://


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis