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Kämpft hier bald jeder gegen jeden? / Junge Europäerinnen und Europäer appellieren an Merkel und Hollande (FOTO)


 


Mit einer Aktion vor dem Bundeskanzleramt und der Französischen
Botschaft haben am Dienstag junge Erwachsene aus Deutschland und
Frankreich ihre in einem EuroPaper zusammengefassten Forderungen an
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsidenten François
Hollande übergeben und zur Beteiligung an der Europawahl aufgerufen.

Ein Briefkasten mit der Aufschrift „Bundeskanzleramt“ war am
Dienstag in Berlin der erste Empfänger des EuroPaper. Eine breite
europäische Bildungsoffensive, ein dynamischer europäischer
Arbeitsmarkt, ein europäischer Green New Deal und ein bürgernahes
Europa, zu dessen Wertecharta sich alle in Europa bekennen – so
lauten die zentralen Forderungen junger Erwachsener in Frankreich und
Europa an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sechs Studierende der
französischen Hochschule Sciences Po und der Freien Universität
Berlin haben sie auf zehn Seiten zusammengetragen und das Papier
anschließend persönlich im Bundeskanzleramt und in der Französischen
Botschaft übergeben. Den Ausgangspunkt dafür bildete eine unter 2.000
Gleichaltrigen in Deutschland und Frankreich von Ipsos durchgeführte
Online-Umfrage. „Kämpft in Europa bald jeder gegen jeden?“, fragt der
Titel der Denkschrift, mit der sich die Autorinnen und Autoren sowohl
an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und den französischen
Staatspräsidenten François Hollande als auch an ihre europäischen
Mitbürgerinnen und Mitbürger wenden.

„Europa als Fight Club, dagegen müssen wir alle etwas tun“

„Uns macht vor allem Sorge, dass überall die Konkurrenz zunimmt,
sowohl zwischen den Menschen als auch zwischen den Staaten. Mit dem
EuroPaper wollen wir deshalb im Vorfeld der Europawahl ein Zeichen
für ein gemeinsames Europa setzen und zu einer stärkeren
Wahlbeteiligung anregen“, sagt die 24-jährige Sonje Schwennsen, die
gegenwärtig an der Freien Universität Berlin ihre Masterarbeit in
European Affairs schreibt. „Unsere Generation ist längst in Europa
Zuhause. Viele können sich vorstellen, im europäischen Ausland zu
leben. Und trotzdem sind die EU und ihre Bedeutung für die meisten
weit weg“, ergänzt ihr Mitstreiter Marc Fort. Der 20-jährige Sciences
Po-Studierende hält das für gefährlich. „Überall in Europa sehen wir
eine wachsende Tendenz zu Ausgrenzung und Nationalismus.“ Für die
Europaverdrossenheit in der eigenen Generation machen die
Studierenden „vor allem die hohe Jugendarbeitslosigkeit und den
mangelnden Mut der europäischen Staaten zu gemeinsamen Reformen und
Initiativen“ verantwortlich. „Viele erleben Europa inzwischen als
Fight Club und dagegen müssen wir alle unbedingt etwas tun“,
bekräftigt Sonje Schwennsen.

Mehr Mitstreiterinnen und Mitstreiter für terra-europa.eu

„Europa ist in nur einem Jahrzehnt vom Inbegriff für Stabilität,
Fortschritt und Wachstum zu einem anderen Wort für Krise geworden“,
schreiben die jungen Studierenden in ihrem EuroPaper. Für
TerraEuropa-Initiator Michel Marlière war genau diese Entwicklung der
Grund dafür, private Mittel in die neue internationale Plattform zu
investieren: „Die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die fehlenden
Perspektiven zeigen, dass sich gerade die junge Generation noch
stärker Gehör verschaffen und vor allem, dass sie das Haus Europa als
ihr Projekt in Beschlag nehmen muss.“ Achtzehn Monate gemeinsamer
Arbeit an TerraEuropa liegen hinter den Studierenden aus Berlin und
Nancy. Doch dabei soll es nicht bleiben: „Wir suchen nach weiteren
Mitstreiterinnen und Mitstreitern, und zwar überall in Europa“, sagt
Marc Fort. TerraEuropa ist zudem auf der Suche nach weiteren
zahlungskräftigen Unterstützern: Die Initiative will die Befragung in
Spanien, Polen und Großbritannien fortsetzen und damit weitere
Denkanstöße dieser Art ermöglichen.

Über TerraEuropa

TerraEuropa ist eine internationale Plattform für junge
Erwachsene, die sich untereinander und mit Vertreterinnen und
Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über ihre Idee
von Europa austauschen. Initiator ist Michel Marlière. Der
französische Unternehmer mit deutscher Wahlheimat will angesichts des
zunehmenden Skeptizismus und Separatismus zu einer intensiveren
Auseinandersetzung mit Europa und zu einer stärkeren politischen
Beteiligung der jungen Generation an der Gestaltung des europäischen
Hauses anregen. Kooperationspartner von TerraEuropa sind die Stiftung
Genshagen, die französische Hochschule Sciences Po, die Freie
Universität Berlin und das Deutsch-Französische Jugendwerk. Partner
für Meinungsforschung ist das internationale Markt- und
Sozialforschungsunternehmen Ipsos.

Für Ihre Recherche:

Das EuroPaper im Wortlaut:
http://www.terra-europa.eu/fileadmin/20140425_europaper.pdf

Über die Autorinnen und Autoren: http://ots.de/irBeu

Zahlen und Fakten: http://ots.de/MH62I
http://ots.de/vv4xH

Hintergrund: http://ots.de/9QQZR

Michel Marlière im Interview: http://ots.de/J4Uxz

Weitere Informationen zu TerraEuropa:
www.terra-europa.eu

Pressekontakt:
Infobüro TerraEuropa, Karin Lange
Burgstraße 27
10178 Berlin
Telefon: +49 30 24086-674
Fax: +49 180 5 223285
E-Mail: presse@terra-europa.eu

Weitere Informationen unter:
http://


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