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IW-Chef Hüther: Staatsschulden gar nicht so schlimm

Michael Hüther plädiert für eine sachliche Diskussion über Sinn und Unsinn von Staatsschulden. Im Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagsausgabe) wehrt sich der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gegen die Vorstellung, die Staatsschulden würden nach Bewältigung der Krise verschwinden. „Das wird nicht passieren und es wäre auch verfehlt, wenn man versuchte, die Staatsschulden auf null zu drücken.“ Denn es sei ökonomisch durchaus gerechtfertigt, Investitionen in den Kapitalstock über Kredite zu finanzieren. Deshalb sei die Nettoneuverschuldung von null langfristig kein vernünftiges Ziel, sagt Hüther. Dagegen sei bis zum Abbau der hohen Verschuldung auf die Maastrichtgrenze von 60 Prozent Staatsschulden gemessen am Brutto-Inlandsprodukt, eine Neuverschuldung von null ein paar Jahre lang zwingend. Aber grundsätzlich spreche nichts gegen Staatsschulden, erklärt Hüther im Interview. „Solange damit Investitionen des Staates finanziert werden, die eine höhere Rendite als den Zinssatz abwerfen, sind sie wohlstandssteigernd und generationengerecht.“ Auch für die Risikostruktur einer Bank seien sie wichtig sowie für die private Altersvorsorge als risikoarmes, aber hochliquides Asset. Die deutsche Schuldenbremse könnte sich nach der Konsolidierung der Staatsfinanzen als zu starr erweisen, gab Hüther zu Bedenken. „Man muss in ein paar Jahren schauen, ob die starren 0,35 Prozent ausreichen, um die notwendigen Investitionen tätigen zu können.“

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