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Kölner Stadt-Anzeiger: Kölner SPD-Politiker Martin Börschel bedauert Vorgehen in der Stadtwerke-Affäre

Der Kölner SPD-Politiker Martin Börschel hat in Bezug
auf die Stadtwerke-Affäre persönliche Fehler eingeräumt. „Es war
nicht klug und nicht richtig“, erklärt Börschel in einem Interview
mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe). „Der Verzicht
auf eine Ausschreibung war genauso ein Fehler wie die zeitgleiche
Schaffung einer Stelle mit der personellen Besetzung.“ Er sei sich
seiner Sache sicher gewesen, weil alle politischen Gegner beteiligt
gewesen seien und ihr Einverständnis signalisiert hätten. „Da war
mein Instinkt wohl weg“, sagte Börschel. Er ärgere sich sehr und es
tue ihm leid, dass er Menschen enttäuscht habe. Börschel gab am
Mittwoch seinen vollständigen Rückzug aus dem Kölner Stadtrat
bekannt. Sein Mandat im nordrhein-westfälischen Landtag will er aber
behalten. Auch seinen Posten als Verwaltungsratschef der Sparkasse
Köln Bonn sowie seinen Sitz im Aufsichtsrat der Rhein-Energie wird er
weiterhin ausüben. Börschel hatte sich bereits Ende Juni 2018 als
Fraktionsvorsitzender zurückgezogen. Er sollte im April 2018 zum
Hauptgeschäftsführer der Stadtwerke gewählt werden, allerdings ohne
Ausschreibung und transparentes Verfahren, was damals in die
Stadtwerke-Affäre mündete.

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080

Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell

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