Kölner Stadt-Anzeiger: Garton Ash: Liberale Revolution nach 1989 hat Europa “unglaublichen Schaden” zugefügt Britischer Historiker bezeichnet Brexit als lebensgefährlich für Großbritannien

Der britische Historiker Timothy Garton Ash, sieht den Erfolg
populistischer Parteien in Europa als “antiliberale Gegenrevolution” zu einem
Vierteljahrhundert liberaler Revolution seit 1989. “Ein Fehler war die
Reduzierung des Liberalismus auf eine Dimension: die der Wirtschaft”, sagte
Garton Ash dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Freitag-Ausgabe). Er kritisierte zudem
die damalige Konzentration auf der Globalisierung der Finanzmärkte. “Dadurch kam
es zur Finanzkrise, dann zur Eurokrise und schließlich zur wirtschaftlichen
Depression. Wir haben uns dadurch einen unglaublichen Schaden zugefügt.”
Wirtschaftliche Ungleichheit sei sicherlich eine Ursache für populistische
Bewegungen in allen Ländern Europas. Den wahrscheinlichen Austritt
Großbritanniens aus der Europäischen Union bezeichnete Garton Ash, ein erklärter
Gegner des Brexit, als “lebensgefährlich für das Vereinigte Königreich als Staat
und auch sehr gefährlich für Europa”. Die Parlamentswahlen im Dezember seien die
allerletzte Chance, als britische Europäer den Brexit zu vermeiden. Im Fall
einer Mehrheit der heutigen Opposition gebe es noch die Chance auf ein zweites
Referendum. “Wenn nicht, dann ist die Sache gelaufen.”

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